Konstruktion und Bauweise
Die 26 S ist ein 25 Fuß 10 Zoll langer Einrumpfer mit einer Breite von 7 Fuß 10 Zoll und einer Verdrängung von 2.850 Pfund. Sie ist nicht mit Blei, sondern mit 1.200 Pfund Wasser ballastiert, das in einem getrennten Mittelwasserbereich unter dem Boden versiegelt ist – eine Maßnahme, die der Hersteller als alleinige Selbstaufrichtungsfähigkeit anpreist. Der Rumpf besteht aus massivem GFK; das Deck ist mit Sperrholzkern ausgeführt, eine Wahl, die Practical Sailor darauf hinwies, dass sie eher dazu neigt, Wasser aufzusaugen als Balsa. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist durchgebolzt, aber mit Schaumstoff-Dichtungen abgedichtet, die laut Berichten der Eigner zu Undichtigkeiten neigen. Im Inneren schränkt eine in den feuchten Matratzenkern eingepresste GFK-Innenschale den Zugang zum Rumpf ein. Die vertikalen Formflächen sind mit 8-Zoll-Gewebeverstärkung laminiert, jedoch ohne Rundungen, die einen tragenden Radius bilden würden. Es gibt keine strukturellen Schotten, die bei schwerer See die Lasten des Riggs aufnehmen könnten, und es gibt keinen tiefen Bilgenraum für eine Pumpe. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem leichten Rigg ausgestattet, das Gelenksalingen, Nico-gepresste Augen und Bolzenversteller anstelle von Wantenspannern verwendet. Ein einfaches Mastlege-System ermöglicht es einer Person, das Boot in etwa 45 Minuten aufzubauen – wobei nur fünf Minuten für das Zuwasserlassen und weitere fünf für das Aufstellen des Mastes benötigt werden. Das Segeln wird durch feste Bullseye-Genua-Führungen und breite Schotwinkel der an der Fußreling montierten Wanten eingeschränkt, was eine Nutzung der Genua am Wind ausschließt. Eigner stellten fest, dass das Boot sehr rank segelt, da der Ballasttank zu nah an der Wasserlinie liegt, und es krängt bei moderatem Wind mit ausgeprägter Luvgierigkeit unangenehm stark; erst bei voll abgesenktem Schwert und vollem Tank kehrt die angenehme Stabilität zurück. Das Reffen des Großsegels ist ab 12 Knoten Wind ratsam, und die Segelfläche des Vorsegels muss bei 6 bis 8 Knoten reduziert werden. Die Schwertführung ist nicht in die Plicht, sondern direkt zum Küchentresen geführt, sodass Einhandsegler die Pinne loslassen müssen, um das Schwert zu bedienen. Bei zusammengelegtem Ruder und Außenborder dreht sich das Boot fast auf seiner eigenen Länge, und die Manövrierbarkeit ist mit abgesenktem Schwert deutlich präziser. (1)
Unterbringung
Die Kabine erstreckt sich bis zum Heckkorb, und die Breite von 2,41 m mit hohem Freibord sorgt für einen großen Innenraum trotz geringer Stauraummöglichkeiten. Eine Doppelkoje mit den Maßen 1,83 m × 2,13 m befindet sich unter der Plicht und ist sehr komfortabel, während das komplett aus GFK bestehende Interieur leicht sauber zu halten ist. Standardmäßig hatte das Boot weder einen Tisch noch eine Kühlbox, und auch im Cockpit selbst ist aufgrund der niedrigen Rückenlehnen wenig Beinfreiheit vorhanden. Ein abnehmbarer Tisch wurde bei einem späteren Refit nachgerüstet, und der Raum unter der V-Koje wurde freigeräumt.
Bekannte Schwachstellen
Das Schwert hängt an einem 3/8-Zoll-Kreuzbolzen und lehnt seitlich am Schwertkasten ab, was zu einer inhärenten Spiel führt, die vor Anker für ständiges Schlagen sorgt, das nur durch das vollständige Einziehen des Schwerts zum Schweigen gebracht wird. Der Ballasttank füllt sich langsam und ist bei der Entleerung viel zu langsam. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist undicht, und Gelcoatrisse treten praktisch an jedem Decksbeschlag auf; einige Eigner berichten von Blasen im rutschfesten Gelcoat. Die Innenschale der vorderen Plichtwand ist so dünn, dass sie mit dem Ellbogen durchstoßen werden kann. Das abgelieferte elektrische System nutzte unverzinnten Draht mit Kabelisolierung und Drahtnippel-Verbindungen, und die meisten Originalverbindungen verwandelten sich innerhalb eines Jahres in Staub; die 24-Volt-Batterie hatte weder eine Abdeckhaube noch Schutzkappen für die Terminals.
Refits und Eignerschaft
Spätere Verbesserungen behoben die unpräzise Pinnenverbindung der Ruderpinne und öffneten den Raum unter der V-Koje, während eine Option für einen Baumniederholer und einen abnehmbaren Tisch geschaffen wurde. Der Trailer erhielt eine Hubstütze, und MacGregor baute eigene Trailern aus lackiertem Stahl; das Boot benötigt nur 38 cm Wasserstand zum Schwimmen und liegt sehr tief auf seinem Trailer. Der typische 8-PS-Langschaft-Außenborder wird am Spiegel montiert und ist für die meisten Bedingungen ausreichend; er lässt sich bequem über den Motorraum bedienen.
Das Fazit
Die 26 S ist ein pragmatischer Trailer-Sailer, der traditionellen Ballast und strukturelle Redundanz gegen geringes Gewicht, einfaches Trailern und eine geräumige Kabine eintauscht. Sie segelt akzeptabel, wenn man auf das Reffen und die Position des Schwerts achtet, aber ihre Rankheit und die leckanfälligen Verbindungen erfordern einen Eigner, der ihre Kompromisse akzeptiert.
Vorteile
- Wasserballast sorgt für Aufrichtfähigkeit und einfache Trailbarkeit
- Schnelles Maststellen und problemloses Slippen bei Niedrigwasser
- Geräumige Kabine mit großem Bett und leicht zu reinigendem Innenraum
Nachteile
- Rankes Ruderverhalten und langsame Ballastentleerung
- Undichte Rumpf-Deck-Verbindung und spröder Gelcoat
- Minimal strukturiertes Rigg und veraltete Frühverkabelung







