Design und Konstruktion
Die 39 PH teilt sich den Rumpf mit der HC 38 MKII – ein nützlicher Hinweis darauf, dass die Pilothouse-Variante eher eine Weiterentwicklung im Bereich des Wohnkomforts als ein Entwurf von Grund auf neu ist. Der Rumpf selbst besteht aus massivem GFK über einer Langkiel-Form, mit einer Wasserlinie von 33 Fuß bei einer Länge über alles von 46 Fuß und einer bescheidenen Breite von 12,5 Fuß. Dieses Verhältnis von Breite zu Länge, kombiniert mit dem Tiefgang von 6 Fuß des Langkiels mit angehängtem Ruder, verleiht dem Boot die Kursstabilität und das Innenraumvolumen, die für die traditionellen Fahrtenyachten dieser Marke typisch sind. Ihre Komfort-Ratio von 39,98 und ihr Kenterungsverhältnis von 1,66 unterstreichen das Bild eines Bootes, das eher auf Stabilität auf See als auf Geschwindigkeit um die Bojen ausgelegt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Ives spezifizierte ein Kutterrigg, was auch der veröffentlichte Segelplan bestätigt: Eine angegebene Segelfläche von 1.015 Quadratfuß umfasst das Großsegel und eine 120-prozentige Genua mit Anker, wobei das Vorsegeldreieck auf einem I von 15,54 Metern und einem J von 6,25 Metern aufgebaut ist und das Großsegel durch ein P von 14,53 Metern und ein E von 4,72 Metern angetrieben wird. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,86 und eine S# von 1,50 bestätigen einen moderaten, leicht zu handhabenden Hochseekutter. Mit einer Rumpfgeschwindigkeit von 7,70 Knoten und einem Verdrängungsverhältnis (PPI) von 1.474 belohnt sie ein geduldiges, ausgewogenes Segeln – die Zahlen beschreiben ein Boot, das seine Last ohne Drama trägt, aber nicht hetzen lässt. (1)
Unterbringung und Tankkapazitäten
Das Pilothouse-Format ist die entscheidende Wahl für die Aufteilung unter Deck, da es das Steuerhaus und den Niedergang in ein geschütztes Innenraumvolumen hebt, das sich für kalte oder nasse Passagen eignet. Die praktischen Konsequenzen des schweren Rumpfes sind unübersehbar: 950 Liter Kraftstoff (250 Gallonen) und 380 Liter Wasser (100 Gallonen) verleihen der 39 PH die Autarkie, die man von einer Blauwasser-Fahrtenyacht dieser Größe erwartet. Die Deckslänge von 37,75 Fuß, die aufgrund der langen Überhänge, die typisch für den Stil von Ives sind, kürzer ist als die LOA von 46 Fuß, hält die Proportionen der Arbeitscockpit und des Vordecks im traditionellen Fahrtenyacht-Stil.
Das Fazit
Die Hans Christian 39 Pilothouse ist eine konsequent traditionell gebaute Fahrtenyacht: schwer, kursstabil und mit großzügig dimensionierten Tanks ausgestattet. Ihr Kutterrigg und der gemeinsame Rumpf der HC 38 MKII zeugen von einer evolutionären statt experimentellen Konstruktion. Sie ist ein Boot für Segler, die Seetüchtigkeit und geschützte Törns im Steuerhaus über reine Geschwindigkeit stellen.
Vorteile
- Langkieler Rumpf aus massivem GFK mit 37,29 % Ballastanteil für hohe Stabilität auf See
- 250 Gallonen Kraftstoff- und 100 Gallonen Wasserkapazität für lange Autarkie
- Kuttertakelung mit Großsegel und 120 % Genua mit insgesamt 1.015 Quadratfuß Segelfläche, gut handhabbar durch ein moderates SA/d-Verhältnis von 17,86
- Pilothouse-Layout, das auf dem bewährten Rumpf der HC 38 MKII basiert
Nachteile
- Schwere Verdrängung und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 342 begrenzen die Leistung bei leichtem Wind
- Die LOA von 46 Fuß bei nur 33 Fuß Wasserlinie und einer Breite von 12,5 Fuß sorgt für viel Volumen, aber wenig Agilität







