Design und Konstruktion
GFK mit Schaumkern und einem Teakdeck verleiht der Eagle 36 eine moderne Verbundstoffstruktur mit traditioneller Wärme. Die Verdrängung von 7.275 Pfund mit Bleiballast ordnet sie in die Kategorie der leichten Daysailer ein. Ein Bulbkiel und ein Spatenruder vervollständigen das Profil, und das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 23,4 signalisiert ein Boot, das auf Nachmittags-Geschwindigkeit getrimmt ist. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg mit einer einzigen Saling hält den Segelplan überschaubar. Die Fallen führen zu einer einzelnen Winsch auf der Mittellinie am Heckende der Kajüte. Die Winschen für die Fockschoten liegen im bequemen Griffbereich des Rudergängers, sodass eine kleine Crew trimmen und steuern kann, ohne den über das hintere Cockpit verlaufenden Steuersitz verlassen zu müssen. Ein großes Rad sorgt für ein hervorragendes Feedback beim Steuern. (1)
Unterbringung
Als Daysailer bietet die Eagle 36 nur begrenzte Schlafplätze, verfügt jedoch über eine Nasszelle und eine große V-Koje mit Platz für mehr Übernachtungsgäste. Zwei lange Cockpitsitze durchziehen das offene Cockpit, wobei der linke Sitz nach vorn zurückgeschnitten ist, um den Zugang zur Kajüte zu ermöglichen. Ein Klapptisch lässt sich für Mahlzeiten oder Kartentisch-Arbeiten im Cockpit aufstellen. (1)
Motorisierung und Hilfsmotoren
Der Einbaumotor ist ein Volvo D1-13 mit 12 PS und einem Saildrive-Anker. Diese bescheidene Leistung passt zu einem leichten Daysailer, bei dem das Segelgetriebene im Vordergrund steht; der Saildrive sorgt zudem für einen geringen Tiefgang. (1)
Das Fazit
Die Eagle 36 ist als reine Daysailer konzipiert und gelingt in dieser Rolle: ein schlanker Rumpf mit Überhängen und Schaumkern-Bauweise, ein einfaches 7/8-Rigg, das sich problemlos vom Steuerstand aus bedienen lässt, und eine für Komfort ausgelegte Plicht. Sie ist keine verkappte Fahrtenyacht.
Vorteile
- Schlanke Rumpflänge von 4,14 L/B mit 11 Fuß 6 Zoll Überhängen
- 7/8-Rigg mit vom Steuerstand aus erreichbaren Fallen und Fockschoten
- GRP mit Schaumkern und Teakdeck-Overlay
- Cockpit mit langen Sitzen, Klapptisch und Kajütaufgang im Sitz an Backbord
Nachteile
- Die begrenzten Unterkünfte beschränken Übernachtungen auf die V-Koje und minimale Freiräume
- Der geringe Tiefgang von 3 Fuß 11 Zoll begünstigt Tagestouren statt Langstreckenfahrten





