Design und Konstruktion
Der Rumpf von Groop ist aus massivem GFK gefertigt, mit einem ebenso konstruierten Deck aus massivem GFK – kein Kern, der verrotten kann, keine Balsa, die Feuchtigkeit aufsaugen würde. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 51 Prozent, bestehend aus reinem Blei im Flossenkiel, verleiht ihr ein Stabilitätsprofil, das sich im Kenterungsverhältnis von 1,81 als recht beruhigend für Fahrtensegler im Offshore-Bereich erwiesen hat. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 227 verschafft ihr einen Platz unter dem, was damalige Rezensenten als „gemäßigte Regattaboote“ bezeichneten – ein Etikett, das auf einen Rumpf hinweist, der weder träge noch nervös ist, sondern gebaut wurde, um eine Fahrtausrüstung zu tragen, ohne schwerfällig zu werden. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,30 und ein Tiefgang von fast 184 kg pro Zentimeter zeugen von einem Rumpf, der mit Absicht im Wasser steht: Sie trimmt gut mit Last, und die 30 Quadratmeter benetzte Oberfläche unter der Wasserlinie sind der physische Preis für dieses Volumen und diese Stabilität.
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg trägt einen Segelplan von rund 530 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 15,12 führt – genügend Segelfläche, um das Boot bei leichtem Wind in Fahrt zu bringen, ohne dass eine sportliche Crew erforderlich ist. Sie ist mit einem Flossenkiel gebaut, der je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 4,6 bis 4,9 Fuß hat. Dies ermöglicht es ihr, in flachen Marinas anzulegen, die für zeitgenössische Boote mit tieferem Flossenkiel unerreichbar bleiben, da der Tiefgang mit nur ca. 1,40 bis 1,50 Meter ausreicht. Das Skeg-aufgehängte Ruder bietet zusätzlichen Schutz für die Steueranlage im Falle eines Grundberührungen oder bei rückwärtslaufender See. Die geschätzten Schoten von Vorsegel und Genua haben eine Länge von 10,4 Metern mit 12 mm Durchmesser, eine Großschot von 26 Metern und Spinnakerschoten von 22,9 Metern – Maße, die dem Käufer zeigen, dass das laufende Gut einfach und konventionell für ein Boot dieser Länge dimensioniert ist. (1)
Leistung
Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei etwa 7,2 Knoten, wobei unter den richtigen Bedingungen ein berechneter Höchstwert von fast 7,9 Knoten erreicht wird. Ihr Komfort-Ratio von 27,1 deutet auf ein Seeverhalten hin, das die Wellen eher dämpft, anstatt dass jeder Kabbelwind an die Crew weitergeleitet wird – eine Eigenschaft, die auf einem für Langstrecken konzipierten Motorsailer wichtiger ist als auf einer Regattayacht für Tagestörns. Das Kenterungsverhältnis von 1,81 und der Ballastanteil von 51 Prozent beschreiben zusammen ein Boot, das viel Wind verträgt, ohne rank zu sein, und das gleichzeitig nicht so schwer ballastiert ist, dass es auf Wohnraum verzichtet.
Unterbringung
Unter Deck ist die Joemarin 34 mit einer Pantry und einer Toilette ausgestattet – dem absoluten Minimum an Wohnkomfort, das die Kategorie der Motorsailer vorsieht. Die Bezeichnung „Motorsailer“ selbst signalisiert ein Boot, bei dem der Motor kein bloßer Hintergedanke, sondern ein Partner zum Segelplan ist – ein Schiff, das Meilen machen soll, egal ob der Wind mitspielt oder nicht.
Refits und Eignerschaft
Das Boot kann mit einem Perkins-Dieselmotor mit 47 PS als Innenborder ausgestattet sein, einem robusten Hilfsmotor, der perfekt zum Konzept eines Motorsailers passt. Potenzielle Käufer sollten beachten, dass der Perkins optional und nicht standardmäßig aufgeführt ist, was bedeutet, dass frühe Rümpfe andere Maschinen tragen können. Der solide GFK-Rumpf und das Deck vereinfachen die Strukturgutachten: Ohne Kernmaterial sind klassische Delaminationsprobleme einfach nicht relevant.
Das Fazit
Die Joemarin 34 ist ein von Groop entworfener Motorsailer, der den sportlichen Glanz des Regattasports gegen die Substanz des Fahrtensegelns eintauscht. Ihr moderates Regatta-Verdrängungsprofil, ihr flacher Flossenkiel und ihre solide GFK-Bauweise machen sie zu einer vernünftigen Plattform für Käufer, die segeln und motoren wollen, ohne sich um Komplikationen kümmern zu müssen. Die moderate benetzte Fläche und die Komfort-Ratio deuten auf ein Boot hin, das zwar nicht schnell, aber komfortabel zur See geht.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf und Deck ohne Schwachstelle im Sandwichkern
- Flacher Flossenkiel öffnet flache Marinas und Ankerplätze
- 51-prozentiger Bleiballastanteil mit beruhigendem Kenterungsverhältnis
- Motorsailer-Layout mit Pantry und Toilette als Standardausrüstung
Nachteile
- Der optional statt serienmäßig angebotene Hilfsmotor erschwert die Prüfung vor dem Kauf
- Das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis schränkt die Leistung bei leichtem Wind im Vergleich zu reinen Regattabooten ein








