Design und Konstruktion
Die Holman’s 29 ist eine Masttoppslup mit jener eleganten Form von langem Kiel und geringer Breite. Der Rumpf besteht aus massivem GFK mit einem festen GFK-Deck, und das Boot ist im Allgemeinen sehr solide gebaut. Mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von fast 406 und einem Ballastanteil von knapp über 43 Prozent liest sie sich eher als steife, schnelle Regatta- und Fahrtenyacht denn als leichtes Gleitboot. Die klinkerartige Herkunft zeigt sich in ihrem schmalen, funktionellen Rumpf, und die Elizabethan Owners Association betont, dass sie sich ebenso gut anfühlt, wenn sie hart gesegelt wird, wie beim gemütlichen Plätschern mit der Familie. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg der 29 trägt eine Segelfläche von etwa 320 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von rund 13,6 führt – genug, um das Boot lebendig zu halten, ohne dass eine Regatta-Crew erforderlich ist. Ihr langkieliger, schmaler Rumpf sorgt für ein berechenbares Kursverhalten und ein gutmütiges Verhalten im Seegang, was dazu beiträgt, warum Beobachter jener Zeit sie als steifes, schnelles Fahrten-Regattaboot bezeichneten. Holman zeichnete später ein 35-Fuß-Schwesterschiff im selben Stil, aber diese größere Version wurde nur in geringer Stückzahl verkauft und konnte den Ruf des Originals als ausgewogener Begleiter für Küste und Offshore nie überschatten.
Unterbringung
Unter Deck ist die 29 ehrlich zu ihrer Größe. Sie ist ziemlich eng, mit vier Kojen, die um einfache Bereiche für Kochen und Navigation sowie eine separate Nasszelle herum angeordnet sind. Die Stehhöhe unter dem Doghouse beträgt 5 Fuß 10 Zoll (ca. 1,78 m), was für die Sitzhöhe im zentralen Schutzraum geeignet ist, aber an anderen Stellen keine vollen Bewegungsfreiheiten beim Stehen bietet. Die Räume sind eher funktional als großzügig, und das Boot wurde eindeutig für eine kleine Familie oder eine Regatta-Crew konzipiert, die Einfachheit über Volumen stellte.
Bekannte Schwachstellen
Jedes erhaltene Exemplar hat sechs Jahrzehnte überstanden, und die Struktur erfordert ein sorgfältiges Auge. Elizabethan 29s sollten gründlich untersucht werden, insbesondere an der Mastspur, der Rumpf-Deck-Verbindung und den Püttingen, wo Alter und Belastung Einstieg für Wasser bieten können. Der originale Kraftstofftank war winzig und speiste einen Benzinmotor; bei den meisten Yachten wurde das gesamte System wahrscheinlich schon vor langer Zeit ersetzt – ein Käufer sollte nicht davon ausgehen, dass die Ausstattung im Bauzustand erhalten ist. Viele Liz 29s wurden im Laufe der Jahre modifiziert, sodass die Konfiguration oft eine Mischung aus Eigner-Eingriffen und nicht mehr der reinen Spezifikation von 1960 ist. (1)
Refits und Eignerschaft
Die lange Produktionszeit und die große Fangemeinde des Bootes bedeuten, dass viele Rümpfe bereits umfassende Refits hinter sich haben. Der winzige originale Kraftstofftank und die dazugehörige Verrohrung sind das häufigste Opfer von Modernisierungen; sie werden meist bei einem vom Eigner durchgeführten Umbau gegen Diesel und eine größere Kapazität ausgetauscht. Da der Entwurf auch nach dem Aus für Webster weiterhin produziert wurde, können spätere Rümpfe verschiedene Epochen miteinander verbinden, doch die Kernform von Holman und die im Allgemeinen solide Bauweise bleiben konstant.
Das Fazit
Die Elizabethan 29 ist eine historisch bedeutsame kleine Regatta-/Fahrtenyacht: ein frühes Serien-GFK-Boot mit einem Holman-Rumpf, das nach wie vor sowohl sportliches Segeln als auch entspannten Familiengebrauch ermöglicht. Sie ist robust gebaut und gut zu segeln, aber eng und alt genug, um strukturelle Aufmerksamkeit zu erfordern. Für einen Käufer, der Abstammung und Charakter über das Innenraumvolumen stellt, bietet sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Vorteile
- Eines der ersten Serien-GRP-Entwürfe und Websters erstes Boot
- Steifer, schneller Regatta-/Fahrtenkreuzer, gleichermaßen geeignet für anspruchsvolles Segeln oder gemütliches Herumgondeln mit der Familie
- Im Allgemeinen sehr solide gebauter GFK-Rumpf und Deck
- Berechenbares Handling dank des Langkiels
Nachteile
- Ziemlich enges Wohnen mit nur 1,78 m Stehhöhe unter dem Kajütaufbau
- Mastfuß, Rumpf-Deck-Verbindung und Püttinge erfordern eine sorgfältige Inspektion
- Das originale, winzige Benzin-Fuelsystem wurde vermutlich ersetzt und entspricht nicht mehr den Bauvorschriften
- Viele Rümpfe wurden stark modifiziert, was die Originalspezifikation verschleiert










