Design und Konstruktion
Die 43 Cws war das Ergebnis der langjährigen Zusammenarbeit von Dehler mit E.G. van de Stadt. Sie wurde gebaut, als die klassischen Monocoque-Rümpfe des Unternehmens noch produziert wurden, wobei Deck und Rumpf im Formverfahren laminiert wurden, um eine kontinuierliche GFK-Bindung zu erzielen. Ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43,68 Prozent und ihr Kenterungsverhältnis von 1,91 spiegeln eine steife, seegängige Rumpfform dieser Ära wider. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 203,52 ordnet sie fest in die Kategorie der Fahrtenyachten mit moderater Verdrängung ein und nicht in den Bereich der ultraleichten Regattayachten aus dem Van de Stadt-Spektrum. Der massive GFK-Rumpf und -Deck mit Bleiballast waren für diese Ära konventionell und trugen zur im Konstruktionsdatensatz angegebenen Verdrängung bei.
Rigg und Handhabung
Was die Cws an Deck auszeichnete, war ihre Cockpit-Architektur. Sie besaß einen Cockpitbügel, an dem das Großsegel gerefft wurde, was eine zentrale Winsch überflüssig machte und stattdessen zwei unabhängige Steuerstände ermöglichte, von denen jeder mit einer elektrisch betriebenen Winsch und den Motorsteuerungen ausgestattet war. Das Rigg selbst nutzte einen 7/8-Slup-Plan mit einem nicht überlappenden Vorsegel, das jedoch nicht selbstwendend war, sondern stattdessen mit einer vertikalen Lattenbesegelung versehen war, um Form und Handhabung zu verbessern. Tests aus dieser Zeit zeigten eine im Allgemeinen gute Leistung, obwohl Rezensenten bemerkten, dass das Boot dafür kritisiert wurde, mangelnde Kraft bei der Bewältigung einer unruhigen See zu haben – ein Merkmal der moderaten Rumpfform und nicht eines Mangels im Rigg. (1)
Unterbringung
Unter Deck war die 43 Cws als Drei-Kabinen-Fahrtenyacht aufgeteilt: eine Eignersuite im Vorschiff, zwei Kabinen achtern für Crew oder Gäste und ein Salon dazwischen. Die Dinette war quer zur Bootslängsachse ausgerichtet, was den Salon optisch und sozial öffnete. Ein GFK-Badewannenbecken wurde installiert, und am Fuß der Niedergangsschüssel befand sich ein geräumiger Bereich für die Arbeit mit nassen Sachen, der gleichzeitig als praktische Zone für Segelhandling und Aufräumarbeiten diente und eine gute Kartentisch-Ecke beherbergte. Der einzige konsequente Kompromiss war eine kleine Pantry – funktional, aber eng für ein Boot dieser Größe und des geplanten Reviers.
Bekannte Schwachstellen
Der wichtigste dokumentierte Mangel im Servicebereich war das Verhalten in einer unruhigen oder kabbeligen See, bei der sich der Rumpf mit moderater Verdrängung ohne zusätzliche Segelfläche oder günstigen Windwinkel nur zögerlich durch die Welle schob. Dies war eine Konstruktionsmerkmal, die aus dieser Zeit bekannt ist und kein struktureller Fehler darstellt; sie beeinflusst lediglich, wie das Boot unter kurzen, steilen Bedingungen gesegelt werden sollte.
Das Fazit
Die Dehler 43 Cws ist eine durchdacht aufgeteilte Van de Stadt-Fahrtenyacht, die damals neuartige Cockpitbügel-Schotführung und zwei motorisierte Steuerstände nutzte, um die Arbeitsbelastung der Crew zu verringern. Ihre Kabinenaufteilung war im Salon und in der Vorschiffskabine clever und geräumig, nur durch eine kleine Pantry etwas geschmälert, und ihr Rumpf war eine solide, mit Blei ballastierte Fahrtenyacht ihrer Klasse. Sie belohnt einen Eigner, der sie mit Blick auf ihre Seetüchtigkeit segelt.
Vorteile
- Größtes und leistungsfähigstes der CWS-Entwürfe
- Zwei unabhängige Steuerstände mit elektrischen Winschen und Motorsteuerungen
- Quer zur Schiffsbreite angeordnete Dinette und geformte Badewanne unter Deck
- Solide GFK-Konstruktion mit Bleiballast
Nachteile
- Mangelnde Leistung zum Durchdringen einer unruhigen See
- Kleine Pantry für eine 43-Fuß-Fahrtenyacht
- Das nicht selbstwendende, nicht überlappende Vorsegel erfordert aktiveres Handling







