Design und Konstruktion
Die Rumpfform ist bewusst puristisch gehalten. Der Kiel ist einfach ein großer, gerader Flossenkiel – ohne Bulbkiel, ohne ausgeprägte Heckspitze, ohne geschwungene Kanten und ohne Fillets –, während das Ruder so weit wie möglich nach achtern verlegt wurde. Das Ruderblatt ist lang im Wurzelbereich mit geraden Vor- und Hinterkanten. Vorne signalisieren ein 54-Grad-Stemwinkel und eine vollständige Deckslinie eine ausladende Überwasserschiffsmantelung. Der Spiegel zeigt im Querschnitt einen Tangentenverlauf auf der Mittellinie. Die maximale Breite liegt bei Station 6, und die moderate Breite im Achterschiff ermöglicht es, das flache Unterwasserschiff unter Segeln effektiv zu nutzen. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 168 bei einer Wasserlinienlänge von 32,5 Fuß ist die J/39 leicht genug, um lebendig zu wirken, und dennoch substanziell genug für Fahrtensegler. Zudem eignet sich die Rumpfform potenziell hervorragend für eine Vielzahl von Regattaformaten. (1)
Über der Wasserlinie ist das Deck auf Funktionalität ausgelegt. Breite, freie Seitendecks bieten hervorragende Winkel für das Schotenlegen und erleichtern die Bewegung im Vorschiff und Achterschiff. Die Plicht verzichtet jedoch völlig auf Rückenlehnen und Sülls – eine Entscheidung, die die Arbeitsbereiche frei hält, jedoch auf Komfort beim Entspannen verzichtet.
Rigg und Handhabung
Die J/39 ist mit einem hohen Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 23,3 und eine Segelfläche von 804 Quadratfuß bietet. Zurückschlagende Doppel- und Dreifach-Salingen kombinieren Längssteifigkeit mit Quersteifigkeit, und das Rigg ist so gebaut, dass es arbeiten kann: Das Tragen der unteren Wanten locker sorgt für Mastbiegung, während das Anspannen der unteren Wanten dieses Potenzial verringert. Auf der Regattabahn ist das Boot sehr schnell und segelt gegen einige sehr exotische IMS-Konkurrenzboote gut – ein Beweis für die Effizienz des geraden Flossenkiels, des nach achtern verlegten Spatenruders und des flach laufenden Rumpfes. (1)
Unterbringung
Unter Deck übertrifft der Innenraum die IMS 100-Punkte-Vorschriften und ist in weißem Formica mit Teakholz-Akzenten ausgeführt – attraktiv und praktisch statt prunkvoll. Die Aufteilung spiegelt das Konzept eines Regatta-/Fahrtenyachts wider: genügend Volumen und Komfort für längere Aufenthalte, aber diszipliniert genug, um das Boot leicht und schnell zu halten. Die Wasserkapazität von 38 Gallonen und der Kraftstofftank von 25 Gallonen unterstützen das Küstensegeln, ohne die Leistungseigenschaften einzuschränken.
Bekannte Schwachstellen
Das am stärksten dokumentierte Manko im Komfort ist das Fehlen von Cockpitsülls und Sitzschalen. Dies ist ein Problem beim Anker liegen, wenn man einen bequemen Platz zum Sitzen und Lesen in der Plicht sucht, da es entlang der Seitendecks oder der Sitze im Spiegel keine integrierte Rückenlehne gibt.
Das Fazit
Die J/39 ist eine konzentrierte Regatta-/Fahrtenyacht, die auf beiden Seiten ihrer Aufgaben brilliert: ein wirklich schneller Rumpf mit einem biegsamen, steifen Rigg und einem klaren Deck, kombiniert mit einem Innenraum, der die Mindestanforderungen für Regatta-Ausrüstung erfüllt und dennoch wohnlich bleibt. Der Kompromiss ist eine spartanische Plicht, die die Segelhandhabung über das Entspannen stellt.
Vorteile
- Sehr schnell gegen exotische IMS-Konkurrenz mit einem 23,3er SA/D-Rigg
- Gerader Flossenkiel und Spatenruder im Heck sorgen für einen effizienten, regelkonform flexiblen Rumpf
- Der Innenraum übertrifft die IMS-Standard von 100 Punkten mit einer praktischen Formica-und-Tek-Finish
- Breite, aufgeräumte Seitendecks erleichtern das Schotenlegen und die Bewegung
Nachteile
- Keine Cockpitsülls oder Sitzflächen – unbequem vor Anker zum Lesen
- Bescheidene Kapazitäten von 25 Gallonen Kraftstoff und 38 Gallonen Wasser für Langstreckenfahrten









