Express 26 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Walter H. Scott·1978·New Bombay Trading
Express 26 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · schwert
Rigg
7/8-Slup
LOA
26' · 7.92 m
Verdr.
7.500 lbs · 3.402 kg
Erstes Baujahr
1978

Die Bombay Express 26 ist ein Entwurf aus den späten siebziger Jahren des maritimen Architekten Walter H. Scott, gebaut von der amerikanischen Werft New Bombay Trading Co. Als 26FußSlup mit 7/8SlupTakelung und einem Kiel mit Schwertstummel befindet sie sich an einer interessanten Kreuzung zwischen trailerbaren Fahrtenyachten mit geringem Tiefgang und Regattayachten mit moderater Leistung. Ihre dokumentierten Werte erzählen eine klare Geschichte darüber, was Scott im Sinn hatte.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
26 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
24,08 ft
Breite
10,5 ft
Tiefgang
5,75 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Schwert
Ruder
1× —
Ballast
2.500 lbs (Blei)
Verdrängung
7.500 lbs
Wasserkapazität
40 gal
Kraftstoffkapazität
15 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
32 ft
Unterliek Großsegel
16,8 ft
Vorsegeldreieck Höhe
27,7 ft
Vorsegeldreieck Basis
10,1 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
29,48 ft
Segelfläche
412 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
17,2
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
33,33
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
239,8
Komfort-Ratio
20,51
Kenterungsverhältnis
2,15
Rumpfgeschwindigkeit
6,58 kn

Design und Konstruktion

Scott entwarf die Express 26 um einen massiven GFK-Rumpf mit einem Festkiel/Hubkiel herum, was ihr einen lastabhängigen Tiefgang von etwa 2,33 bis 2,63 Fuß ermöglicht – eine Kombination aus Festkiel und Hubkiel, die das Boot in flachen Marinas problemlos auf den Trockenen legen lässt. Die Breite beträgt großzügige 10,5 Fuß bei einer Länge von 26 Fuß, was zu einem Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 2,47 führt, das sie für ihre Größe spürbar breit wirken lässt. Mit 2.500 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 7.500 Pfund liegt der Ballastanteil bei 33 Prozent. Die benetzte Fläche beträgt etwa 290 Quadratfuß, und das Immersionsverhältnis von 881 Pfund pro Zoll spricht für einen Rumpf, der sich unter Last kaum absenkt. In den Quellen ist kein Endjahr der Produktion angegeben. (1)

Rigg und Leistung

Das 7/8-Rigg trägt eine ISO 8666-Referenz-Segelfläche, die zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,1 führt, das mit einer 135-prozentigen Genua auf 19,1 steigt – ausreichend, um sie nach der Verdrängungs-Längen-Klassifikation als moderate Regattayacht mit einem DL-Verhältnis von 240 zu bezeichnen. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,6 Knoten. Ihr Kenterungsverhältnis von 2,15 und ihr Komfort-Ratio von 20,4 ordnen sie fest im Bereich der kleinen Familien-Fahrtenyachten ein und nicht im Extrembereich der Hochseeregattaboote. Die Geometrie von Fallen und Schoten ist gut dokumentiert: Die Fallen für Großsegel, Fock/Genua und Spinnaker sind alle mit 84 Fuß bei 5/16 Zoll geführt, während die 65 Fuß lange Großschot und die 26 Fuß langen Genuaschoten 3/8 Zoll dick sind. Diese Längen zeigen dem Käufer, dass das Rigg unkompliziert neu getrimmt werden kann.

Unterbringung

Die technischen Daten nennen 15 Gallonen Diesel und 40 Gallonen Wasser als feste Tanks. Die Quellen liefern keine Details zur Innenraumaufteilung.

Refits und Unterhalt

Eigner können einen Yanmar-Innenborder spezifizieren, und die Längen der verbrauchbaren Teile des Riggs sind vollständig dokumentiert, was ein Rigg-Refit oder den Austausch von Fallen zu einer präzisen und unkomplizierten Aufgabe macht.

Das Fazit

Die Express 26 ist eine pragmatisch konstruierte kleine Regatta-/Fahrtenyacht: geringer Tiefgang mit Schwert, eine breite und stabile Plattform sowie eine moderate Segellast, die sie nach den Kennzahlen eindeutig in die Kategorie der leistungsfähigen Fahrtenyachten statt reinrassiger Regattaboote einordnet.

Vorteile

  • Der flachgehende, lastabhängige Tiefgang des Kielstubs erleichtert den Hafenzugang
  • Die große Breite von 10,5 Fuß und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33 Prozent tragen zur Formstabilität bei
  • Die voll dokumentierten Rigg-Längen vereinfachen den Austausch von Fallen und Schoten

Nachteile

  • Kein genanntes Endjahr der Produktion schränkt die historische Genauigkeit für späte Bauten ein
  • Die Innenraumaufteilung und Details zur Aufteilung werden in den verfügbaren Quellen nicht beschrieben

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