Contest 29 — Informationen, Bewertung, technische Daten

G. Luyten·1964 – 1976·~247 hulls·Contest Yachts - Conyplex
Contest 29 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
29' · 8.84 m
Verdr.
8.500 lbs · 3.856 kg
Erstes Baujahr
1964

Die Contest 29 ist eine 29 Fuß lange GFKFahrtenyacht, die für das Fahrtensegeln gebaut wurde. Sie wurde von Gerard Luyten entworfen und von Conyplex von 1964 bis 1976 gebaut, wobei insgesamt 247 Rümpfe fertiggestellt wurden. Bekannt auch als Contest 29 Mk I, repräsentiert sie eine niederländische Interpretation der kleinen FamilienFahrtenyacht aus den Mitte der sechziger Jahre: eine Masttoppslup auf einem Flossenkiel mit einem massiven GFKRumpf und Deck sowie einem Innenausbau aus Mahagoni.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
29 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
24 ft
Breite
8,25 ft
Tiefgang
4,25 ft
Maximale Stehhöhe
6,42 ft
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
3.300 lbs (Blei)
Verdrängung
8.500 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
29,5 ft
Unterliek Großsegel
12,4 ft
Vorsegeldreieck Höhe
34 ft
Vorsegeldreieck Basis
11 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
35,74 ft
Segelfläche
379 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,56
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
38,82
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
274,5
Komfort-Ratio
30,98
Kenterungsverhältnis
1,62
Rumpfgeschwindigkeit
6,56 kn

Design und Konstruktion

Der Rumpf von Luyten misst 8,84 Meter Länge über alles (LOA) bei einer Wasserlinienlänge von 6,78 Metern, einer Breite von 2,50 Metern und einem Standardtiefgang von fast 1,30 Metern, der unter Last auf bis zu 1,40 Meter ansteigen kann, sodass das Boot problemlos in flache Marinas einfahren kann. Die Verdrängung beträgt 3.600 kg mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 39 %, und Rumpf sowie Deck sind aus massivem GFK gefertigt. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,54 macht sie schlanker als 90 % aller vergleichbaren Segelboot-Konstruktionen, während ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 244 sie eher zu moderaten Regattayachten als zu schweren Fahrtenyachten zählt. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,75 und das Absorptionsvermögen von etwa 686 Pfund pro Zoll vervollständigen das Bild eines relativ schmalen, moderat beladenen Küstenkreuzers. (1)

Rigg und Handhabung

Die Contest 29 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, das eine Segelfläche von 41 m² und ein Standard-SA/D-Verhältnis von 16,8 aufweist, das sich mit einer 135%-Genua auf 19,8 erhöht. Das macht sie im Vergleich zu 69 % ähnlicher Boote etwas übertakelt und bei leichtem Wind schneller als 58 % von ihnen. Die benetzte Fläche beträgt etwa 21 m², die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,6 Knoten; unter dem Bukh-Diesel mit 20 PS und Wellenantrieb liegt die berechnete Höchstgeschwindigkeit bei etwa 4,0 Knoten. Die Spezifikationen für Fallen und Schoten sind für diese Größe großzügig – Großschot und Fallen mit einem Durchmesser von 8 mm bzw. 10 mm bei einer Länge von fast 23 Metern – was auf eine robuste Fahrtenyacht und nicht auf eine rahmenlose Regattayacht hindeutet. (1)

Unterbringung

Unter Deck bietet das Standard-Layout zwei Kabinen, eine einzige Nasszelle und sechs Kojen, wobei die Stehhöhe als überdurchschnittlich für diese Klasse beschrieben wird. Der Innenraum ist im Mahagoni-Stil ausgestattet – eine damals übliche Wahl, die dem Salon einen warmen, traditionellen Charakter verleiht. Die Aufteilung mit zwei Kabinen und insgesamt sechs Kojen spricht eher für kleine Familien oder Paare, die mit Gästen segeln, als für das Einhand-Fahrtensegeln am Wochenende.

Das Fazit

Die Contest 29 ist eine durchdacht proportionierte kleine Fahrtenyacht, deren geringe Breite und moderate Verdrängung für ein angenehmes Seeverhalten sorgen – ihr Komfort-Ratio von 24,1 bis 31,0 schlägt 90 % ähnlicher Konstruktionen –, ohne dass man auf das gute Laufverhalten des leicht überriggten Masttopps bei Leichtwind verzichten muss. Sie ist ein unkompliziertes, gut erhaltenes Luyten-Design aus den Mitte der sechziger Jahre, gebaut in spürbaren Stückzahlen und leicht zu kranen für das Fahrtensegeln in flachen Gewässern, wenngleich ihre mäßige Motorenleistung und der schmale Rumpf die Offshore-Reichweite begrenzen.

Vorteile

  • Überdurchschnittliche Stehhöhe und sechs Kojen im Zwei-Kabinen-Layout
  • Komfortableres Seeverhalten als bei 90 % ähnlicher Segelboote
  • Geringer Tiefgang von nur 1,30 m erleichtert den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen
  • Leicht überriggtes Masttoppslup läuft auch bei leichtem Wind gut

Nachteile

  • Berechnete Maximalmaschinenleistung nur ca. 4,0 Knoten
  • Geringeres und flacheres Ballast-Verdrängungs-Verhältnis als bei vielen vergleichbaren Fahrtenyachten
  • Die geringe Breite begrenzt das Innenraumvolumen im Vergleich zu späteren Konstruktionen

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