Design und Rumpfform
Der Rumpf wurde am Computer gezeichnet, und die daraus resultierende Form ist eindeutig volumenorientiert. Sie weist eine große Breite in der Wasserlinie auf, begleitet von massiven Überwasserschiffswänden, die sich zur Mittellinie hin verjüngen und dann abrunden. Diese Geometrie sorgt zusammen mit dem moderaten Tiefgang von 5 Fuß 5 Zoll für eine hervorragende Anfangsstabilität und eine Plattform, die auch unerfahrenen Crews nichts zumutet. Der Kiel ist ein flacher Flossenkiel, dessen Profil an beiden Enden schmaler wird und dessen Vorderkante stark nach achtern geneigt ist. Ein Teil-Skeg stützt das Ruder und bietet sowohl ein ausreichendes Balancefeld als auch zwei Lagerpunkte für direkten Rudereinsatz. Die moderate Segelfläche von 856 Quadratfuß bei einem SA/D-Verhältnis von 16,0 deutet auf ein Boot hin, das eher für komfortables Fahrtensegeln als für das Aufholen von Bojen gebaut wurde. (1)
Rigg und Handhabung
Die Handhabung beginnt damit, dass ihre Länge über alles niedrig genug ist, sodass sie in engen Häfen nie eine Herausforderung darstellt – ein echter Vorteil an stark frequentierten Stegen. Das stehende Gut basiert auf einer Ein-Saling-Konfiguration mit mittleren Salingen, und die Querstrahlen sind in starken Winkeln gesetzt, was dazu beitragen sollte, die Mastbiegung unter Last kontrolliert zu halten. Die Vorliek des Vorsegels liegt sehr hoch, und die Gesamthöhe des Riggs bleibt deutlich unter dem Freihaltungslimit der Intracoastal Waterway, sodass der Durchgang unter festsitzenden Brücken ohne Probleme möglich ist. Unter Motor sorgt der Yanmar-Diesel mit 44 PS für ausreichend Vorsprung beim Anfahren und Manövrieren, um auch das schwere 25.000-Pfund-Rumpfboot problemlos zu bewegen.
Unterbringung
Mit einer Länge von 43 Fuß 6 Zoll ist die Irwin 44 die perfekte Größe für zwei Paare, um komfortabel zu segeln, und das Interieur bietet genügend Platz für angemessene Privatsphäre. Beide Kabinen haben direkten Zugang zu Nasszellen mit Duschkabine – eine Aufteilung, die die unangenehmen Verhandlungen über die gemeinsame Nasszelle vieler Mittelcockpit-Entwürfe vermeidet. Die Pantry erstreckt sich entlang des Durchgangs neben der Plicht, was das Kochen nahe dem Niedergang für gute Belüftung und Seeverhalten sorgt. Eine bewusste Entscheidung war es, die Achterkabine nicht bis zum Spiegel durchzuziehen; stattdessen endet das Heck etwas früher, um einen großen Badeplattform-Schritt mit einer integrierten Gangway zu bieten, die ideal für Liegeplätze im mediterranen Raum ist, bei denen man von achtern anlegt. Diese Entscheidung bringt jedoch den Hauptsalon auf der Strecke: Die Bank und der Tisch sind der schwächste Punkt der Aufteilung, da nur vier Personen um den Tisch herum Platz finden, und selbst diese vier sind eng zusammengedrängt.
Bekannte Schwachstellen
Der einzige dokumentierte Mangel im ursprünglichen Layout ist die Sitzgelegenheit im Salon. Die Bank und der Tisch sind für die ansonsten großzügige Gästekapazität des Bootes zu klein. Dadurch sind Mahlzeiten im Sitzen auf vier Personen begrenzt, und der vierte Platz ist sehr eng. Dies liegt daran, dass die Achterkabine nach vorn verlegt wurde, um die Badeplattform am Spiegel zu schaffen, wodurch Breite im Salon zugunsten von Bequemlichkeit beim Zugang zum Heck geopfert wurde. Der Kritikpunkt betrifft rein die Aufteilung des Wohnraums.
Das Fazit
Die Irwin 44 ist eine durchdacht volumenreiche Fahrtenyacht, die einfache Handhabung und Privatsphäre für zwei Paare über den Salonraum der Großzügigkeit stellt. Ihr breiter Rumpf mit hoher Wasserlinie und ihr flacher Flossenkiel sorgen für berechenbare Stabilität, und das ICW-taugliche Rigg macht sie zu einem praktischen Boot für Küstentörns. Der Heckkorb ist ein echter Gewinn für das Liegen im Mittelmeer, aber Käufer, die größere Crews unter Deck beherbergen, sollten die enge Dinette gegenüber dem ansonsten geräumigen Innenraum abwägen.
Vorteile
- Dank einer LOA von 43'6" leicht im Hafen zu manövrieren
- Zwei Kabinen mit jeweils eigener Nasszelle mit Toilette und Dusche
- Hervorragende Anfangsstabilität durch den breiten Rumpf mit großer Wasserlinienbreite
- Rigghöhe liegt unter dem ICW-Limit mit der hohen Fock
- Integrierter Badeplattform-Sprungkasten am Heck und Gangspanklamp für Liegeplätze im Mittelmeer
Nachteile
- Die Salonbank und der Tisch bieten nur Platz für vier Personen, und zwar sehr eng
- Durch den vorgezogenen Achterkajütaufbau geht Platz im Salon zugunsten einer Stegschiene am Spiegel verloren










