Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem, glasfaserverstärktem Kunststoff mit Gelcoat-Beschichtung gefertigt, und das Deck besteht ebenso aus GRP, wobei hier eine rutschfeste, begehbare Oberfläche mit Ankerprofil angeboten wird. Die Monocoque-Rumpf-Deck-Verbindung von Dehler aus dieser Zeit bedeutete, dass Deck und Rumpf im Formverfahren als Einheit laminiert wurden, anstatt später verbolzt zu werden. Diese Methode eliminiert die durchgehenden Bolzenlinien als potenzielle Leckagequelle. Unter der Wasserlinie beträgt die benetzte Fläche etwa 387 Quadratfuß, und das Boot wurde mit alternativen Kielen angeboten – beide werden als Flossenkiel mit Bulbkiel beschrieben und sind aus Blei gegossen. Ein Flossenkiel mit Bulbkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 5,91 bis 6,21 Fuß, was die Yacht auf große Marinas beschränkt, während die Flachkiel-Option einen Tiefgang von etwa 5,09 bis 5,39 Fuß aufweist und den Zugang zu den meisten Marinas ermöglicht. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 36 Prozent bei einer Verdrängung von fast 11.700 Pfund, wobei in den technischen Daten ein Eisenballast von 4.630 Pfund verzeichnet ist. (1)
Rigg und Handhabung
Über dem Deck trägt die 37 CWS einen an Deck stehenden Mast mit zurückgepfeilten Salingen auf einem 7/8-Slup-Rigg. Die Zahlen beschreiben ein Boot, das für ausgewogene Leistung und nicht für reine Geschwindigkeit gebaut wurde: Ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 12,91 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 214 ordnen sie unter den moderaten Regattayachten ein, während ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,20 und eine Komfort-Ratio von 23,2 auf einen Rumpf hinweisen, der weder knochig noch rank ist. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,99 und ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit beträgt 7,3 Knoten. Ein Füllungsgrad von etwa 1.181 Pfund pro Zoll gibt dem Eigner ein Gefühl dafür, wie fest das Boot auf seinen Linien sitzt, wenn Vorräte und Wasser zugenommen werden.
Unterbringung
Dehler bot die 37 CWS in zwei Innenraumaufteilungen an. Die Standardversion bietet drei Kabinen – eine im Vorschiff und zwei achtern –, was sich ideal für Familien oder Charterstrecken mit separaten Schlafplätzen eignet. Die Eignerversion tauscht die beiden Achterkabinen gegen eine einzelne große Vorschiffskabine mit eigener Nasszelle sowie eine Achterkabine ein; diese Aufteilung ist eher auf längere Törns als Paar mit einer privaten Bugsuite ausgerichtet. Beide Versionen nutzen dieselbe Breite von 11,5 Fuß und die gleiche Länge über alles von 36 Fuß, sodass die Wahl rein darum geht, wie viel Wert der Eigner auf Privatsphäre gegenüber Gästekojen legt.
Das Fazit
Die Dehler 37 CWS ist ein gelungenes Entwurf von van de Stadt aus der Klassiker-Ära mit GFK-Bauweise von Dehler: solide GRP-Konstruktion, ein Flossenkiel mit Bulb im Tiefgangs-Unterschied von zwei Versionen und ein 7/8-Rigg auf einem an Deck stehenden Mast. Die beiden Innenraumversionen ermöglichen es dem Käufer, zwischen der Flexibilität einer Drei-Kabinen-Version und einem Eignerpaket mit zwei Kabinen und eigener Nasszelle im Vorschiff zu wählen. Mit ihren moderaten Regatta-Ratio und einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 7,3 Knoten eignet sie sich eher als leistungsfähige Fahrtenyacht für Küste und Offshore als als reinrassiger Regattakreuzer.
Vorteile
- Die laminierte Monocoque-Rumpf-Deck-Verbindung schließt undichte Bereiche durch Durchbolzen aus
- Auswahl an Flossenkielen mit Bulben für Hafen-Zugang oder tieferen Ballast
- Zwei verschiedene Innenraumversionen für Charter oder Eignerpersönlichkeit
- Van de Stadt-Genetik aus der klassischen Designära von Dehler
Nachteile
- Die Option mit tieferem Kiel beschränkt das Revier auf tiefere Hafenreviere
- Das moderate SA/D-Verhältnis sorgt für mäßige Beschleunigung bei leichtem Wind







