Giles 38 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Laurent Giles·1972·Moody's / P.P. Marine Sales
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · langkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
38.83' · 11.84 m
Verdr.
24.185 lbs · 10.970 kg
Erstes Baujahr
1972

Die Giles 38 ist ein LangkielEntwurf für Hochseefahrten, der Anfang der 1970er Jahre von Laurent Giles entworfen wurde und bis heute zu den am besten durchdachten kleinen BlauwasserFahrtenyachten ihrer Ära gehört. Sie wurde als tiefbödiger, aber schmaler Rumpf gebaut und erschien als Giles 38 mit einem traditionellen Spiegel. Ihre Maße – etwa 39 Fuß 9 Zoll Länge über alles (LOA), 30 Fuß 6 Zoll Länge in der Wasserlinie (LWL), 11 Fuß 1 Zoll Breite und ein Tiefgang von 5 Fuß 4 Zoll – stehen zu einer Verdrängung von fast 23.520 Pfund, was ihr die Masse und die Kursstabilität verleiht, die man von einer ernsthaften Seeyacht erwartet.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
38,83 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
30,58 ft
Breite
11 ft
Tiefgang
5,33 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Langkiel
Ruder
1× Am Spiegel aufgehängt
Ballast
(Eisen)
Verdrängung
24.185 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
754 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,42
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
377,56
Komfort-Ratio
46,38
Kenterungsverhältnis
1,52
Rumpfgeschwindigkeit
7,41 kn

Design und Konstruktion

Die Giles 38 wurde als elegante Langkiel-Fahrtenyacht für die Offshore-Schifffahrt und nicht als Boot für Wochenendtörns entlang der Küste konzipiert. Ihre tiefen, aber schmalen Rumpfformen wurden bewusst für den Einsatz auf See optimiert, und auch die Innenraumaufteilung folgt diesem Konzept. Da das Boot von verschiedenen Werften laminiert und ausgerüstet wurde, gibt es zwischen den einzelnen Exemplaren geringfügige Unterschiede in der Aufteilung und der Bauqualität – ein wichtiger Punkt, den man bei der Vergleich von Booten berücksichtigen sollte. Der massive GFK-Rumpf und Deck, der Eisenballast und das am Spiegel aufgehängte Ruder spiegeln eine einfache, traditionelle Bauweise wider, bei der im Register keine strukturellen Neuheiten angegeben sind. (1)

Rigg und Steuerung

Das Rigg war konservativ ausgelegt, mit Blick auf die Unvermeidlichkeit von schwerem Wetter und auf die Verdrängung des Bootes skaliert und nicht auf Regattaambitionen. Die Steuerung erfolgte über ein am Spiegel aufgehängtes Ruder, das serienmäßig mit einer Pinne gesteuert wurde, obwohl einige Boote stattdessen eine Radsteuerung besaßen. Diese Kombination aus Langkiel, moderatem Tiefgang und einem konservativen Masttopprigg spricht eher für ein berechenbares Handling auf See als für glänzende Leistung am Wind bei leichtem Wind.

Unterbringung

Unter Deck war die Giles 38 eher für das Leben auf See als für das Vergnügen im Hafen ausgelegt. Sie bot eine gute Anzahl an Seekojen, eine Pantry, die so gebaut war, dass sie auch bei Seegang sicher bleibt, und einen geräumigen Kartentisch, der nach außen ausgerichtet direkt vor einer Achterkoje positioniert ist – eine Anordnung, die es dem Navigator ermöglicht, im Einklang mit der Plicht zu arbeiten. Die Nasszellen waren für ihre Bootsklasse von angemessener Größe und lagen direkt vor dem Salon. In allen Bereichen gab es reichlich Stauraum, was längere Törns ohne den unübersichtlichen Durcheinander ermöglicht, der den Komfort auf See beeinträchtigt.

Das Fazit

Die Giles 38 ist eine durchdacht konstruierte traditionelle Hochsee-Fahrtenyacht, deren Innenraum echte Seetüchtigkeit im Vordergrund steht. Sie bietet sichere Bereiche und reichlich Stauraum, auf die viele spätere Entwürfe zugunsten von mehr Volumen verzichtet haben. Das konservative Rigg und der Langkiel-Rumpf belohnen Segler, die Planbarkeit über Geschwindigkeit stellen. Die Vielfalt, die durch verschiedene Ausbauwerften entsteht, ist eher ein kleiner Nachteil als ein Mangel. Sie ist ein absolut zuverlässiger Kandidat für anspruchsvolle Törns in erfahrenen Händen.

Vorteile

  • Langkiel-Offshore-Design von Laurent Giles mit seegängig optimiertem Innenraum
  • Viele Seekojen, sichere Pantry, großer nach außen gerichteter Kartentisch
  • Konservatives Rigg, das für schweres Wetter konzipiert ist
  • Viel Stauraum im gesamten Boot

Nachteile

  • Geringfügige Unterschiede in der Aufteilung und Bauqualität zwischen den Werften
  • Der schmale Rumpf begrenzt das Innenraumvolumen im Vergleich zu breiteren Fahrtenyachten späterer Jahre

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