Design und Konstruktion
David Thomas verlieh der 33 ein traditionelles Profil: niedriges Freibord, eine lange Bugüberhängung und ein Kanuheck, kombiniert mit einem rundspantigen Rumpf, der im Vorschiff fein einschneidet und sich bis zum Heckspiegel durchzieht. Der massive GFK-Rumpf ist mit Gewebeverstärkung laminiert und weist keine Kimm oder harte Kanten auf – eine Form, die das Schlagen und Feststampfen im Seegang verhindert, das flache Spanten bei einem Rumpf ohne Kimm oder harte Kanten verursachen können. Zwischen der Außenhaut und der Innenschale dämpfen Schaum- oder Korkelemente den Rumpf und regulieren die Kabinentemperatur. Das Deck ist aus GFK mit Balsaholz- oder Sperrholzkernen in flachen Bereichen, wobei massives Laminat dort verwendet wird, wo die Belastungen der Beschläge konzentriert sind. Edelstahl und Bronze dominieren die Decksbeschläge – Klampen, Winschen, Leiterschienen, Püttinge – und die Gehflächen sind rutschfest beschichtet. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das Standardrigg ist eine Masttoppslup, obwohl das Boot auch als Ketsch angeboten wurde. Wie die meisten Langkieler beschleunigt sie nicht besonders schnell und ist in Kurven nicht sonderlich agil, aber sie läuft am Wind tüchtig Höhe und gilt als seetüchtig und stabil für raueres Wetter und lange Passagen. Trotz des Langkiels segelt sie gut hoch am Wind. Ein Bukh-Diesel mit etwa 10 PS treibt sie mit einem berechneten Höchsttempo von rund 3,3 Knoten an – weit unter der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 6,7 Knoten für einen Verdrängerrumpf dieser Länge. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,61 und ihr Komfort-Ratio von 35,3 unterstreichen das Bild einer stabilen, gutmütigen Fahrtenyacht. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Dorade gemütlich und dennoch praktisch gestaltet, mit einer Stehhöhe von 1,83 m im gesamten Innenraum und Kojen für bis zu sechs Personen. Eine Vorpiek bietet eine V-Koje und Stauraum; achtern befindet sich eine Achterkoje an Steuerbord neben einer Navigationsecke an Backbord. Die Salonsofás lassen sich zu Kojen umbauen – eine davon lässt sich zu einer Doppelkoje aufstellen – um einen klappbaren Tisch, der flach auf Kojenniveau absenkt wird, unter einem glatten, geformten Deckenverkleidung und über einem Boden aus Teak und Eiche. Die Pantry an Backbord neben dem Niedergang verfügt über einen zweiflammigen Herd mit Backofen und ein Spülbecken mit manueller Pumpe; gegenüber kombiniert die Nasszelle eine Bordtoilette, eine Waschschüssel und einen Kleiderschrank. Die meisten Kojen sind 1,90 m hoch, wobei die Achterkoje kindergerecht mit 1,60 m Maß auskommt. Lüfter, Luken und Bullaugen sorgen für gute Licht- und Luftzirkulation, und messingene Lampen mit Vorhängen sowie Holzarbeiten sorgen für eine gemütliche Atmosphäre im praktischen Layout.
Cockpit und Decks-Layout
Oben an Deck ist das Cockpit geräumig und durch hohe Sülls geschützt. Es verfügt über eine Pinne, einen Kompass und eine Sprayhood sowie einen Stauraum mit Motorzugang. Breite Seitendecks, stabile Relingstützen und ausreichend Handläufe machen den einfachen, funktionalen Decksplan sicher und bequem zu bewegen.
Das Fazit
Die Elizabethan 33 ist eine gut gebaute, robuste und zuverlässige traditionelle Fahrtenyacht mit einem seegütigen Rumpf und einem für ihre Größe geräumigen, praktischen Innenraum. Sie tauscht Geschwindigkeit und Agilität gegen Stabilität und Gelassenheit auf Langstrecken ein. Ihr Längskiel und der moderate Motor eignen sich gleichermaßen für geschützte Häfen wie für Offshore-Einsätze.
Vorteile
- Seetüchtig, stabil und leistungsfähig am Wind
- Robuster, massiver GRP-Rumpf mit Isolierung und ohne schlagempfindliche Bereiche
- Geräumiges, traditionelles Layout mit sechs Kojen und voller Stehhöhe
- Gut geschützte, geräumige Plicht mit gutem Motorzugang
Nachteile
- Nicht schnell oder agil im Vergleich zu zeitgenössischen Booten mit Flossenkiel
- Achterkoje ist für die meisten Erwachsenen zu kurz
- Bescheidener 10-PS-Diesel begrenzt die Marschgeschwindigkeit








