Design und Abstammung
Thomas' Entwurf löste ein spezifisches Solent-Problem – eine schnelle, regelbasierte Regatta-/Fahrtenyacht, um die She 31 zu verdrängen – und die Elizabethan 30 tat genau das, indem sie sich an den damaligen Regatta-Beschränkungen orientierte, anstatt sich dagegen aufzulehnen. Ein Schwestermodell, die 9-Meter-Version, trug einen schwereren Kiel und eine größere Takelung, war schneller, aber anspruchsvoller zu handhaben; es wurden nur wenige gebaut. In den frühen Tagen gab es jedoch einige 9-Meter-Regattaversionen mit tieferem Kiel, Rod-Rigg, Trimmklappe und einer etwas höheren Takelage. Die 30 selbst wurde in der Standardversion von drei Werften hergestellt, sodass interne Variationen zwischen den Booten bestehen, aber das Kernkonzept – ein moderater Flossenkiel und ein Skeg-aufgehängtes Ruder unter einem Masttopptakel – blieb über die gesamte Produktionszeit hinweg konstant. (1)
Konstruktion und Spezifikationen
Die Elizabethan 30 verfügt über einen massiven GFK-Rumpf mit einem soliden GFK-Deck, eine Breite von 9 Fuß 3 Zoll bei einer Wasserlinienlänge von 24 Fuß und eine Verdrängung von 7.840 lbs. Das hohe Ballastverhältnis – etwa 48 Prozent – sorgt dafür, dass sie sich sehr steif anfühlt, und der moderate Flossenkiel mit Skeg-aufgehängtem Ruder bietet ein gut ausgewogenes Handling mit guten Segeleigenschaften, insbesondere wenn der Wind am Ankertau auffrischt. Die Bauqualität ist gut, und die Boote sind wertstabil; die Elizabethan Owners Association zeichnete im Dezember 2000 ein Boot als „Used Boat of the Year“ aus. (1)
Rigg und Seeverhalten
Als Masttopp-Cruiser-Renner mit einer Segelfläche von 450 Quadratfuß profitiert die 30 von einer frischen Brise. Sie fühlt sich dank ihres hohen Ballastanteils sehr steif an und ist gut ausgewogen; ihre Stärke liegt eher im Leistungsnachweis bei zunehmendem Wind als bei leichtem Gegenwind. Der tiefere Kiel und das Rod-Rigg der 9-Meter-Schwester zeigen die Richtung, die ein reiner Regattaboot eingeschlagen hätte, doch das moderate Flossen- und Skeg-aufgehängte Ruder der 30 halten sie beherrschbar – was auch dazu beiträgt, dass die Fahrtenversion in gemischten Flotten konkurrenzfähig bleibt. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Elizabethan 30 fünf Kojen in zwei Kabinen mit einer akzeptablen Nasszelle mittschiffs und einer Pantry, die für diese Bootslänge ausreichend dimensioniert ist. Die Stehhöhe übersteigt dabei sechs Fuß – was bei einem Boot dieser Länge ungewöhnlich ist. Das Zwei-Kabinen-Layout und der großzügige Stehhöhenbereich waren für einen Rumpf dieser Länge (29 Fuß 6 Zoll) in jener Zeit bemerkenswert und machten das Boot zu einem durchaus brauchbaren Wochenendboot und nicht zu einer reinen Regattayacht mit nur ein paar Quadratmetern Innenraum. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Standardversionen wurden von drei Werften gebaut, weshalb ein Käufer interne Unterschiede zwischen den einzelnen Booten erwarten sollte, anstatt eines einzigen festen Layouts. Die solide Bauweise und die gute Verarbeitungsqualität sorgen dafür, dass strukturelle Überraschungen nicht das Hauptproblem sind; die praktischere Information für Eigner ist, dass diese Boote ihren Wert behalten und bei Regatten aktiv bleiben. Ein gut gepflegtes Exemplar hat somit eine bekannte Eignergemeinschaft und regelmäßige Klassenaktivitäten.
Das Fazit
Die Elizabethan 30 ist eine David Thomas-Cruiser-Renner-Yacht, die die Solent-Regeln in ein steifes, gut ausgewogenes 29-Fuß-Boot mit echtem Wohnkomfort und einer nach wie vor aktiven Regatta-Historie übersetzt hat. Sie ist aus gutem Grund die beliebteste Elizabethan: konkurrenzfähig, wenn der Wind zunimmt, geräumig genug für das Fahrtensegeln und solide gebaut, um ihren Wert über Jahrzehnte hinweg zu behalten.
Vorteile
- Hohes Ballastverhältnis sorgt für ein sehr steifes und gut ausgewogenes Verhalten
- Ungewöhnlich gute Stehhöhe und fünf Kojen in zwei Kabinen für diese Bootslänge
- Anhaltender Regattenerfolg, darunter Top-Ten-Ergebnisse beim Round the Island
- Gute Bauqualität und hohe Wertstabilität
Nachteile
- Die Leistung ist eher für Wind als für Leichtwind ausgelegt
- Drei verschiedene Werften bedeuten variierende Innenraumdetails zwischen den Booten, die man prüfen muss
- Die Schwester-9-Meter-Regattaversionen zeigen ein anspruchsvolleres Handling bei Extremsituationen








