ETAP 28 — Informationen, Bewertung, technische Daten

E. G. van de Stadt·1978 – 1987·~375 hulls·Etap Yachting
ETAP 28 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
27.62' · 8.42 m
Verdr.
6.610 lbs · 2.998 kg
Erstes Baujahr
1978

Die ETAP 28 ist eine in Belgien gebaute Fahrtenyacht aus dem Entwurf von E. G. van de Stadt, die erstmals 1978 gebaut wurde und von der vor dem Auslaufen des Entwurfs aus der Produktion insgesamt 375 Einheiten fertiggestellt wurden. Konzipiert als FreizeitKielboot für Küstentörns, zeigt sie einen geneigten Vorsteven, einen vertikalen Spiegel und die unsinkbare DoppelschichtSchaumkonstruktion, die ETAP Yachting in jener Ära prägte.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
27,62 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
22,67 ft
Breite
10 ft
Tiefgang
5,4 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× —
Ballast
2.557 lbs (Blei)
Verdrängung
6.610 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
29,1 ft
Unterliek Großsegel
9,2 ft
Vorsegeldreieck Höhe
33 ft
Vorsegeldreieck Basis
11,2 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
34,85 ft
Segelfläche
319 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,49
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
38,68
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
253,28
Komfort-Ratio
19,69
Kenterungsverhältnis
2,13
Rumpfgeschwindigkeit
6,38 kn

Design und Konstruktion

ETAP Yachting baute das Boot in Belgien überwiegend aus GFK, wobei geschlossenzelliges Schaumstoffmaterial zwischen Innen- und Außenhaut injiziert wurde, was das Boot im Wesentlichen als unverwüstlich macht. Mit einer Länge von knapp über 27 Fuß, einer Breite von 10 Fuß, einer Verdrängung von etwa 6.600 Pfund und einem Bleiballast von 2.557 Pfund weist sie ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 39 Prozent auf. Der feste Flossenkiel und das intern montierte Spatenruder an einer Pinne spiegeln die typische europäische Fahrtenyacht-Konzeption der späten 1970er Jahre wider. (1)

Rigg und Handhabung

Das Masttoppslup-Rigg ist mit 319 Quadratfuß Segelfläche auf ein moderates Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von rund 14,5 ausgelegt. Das Spatenruder an der Pinne sorgt für eine direkte und mechanische Steuerung. Der Volvo Penta MD7A Diesel mit 13 PS war nur für Hafenmanöver und Anlegemanöver ausgelegt. Für den Segelgenuss auf raumen Kursen kann ein Spinnaker ausgerüstet werden.

Unterbringung und Fahrtenprofil

Als Fahrtenyacht eignet sie sich für das Segeln mit kleiner Crew an der Küste. Der senkrechte Spiegel maximiert die Rumpflänge; die Wasserlinie von 22 Fuß 7 Zoll sorgt für eine Rumpfgeschwindigkeit von knapp über sechs Knoten. Die ETAP Owners Association unterstützte die Klasse einst aktiv.

Bekannte Schwachstellen

Keine Quelle weist auf ein wiederkehrendes strukturelles Defekt spezifisch für dieses Modell hin. Der 13 PS starke MD7A ist strikt als Hafenbeiboot gedacht und kein Boot für Langstreckenfahrten.

Refits und Eignerschaft

Die belgische Werft ging später an Dehler und nach einer Insolvenz im Jahr 2009 an MIC Industries über. Die MD7A ist ein einfacher kleiner Diesel; die Spinnaker-Option ist beim Wiederverkauf das am stärksten beanspruchte Teil.

Das Fazit

Eine kleine, vernünftige van de Stadt-Fahrtenyacht, die Leistung gegen Sicherheit und Einfachheit eintauscht – dank ihres schaumgegossenen Rumpfes und der Pinne als Steuerung.

Vorteile

  • Unsinkbare Doppelschicht-Schaumkonstruktion aus dem Neuzustand
  • Direkte Pinnensteuerung über ein intern montiertes Spatenruder
  • Van de Stadt-Verhältnisse mit einem Ballastanteil von 39 Prozent
  • Ehemalige Unterstützung durch den Klassenverein über die ETAP Owners Association

Nachteile

  • Der 13 PS Hilfsmotor ist nur für Hafenmanöver und Anlandungen geeignet
  • Das bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein

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