Design und Konstruktion
Morgans Weg zur Columbia 40 führte über die Paper Tiger, die 1961 und 1962 die Southern Ocean Racing Circuit-Gesamtwertung gewann, und die Sabre, der Prototyp, aus dem das Serienboot wurde. Die ungewöhnlichste strukturelle Entscheidung war ein Stahlgerippe, das in den GFK-Rumpf eingegossen wurde. Dies war nicht nur zur Versteifung gedacht: Das Stahlrohrgerüst wurde so gebaut, dass es die Lasten des stehenden Guts aufnimmt und sie durch die Rumpfschotten und die Decksstruktur leitet. Die Columbia 40 ist möglicherweise das einzige Modell der Reihe, bei dem ein Stahlgerüst sowohl zum Verstärken des Rumpfes als auch – und das ist wichtiger – zum Aufteilen der Last der Wanten verwendet wird. Der Rumpf selbst besteht aus massivem GFK mit Holzverzierungen und trägt 8.400 Pfund Bleiballast im Inneren eines festen Langkiels und eines hydraulisch aufholbaren Schwerts. (2)
Rigg und Handhabung
Das Standardrigg ist eine Masttoppslup, obwohl nach Beginn der Produktion auch eine optionale Yawl-Konfiguration mit Besan angeboten wurde. Ein 7/8-Zoll-Schienenmast und -baum tragen ein 347 Quadratfuß großes Großsegel und eine 167-prozentige Genua von 544 Quadratfuß. Der Tiefgang bei aufgeholtem Schwert beträgt 4 Fuß 6 Zoll, bei abgesenktem Schwert 9 Fuß, sodass das Boot je nach Bedingungen die benetzte Fläche gegen lateralen Grip eintauschen kann. Das Schwert wurde über eine Hydrauliksteuerung aus der Plicht bedient. Da es hydraulisch betätigt wurde, war es dafür ausgelegt, auf raumen Kursen angehoben zu werden, um den Widerstand wie bei einer Jolle zu verringern. Die Werft gab eine CCA-Wertung von fast 26,0 an, während ein vom Eigner gemeldeter PHRF-Wert von 167 sie unter den Regatta-/Fahrtenyachten dieser Ära mit moderatem Tempo einordnet. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet das Boot Platz für sieben Personen mit einer separaten Nasszelle im Vorschiff direkt achterlich der V-Koje und einer Privatschott-Tür. Die Pantry befindet sich an Backbord am Fuß des Niedergangs und ist mit einem dreiflammigen Herd ausgestattet. Der Salon verfügt über einen Salontisch, der zu einer Doppel- und einer Einzelkoje umgebaut werden kann. Als weitere Besonderheiten wies die Werft auf einen einzigartigen Navigatorstisch und eine vollständige Pantry hin, wobei ein 30 PS starker Universal Atomic 4 Benzinmotor als Standardausrüstung diente. (2)
Bekannte Schwachstellen und Varianten
Rumpf #44 trägt nach Angaben des Eigners ein originales Foss-foam-Spatenruder mit einem Ruderbolzen, der eher nach achtern als nach vorn geneigt ist – eine werksseitige Nachrüstung, die nicht typisch für das am Kiel aufgehängte Ruder ist, das in den Basisdaten beschrieben wird. Die Angaben zum Ballast schwankten in der Verkaufsunterlage stark: 6.430 Pfund auf einem Prospekt von 1963, 7.300 in einer Broschüre von 1964, 7.400 auf einem Entwurf von 1967 und 8.400 im Jahr 1966. Daher sollte die Bleiladung eines bestimmten Rumpfes immer mit den entsprechenden Unterlagen abgeglichen werden. (1)
Das Fazit
Die Columbia 40 ist ein echtes Allround-Boot, dessen Regatta-Herkunft rein funktional und nicht nur kosmetisch ist. Die Struktur mit Stahlrahmen verlieh ihr eine Lastverteilung, die für ihre Epoche ungewöhnlich gut durchdacht war. Das Schwertkonzept und das Innenraum-Layout mit sieben Kojen machen sie zu einem vielseitigen Kandidaten für den Gebrauchtbootmarkt, wobei der Käufer bei den Benzin-Atomic 4-Antrieben und hydraulischen Schwertsystemen sorgfältig vorgehen sollte.
Vorteile
- Direkte Konkurrenz-Linie von Paper Tiger über Sabre bis zu einem bewährten SORC-Sieger
- Stahlrahmen verteilt die Lasten der Wanten über Rumpf und Deckstruktur
- Hydraulisches Schwert für variablen Tiefgang und reduzierte Abdrift-Widerstände
- Siebenschlafplatz-Layout mit separater Nasszelle und eigener Navigatorstation
Nachteile
- Benzinmotor Universal Atomic 4 als Standardantrieb
- Nachgewiesene Schwankungen pro Boot bei Ruderart und Ballastgewicht
- Optionale Yawl- und Spatenruder-Exemplare erschweren die Überprüfung der technischen Daten







