Design und Konstruktion
Killing’s Rumpf zeigt eine ausgeprägte Kimm, die sich nach achtern erstreckt und mit moderatem Steig im Mittschiff flach zum Spiegel übergeht. Diese Form sorgt für gute Formstabilität und einen relativ stabilen Rumpf, ohne das Gleitpotenzial des Bootes einzuschränken. Die Stabilität im Hafen ist hervorragend, dennoch neigt derselbe Rumpf sehr schnell zum Gleiten. Mit einer Rigg-Gewicht von 290 Pfund und einer Breite von 5 Fuß 6 Zoll ist das Boot wesentlich widerstandsfähiger als ein Skiff, behält aber dessen Geschwindigkeitsappetit bei. Das Schwert ist tief und in einem Schwertkasten untergebracht, der nur sechs Zoll über den Cockpitboden hinausragt und gleichzeitig als ideale Fußstütze dient. Der gerundete Decksaufbau ist ergonomisch gut gestaltet. Ein offener Spiegel leert das Wasser aus dem Cockpit in Sekundenschnelle, erfordert jedoch vom Konstrukteur eine Ruderkrümme zur Montage des Ruders. (1)
Rigg und Handhabung
Die Fusion 15 verfügt über einen großen Segelplan von 142 Quadratfuß für Großsegel und Fock sowie einen asymmetrischen Spinnaker von 79 Quadratfuß, und wie ein Skiff trägt sie Mylar-Segel. Killing entschied sich für eine asymmetrische Genua statt eines normalen Spinnakers, um die Komplikationen einer herkömmlichen Takelage zu vermeiden. Das Bugprofil ist so weit nach hinten gezogen, dass der Wendepunkt der asymmetrischen Genua acht Zoll weiter vorne liegt als der der Fock – später als Clipperbug beschrieben, der den Wendepunkt acht Zoll vor dem der Fock verlegt. Die Fock ist rollbaren Genua-Rollanlagen mit einer selbstwendenden Harken-Schleppleine ausgestattet, wobei ein einzelnes Schot vom Fockkarren am Mast nach oben geführt wird und unter dem Baumniederholer auf einem drehbaren Klemmklampen endet. Die Genua wird durch einen sehr einfachen Bergeschlauch gesetzt. Eine selbstwendende, rollbare Fock ermöglicht das Einhandsegeln des Bootes, Regatten mit zwei Personen oder Tagestouren mit drei Personen. Das Boot kann problemlos einhand von einem guten Segler, einem Anfänger oder von zwei erfahrenen Seglern gesegelt werden. Der eloxierte Aluminiummast ist mit Harken- und Ronstan-Zubehör sowie computergesteuerten Anhängen – einem klappbaren Ruder und einem schwenkbaren Schwert – ausgestattet, die für Regattasegler unter strengen Einheitsklassen-Vorschriften stehen. (2)
Unterbringung und Cockpit
Es gibt keine Kabinen oder Kojen im eigentlichen Sinne; dies ist eine Daysailer- und Ausbildungsjolle mit einer Crew-Kapazität von ein, zwei oder drei Personen. Das Cockpit wird durch den Schwertkasten dominiert, der sechs Zoll über dem Boden des Cockpits hervorragt. Er dient als Fußstütze und als Befestigungspunkt für die Ausreitgurte, die im komfortablen Winkel am Schwertkasten montiert sind, um das Ausreiten der Crew zu erleichtern. Der offene Spiegel und der gerundete Decksaufbau sorgen für einen sicheren Arbeitsbereich und ein selbstlenzendes Boot. Der minimale Tiefgang von 5 Zoll bei aufgeholtem Schwert und 4 Fuß bei abgesenktem Schwert ermöglicht es, das Boot problemlos vom Trailern und flachen Rampen in die Leistung am Wind zu verlegen.
Bekannte Schwachstellen
Der offene Spiegel erfordert eine Ruderhuhne für die Montage – was eher ein Konstruktionsmerkmal als ein Fehler ist – und die unvollständigen Werftnotizen lassen die detaillierte Beschreibung des Slipanlasses aus.
Refits und Unterhalt
Das Boot wird nicht mehr hergestellt; die Produktion lief von 2000 bis 2004 mit etwa 100 gebauten Einheiten. Die ursprüngliche Werksausstattung umfasste im Basispaket Quantum Mylar-Segel, und der einfache Slipwagen sowie die Selbstwendefock bedeuten, dass sich der laufende Unterhalt eher auf den Segelschutz und die Schmierung der Beschläge als auf komplexe Systeme konzentriert. Die Einheitsklasse-Kontrollen halten eine Regattaflotte eng zusammen, während der langlebige Rumpf und das unkomplizierte Rigg für eine Segelschule oder eine Familie geeignet sind, die aus einem Beiboot aufsteigt.
Das Fazit
Die Fusion 15 ist eine seltene Erscheinung: Eine Jolle, die wirklich schnell und spaßig ist, aber dennoch so gutmütig für einen Anfänger mit einer erfahrenen Hand ist. Killings Rumpf verleiht ihr Stabilität und Gleitfähigkeit ohne die Klapprigkeit eines reinen Skiffs, und die Selbstwendefock mit asymmetrischer Genua macht das Segeln mit kleiner Crew zum Erlebnis und nicht nur zu einem Wunschtraum. Es ist ein in limitierter Stückzahl gebauter Entwurf, der sich seine Auszeichnungen und seinen Ruf als ideale Übergangsjolle bereits redlich verdient hat.
Vorteile
- Stabile Rumpfform mit hervorragender Liegestabilität im Hafen und echtem Gleitpotenzial
- Selbstwendende Rollfock und einfacher asymmetrischer Auslöser ermöglichen sicheres Segeln einhand oder mit einer kleinen Crew
- Offene Spiegel mit automatischem Selbstentwässern; tiefer Schwertkasten dient gleichzeitig als Fußstütze und Halterung für die Schwertschnalle
- Robuste Bauweise, die weit über die typische Anfälligkeit von Skiffs hinausgeht; Einheitsklassen-Regeln unterstützen das Regattasegeln
Nachteile
- Keine geschlossene Unterkunft; rein als Daysailer oder Ausbildungsboot konzipiert
- Produktion eingestellt; begrenztes Angebot auf dem Gebrauchtmarkt mit etwa 100 gebauten Exemplaren
- Der offene Spiegel erfordert eine Ruderkugel anstelle eines sauberen, am Spiegel aufgehängten Ruderblatts






