Design und Konstruktion
Die 4000 markierte eine Abkehr für die Marke Laser, indem sie sowohl für den Rumpf als auch für das Deck eine Schaumsandwich-Konstruktion einführte – ein Schritt weg vom massiven GFK, für das die Marke bekannt war. Frühe Bedenken, dass diese Methode die legendäre Robustheit der Laser untergraben könnte, erwiesen sich als unbegründet: Ein einjähriges Testboot zeigte einen hervorragenden Zustand, frei von den Dellen und Verformungen, die normalerweise mit Sandwichbauten verbunden sind, und sah nach einem Jahr intensiver Nutzung kaum abgenutzt aus. Das Ruder und das Schwert nutzen bewährte Laser-Technologie, wobei das Schwert identisch mit dem der 5000 ist. Das Deck ist ein selbstlenzender, offener Aufbau, und eine effektive Rutschfeste Beschichtung sorgt dafür, dass die Crew beim Quersprint stabil auf den Beinen steht. (1)
Rigg und Segelhandling
Das Rigg ist sorgfältig um einen Proctor Epsilon Mastdurchmesser herum entwickelt, an dem Hyde-Segel getragen werden. Das Großsegel mit Volllatten nutzt schweres, fiberglasverstärktes Mylar mit fünf Latten; die Fock ist ein Lattensegeltakelung aus Dacron mit zwei Latten; der asymmetrische Spinnaker ist nach moderner Mode kurzgetakelt und trägt drei Bergerelemente. Ein Gnav verlagert das Vorlastaufkommen hoch am Mast, wodurch die unteren Wanten für die Leistungskontrolle entscheidend sind, während Salingen mit fester Länge und werksseitig arretierten Verstellern die Trimmmöglichkeiten einschränken – eine Einschränkung, die unsichere Rigg-Einstellungen bei starkem Wind verhindert. Das Großsegel lässt sich leicht setzen, obwohl eine Crew es in die Vorliekführung einfahren muss, und beide Fallen lassen sich in einer Tasche auf dem Spinnakersack verstauen. Der Kite wird über ein Einleinen-System gestartet, wobei der Mast 30 Grad von der Mittellinie abgekippt ist, und das Bergen ist nicht schwieriger als das Setzen, wenn die Genua-Leinen des Mastes losgeworfen werden.
Gewichtseinstellung und Leistung
Gleiche Leistung bei unterschiedlichen Crewgewichten steht im Mittelpunkt der Philosophie des 4000. Leichtere Crews fügen Bleikorrekturen hinzu und verlängern die Salingen für mehr aufrichtendes Moment; schwerere Crews tragen weniger Blei, aber legen sich ins Rigg ein und geben Hebelwirkung ab. Eine einfache Tabelle zeigt das Rigg und den Ballast für das Startgewicht an, und Regatten nutzen das Crew Power Equalisation-System von Laser, um die Crews zu wiegen und Einstellungen zuzuweisen. Am Wind ist das Boot gut ausbalanciert mit einem leichten, feinfühligen Ruder und läuft leicht durch die Wellen; Kurven fahren sind eine Herausforderung und erfordern echtes Gewicht am Sprung, um abzufallen. Vor dem Wind ist das Segeln wild, aber das Kite trimmt sich leicht und bleibt stabil und gutmütig, mit nur wenig Leegierigkeit, es sei denn, die Schoten sind extrem übergespannt. (1)
Unterbringung und Decks-Layout
Für eine Regattajolle ist der Platz für die Crew klar und großzügig gestaltet. Die Geometrie des Gnav schafft viel Freiraum, an den sich die Crew schnell gewöhnt, und der Weg vom Fußreling zum Ständer ist unkompliziert und stolperfrei. Die Fußstrapsen lassen sich über die Länge verstellen, da sich der hintere Punkt nach hinten verschiebt, wenn die Ständer ausgefahren werden, und zwei vordere Befestigungspunkte passen zu verschiedenen Beinlängen. Das Auf- und Absteigen am Ständer ist einfacher, als man denkt, und das offene, selbstlenzende Deck sorgt dafür, dass Wasser ohne Probleme abfließt.
Bekannte Schwachstellen und Rigg-Hinweise
Das Rigg wird durch das Fehlen einer Mastklasse oder Vorstags erschwert; ein Trapez muss als provisorischer Vorstag dienen, bis die Fock gehisst ist. Es gibt keinen Fockroller, was die Crew auf der Sliprampe wachsam hält, obwohl das Boot ansonsten leicht mit Wagen und Trailer zu bedienen ist. Das Aufrichten nach einem Kentern ist unkompliziert – das Boot kippt schnell um, aber beide Crewmitglieder, die sich an einer Kante festhalten, können es aufrichten, und eine Person auf dem Schwert kann stabilisieren, während die Genua selbst bei querliegendem Rumpf einfach nach unten gezogen werden kann.
Das Fazit
Die Laser 4000 ist ein durchdacht konstruierter Ausgleich: ein Skiff-lite im Schaumsandwich-Konzept, das die reine Komplexität der 5000 gegen einfache Handhabbarkeit eintauscht, ohne an Geschwindigkeit einzubüßen. Ihre Klassengrundlage und die Regatta-Unterstützung machten sie zu einer wachsenden, gut organisierten Regattayacht, und frühe Berichte zur Materialbeständigkeit zerstreuten alle Zweifel am Material.
Vorteile
- Die Gewichtsverteilung der Crew ermöglicht es einer breiten Palette von Seglern, Regatten zu gewinnen
- Schnell und sicher am Wind; wild, aber kontrollierbar vor dem Wind
- Das Schaumsandwich hat sich bei frühen Booten als langlebig erwiesen
- Sauberes, geräumiges Deck mit effektivem Rutschfester
Nachteile
- Kein Mastausbau oder Vorstag erschwert das Aufriggen
- Keine Fockrolle
- Das Kurvenfahren erfordert Gewicht auf der Kante
- Die Einstellbarkeit des Festriggs begrenzt die Feinabstimmung


