Design und Konstruktion
Der Rumpf von Karlsson ist aus massivem GFK mit einem Blei-Flossenkiel, der je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 5,6 bis 5,9 Fuß hat, während das Deck ein GFK-Sandwich ist, das das Kabinenklima durch Temperatur- und Kondensatpufferung verbessert. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42 Prozent – 4.078 Pfund Blei bei einem Rumpfgewicht von 9.700 Pfund – liegt über den 54 Prozent vergleichbarer Konstruktionen, und das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,01 macht sie geräumiger als zwei Drittel ähnlicher Boote. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 214 ordnet sie unter den moderaten Regattayachten ein, wobei 66 Prozent ähnlicher Konstruktionen als schwerer eingestuft sind. Die benetzte Fläche beträgt etwa 333 Quadratfuß, und die Auftriebskraft pro Zoll liegt bei rund 1.018 Pfund, was für einen steifen, stabilen Rumpf unter normalen Küstenbedingungen spricht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Mamba 33 ist als 7/8-Slup getakelt, die leicht überriggt ist und mehr Segelfläche trägt als 58 Prozent ähnlicher Segelboote. Mit dem ISO-Referenzsegel beträgt ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) 16,9, steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 19,6 und übersetzt sich in der Leichtwindgeschwindigkeit besser als bei 54 Prozent ihrer Altersgenossen. Ihre relative Geschwindigkeitsleistung von 62 bedeutet, dass sie schneller ist als 62 Prozent ähnlicher Konstruktionen, während eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 7,0 Knoten durch den Yanmar-Diesel mit Wellenantrieb genau auf die Motorleistung von 7,0 Knoten abgestimmt ist. Das Kenterungsverhältnis von 2,01 würde sie von organisierten Hochseeregatten ausschließen, und ein Komfort-Ratio von 22 setzt sie im Bereich des Bewegungskomforts nur knapp vor 34 Prozent ähnlicher Boote an die Spitze – ein Kompromiss des leichteren, breiteren Rumpfes, der Tempo gegen weiche Bewegungen eintauscht. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum mit Teakholz ausgestattet, was dem damaligen Standard für skandinavische Fahrtenyachten dieser Größe entspricht. Der breite Rumpf und die Wasserkapazität von 26 Gallonen ermöglichen längere Wochenendtörns und Küstentouren ohne die engen Bereiche mittschiffs, die bei schmaleren zeitgenössischen Booten zu finden sind. Der Schwerpunkt des Entwurfs liegt eindeutig auf einem hellen, luftigen Volumen statt auf Tankkapazitäten für Langstrecken oder Bewegungsdämpfung im Seegang.
Bekannte Schwachstellen
Die Hauptmängel sind inhärent in den technischen Daten und nicht auf fehlerhafte Bauweise zurückzuführen: Das Kenterungsverhältnis und die moderate Komfort-Ratio sprechen gegen den Einsatz auf Langstrecken, und das Sandwichdeck – obwohl es für ein gutes Kabinenklima sorgt – ist bei älteren Exemplaren dieses Konstruktionstyps der übliche Ort, an dem man auf Feuchtigkeitseintritt achten muss.
Refits und Unterhalt
Käufer einer gebrauchten Mamba 33 finden ein unkompliziertes 7/8-Rigg mit Standardmaßen für Fallen und Schoten: Großsegel- und Genuafallen von 104,7 Fuß mit 3/8-Zoll-Durchmesser, Fock- und Genuaschoten von 32,3 Fuß mit 1/2-Zoll-Durchmesser sowie eine Großschot von 80,8 Fuß Länge. Der 10-Gallonen-Dieseltank und der 18-PS-Yanmar definieren ein bescheidenes Hilfsmotorprofil, sodass sich das Refit-Konzept eher auf die Ausrüstung zum Segelhandling und die Überwachung des Deckskerns als auf eine Überholung des Antriebsstrangs konzentrieren sollte.
Das Fazit
Die Mamba 33 ist ein gut durchdachtes skandinavisches Küstenboot, das seine Hochseetauglichkeit gegen Geschwindigkeit bei leichtem Wind, viel Volumen und eine klare, moderne Rumpfform eintauscht. Sie belohnt den Segler, der ein schnelles, geräumiges Boot für Wochenendtörns sucht, mehr als denjenigen, der eine Weltumsegelung plant.
Vorteile
- Breiter, geräumiger Rumpf – komfortabler als bei 66 Prozent ähnlicher Konstruktionen
- Leicht überriggter 7/8-Slup mit hoher Geschwindigkeit bei leichtem Wind
- Bleifin-Kiel und massiver GFK-Rumpf mit Sandwichdeck für hohen Komfort in der Kabine
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Die Komfort-Ratio liegt nur bei 34 Prozent der Peer-Klassen im Vorderfeld
- Geringe Kraftstoff- und Wasserkapazität begrenzt die Reichweite auf Langstreckenfahrten









