Design und Konstruktion
Die 245 ist ein reines Freizeit-Kielboot aus GFK mit Holzverzierungen, einem geneigten Vorsteven und einem vertikalen Spiegel. Ihr fester Kielstummel trägt ein Schwert, was bei abgesenktem Schwert einen Tiefgang von 4,42 Fuß und bei aufgeholtem Schwert einen geringen Tiefgang von 1,92 Fuß ergibt – letzterer ist niedrig genug, um den Transport auf einem Trailer zu ermöglichen. Das am Spiegel aufgehängte Ruder wird über eine Pinne gesteuert. Das Boot verdrängt 3.000 Pfund bei 1.300 Pfund Ballast, ein Verhältnis, das für eine hohe Stabilität sorgt und das Boot gleichzeitig leicht genug macht, um transportabel zu sein. Eine Breite von 8 Fuß und eine Länge in der Wasserlinie von 20,5 Fuß prägen einen Rumpf, dessen angegebene Höchstgeschwindigkeit 6,07 Knoten beträgt. (1)
Rigg und Handhabung
Über Deck verfügt die 245 über ein 7/8-Slup-Rigg auf Aluminiumspieren mit einer Bermuda-Konfiguration und einem an Deck gesteppten Mast, der an einer Maststütze (Tabernakel) für einfaches Legen ausgerüstet ist. Der Segelplan umfasst 121,5 Quadratfuß Großsegel und 145,1 Quadratfuß Fock für insgesamt rund 267 Quadratfuß Segelfläche. Im Inneren geführte Fallen, ein Großschotspanner und Reffleinen halten das Deck aufgeräumt, während die Fockschoten durch auf Schienen geführte Blöcke zu zwei Winschen in der Plicht führen. Eine an Deck montierte Fallwinsche übernimmt das Setzen der Segel. Auf der Regattabahn weist das Boot einen PHRF-Durchschnittswert von 210 auf, der sich von einem Maximum von 204 bis zu einem Minimum von 216 erstreckt – ein Bereich, der es im Vergleich zu zeitgenössischen Club-Regattayachten eher bescheiden positioniert. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die 245 eher für kurze Törns als für das dauerhafte Wohnen an Bord ausgelegt. Eine „V“-Koje befindet sich im Vorschiff, und zwei Kabinenkojen bieten Stauraum darunter für Ausrüstung. Die Pantry ist geteilt, mit einem einflammigen Herd an Steuerbord und der Spüle an Backbord – eine pragmatische Aufteilung, die dem Koch den Weg zum Niedergang freihält. Eine chemische Toilette ist mit einer Privatschott-Tür ausgestattet, und die Belüftung erfolgt über ein vorderes Luk und zwei zu öffnende Bullaugen. Süßwasser wird in einem 10-Gallonen-Wassertank geführt, der über einen Decksschlauch befüllt wird, und ein Ankerkasten im Bug vervollständigt den Stauraum auf dem Vordeck.
Ausrüstung und Decks-Layout
Die Plicht ist auf die manuelle Segelbedienung ausgelegt, wobei bereits die beiden Fockwinschen und die an Deck montierte Fallwinsche erwähnt wurden; die Pinne gibt direktes Feedback vom am Spiegel aufgehängten Ruder. Das Boot ist normalerweise mit einem kleinen Außenborder für Hafenmanöver ausgestattet, der als Außenborder und nicht als Innenborder installiert ist. Ein Ankerkasten im Bug und das Decksschwert zur Wasserentnahme vervollständigen die Außendienstleistungsstellen, die ein Käufer im Alltag nutzt.
Das Fazit
Die Seidelmann 245 ist eine durchdachte, kompakte Regatta-/Fahrtenyacht, deren Trailerbarkeit und das aufholbare Schwert sie für ein 24-Fuß-Boot ungewöhnlich vielseitig machen. Bob Seidelmanns Regatta- und Segelmacher-Erbe zeigt sich in einem einfach zu bedienenden 7/8-Rigg und einem Rumpf, der Ballast mit geringer Verdrängung ausbalanciert. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind für die Länge zwar spartanisch, aber ehrlich gehalten, und da das Boot nicht mehr produziert wird, ist bei jedem Exemplar ein sorgfältiges Gutachten ratsam.
Vorteile
- Trailerbar mit eingeholtem Schwert und 1,92 Fuß Tiefgang
- 7/8-Slup-Rigg mit internen Fallen und aufgeräumter Decksplan
- 1.300 lb Ballast bei 3.000 lb Verdrängung für eine stabile kleine Fahrtenyacht
- Geteilte Pantry und separate Nasszelle, ideal für Wochenendtörns
Nachteile
- Nur 38 Liter Wasser und eine chemische Bordtoilette begrenzen längere Törns
- Die Manövrierfähigkeit hängt von einem kleinen Außenborder und nicht von einem Innenborder ab
- Die Produktion endete 1984; Exemplare erfordern ein sorgfältiges Gutachten






