Design und Konstruktion
Die Freedom 39 misst eine Länge über alles von 39 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 31 Fuß, mit einer Breite von knapp unter 13 Fuß und einer Verdrängung von fast 18.500 Pfund, die durch 5.300 Pfund Bleiballast ausgeglichen wird. Diese Proportionen ordnen sie in eine Fahrtenkategorie ein, in der ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von etwa 29 Prozent und ein Kenterungsverhältnis von 1,94 ein Boot beschreiben, das eher für Stabilität auf See als für maximale Geschwindigkeit gebaut wurde. Ihr Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, und das Deck ist ebenso massiv statt sandwichkonstruiert – eine Konstruktionsentscheidung, die einen häufigen Schwachpunkt von Booten mit Sandwichdeckern dieser Ära ausschließt. Die verwandte PH-Variante teilte sich diesen Rumpf, sodass sich die Standard-39 durch ihr oben genanntes Rigg unterscheidet.
Rigg und Handhabung
Was die Freedom 39 von herkömmlichen Fahrtenyachten unterscheidet, ist ihr Cat-Rigg-Ketsch-Layout mit zwei freistehenden Carbonmasten und konventionellen Carbonbäumen. Das Fehlen eines stehenden Guts vereinfacht die Segelhandhabung und reduziert die Komplexität des Riggs an Deck, während das Doppelmast-Layout die Segelfläche von 818 Quadratfuß auf überschaubare Teile aufteilt. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 18,71 und einer Rumpfgeschwindigkeit von fast 7,5 Knoten ist das Boot eine Fahrtenyacht mit moderater Verdrängung, deren Potenzial für kleine Crews direkt aus dem unverstagten Rigg resultiert. Der geneigte Vorsteven und der leicht negativ gestaltete Spiegel verleihen ihr eine moderne Silhouette, und das Skeg-aufgehängte Ruder sorgt für stabile Steuerwirkung. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Freedom 39 Platz für sechs Personen. Eine separate Doppelkoje befindet sich achtern unter der Plicht an Steuerbord, während die Bugkabine eine Doppelkoje und der Salon zwei Wachkojen anbietet. Die Nasszelle liegt direkt achterlich der Bugkabine auf Steuerbordseite, wodurch der Schlafbereich im Vorschiff vom Nassbereich getrennt ist. Die Pantry ist U-förmig und an Backbord am Fuße der Niedergangsstufen positioniert. Sie ist mit einem dreiflammigen Herd und doppelten Spülbecken ausgestattet – ein funktionierendes Kochdreieck, das so platziert ist, dass sich der Koch bei Bewegungen auf der Niedergangstreppe abstützen kann. Da das Cockpit über dem Achterdeck liegt, ist die Doppelkoje an Steuerbord in die Heckstruktur eingebettet und nicht offen zum Hauptsalon hin geöffnet. Diese Aufteilung opfert den gemeinsamen Durchgangsbereich zugunsten der Privatsphäre der Eignerkabine. (1)
Das Fazit
Die Freedom 39 ist eine durchdacht konzipierte Fahrtenyacht, deren freistehendes Carbon-Rigg die Wartung und Komplexität des traditionellen stehenden Guts eliminiert und gleichzeitig die Flexibilität eines Ketsch-Riggs beibehält. Die solide GFK-Bauweise von Rumpf und Deck vermeidet Schwachstellen von Sandwichstrukturen, und das Konstruktionspapier von Ron Holland und Gary Hoyt hat ein moderat verdrängendes Boot mit sechs Kojen und einer praktischen U-förmigen Pantry hervorgebracht. Die verwandte PH teilt sich zwar den Rumpf, aber das Cat-Ketsch-Rigg der Standard-39 prägt ihren Charakter.
Vorteile
- Zwei freistehende Kohlefasermaste mit herkömmlichen Bäumen vereinfachen das Rigg und die Segelhandhabung
- Solider GFK-Rumpf und Deck statt einer Sandwich-Konstruktion mit Kern
- Sechs-Koje-Layout mit einer privaten Doppelkoje in der Achterkabine und einer U-förmigen Pantry an Backbord
Nachteile
- Ketsch mit Cat-Rigg und unverstagtem Rigg begrenzt herkömmliche Upgrades des Segelplans und die für viele Crews vertraute Trimmbarkeit








