Design und Konstruktion
Der interne Ansatz von Alliaura Marine führte zu einem Rumpf mit einer sehr ausgeprägten Kimm im Achterschiff, die der Konstrukteur zur Erhöhung des Innenraumvolumens in den Achterkabinen nutzen wollte. Das hohe Freibord und die weit nach achtern getragene Breite verleihen der 48 einen keilförmigen Fußabdruck auf dem Wasser, während die Kielschwert-Konfiguration das Boot bei aufgeholtem Schwert flachwassertauglich macht und es abgesenkt auf einen Tiefgang von 3,08 Metern (10 Fuß 1 Zoll) bringt. Kurze Doppelruder und ein massiver GFK-Rumpf mit Eisenballast ordnen sie eher in die moderne Fahrtenyacht-Ästhetik als in die Balsa-Sandwich-Bauten aus der Kirie-Ära der 1980er Jahre.
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist ein typisches, nach hinten gepfeiltes 7/8-Rigg mit zwei Salingen und außenliegenden Püttingen. Ein Selbstwendefock-Schiene verläuft auf der Vorderseite des erhöhten Kajütaufbaus, ist jedoch selbst etwas kurz bemessen. Die Großschot ist an der Bimini-Struktur über der Plicht montiert, und die Primär- sowie Fallwinschen befinden sich direkt neben den Steuerständen für eine einfache Bedienung mit kleiner Crew. Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 19,23 nach Werftangaben ordnet sie im moderaten Leistungsbereich für Fahrtenyachten ein. Der sehr kurze Bugspriet hält den Anker frei von der vertikalen Vorsteven, ohne die Wasserlinie zu verlängern.
Unterbringung
Käufer konnten zwischen drei Kabinenaufteilungen wählen. Das Zwei-Kabinen-Layout bietet Doppelkojen in der Vorschiffskabine und der Achterkabine, wobei sowohl die Bug- als auch die Hecktoilette mit einer Dusche ausgestattet sind. Die Achterkabinen profitieren von der enormen Breite im Heck und sind dadurch sehr gut nutzbar. Der vordere Bereich kann in zwei kompakte Kabinen unterteilt werden, wobei die Backbordkabine über übereinander angeordnete Kojen verfügt, oder das Achterschiff kann für ein Vier-Kabinen-Layout aufgeteilt werden, während man bei der Vorschiffskabine bei der Zwei-Kabinen-Variante bleibt. Ein kleiner Sonderfall: Die Vorschiffskabine verfügt über keine Kleiderschränke. Im Salon befindet sich an Steuerbord eine geräumige Navigationsecke und an Backbord eine große Pantry, die einen nach vorn öffnenden Kühlschrank im Heck mit reichlich Stauraum für Schränke beherbergt.
Cockpit und Decks-Layout
Das große Cockpit bietet zwei vordere Steuerräder und achtere Sitzbänke, die auf eine breite und tiefe Badeplattform führen. Das Deck ist mit acht Luken und einer markanten Einbuchtung im Überwasserschiff mit ungewöhnlichen Rumpffenstern ausgestattet. Der kurze Bugspriet, der Selbstwendefock-Schienen auf dem Achterdeck und die Winschen direkt neben den Steuerständen machen das Arbeitsdeck kompakt und übersichtlich. (1)
Das Fazit
Die Feeling 48 ist ein zielgerichtetes Fahrtenboot, dessen Schwert, breiter Keilrumpf und flexibles Drei-Kabinen-Layout sie zu einer vielseitigen Wahl für Küsten- und Offshore-Törns machen. Der Knickspant-Rumpf und das weit achtern liegende Spant opfern etwas klassische Eleganz für echtes Kabinenvolumen, und der geringe Tiefgang bei aufgeholtem Schwert erweitert ihre Reviergrenzen.
Vorteile
- Das Schwert sorgt für einen Tiefgang von 4'2" aufgeholten und 10'1" abgesenkten Zustand
- Drei verschiedene Layouts inklusive einer Option mit vier Kabinen
- Die Achterkabinen profitieren von der enormen Breite, die weit nach achtern getragen wird
- Doppelradsteuerung, nahegelegene Winschen und Selbstwendefock erleichtern das Segeln mit kleiner Crew
Nachteile
- Die Vorschiffskabine verfügt über keine Kleiderschränke
- Der Schotführung der Selbstwendefock ist auf der kurzen Seite
- Das markante Design mit hohem Freibord und ungewöhnlichen Fenstern ist nicht jedermanns Sache







