Design und Konstruktion
Walls Rumpf ist ein handaufgelegtes Massivlaminat mit GFK-Querschotten, die die Lasten von Kiel und Rumpf tragen, und jedes Schott ist eine durchgehende Einheit, die ringsum mit den Ankerpunkten von Rumpf und Deck laminiert ist. Die Rumpf-Deck-Verbindung ist unter einer eloxierten Aluminium-Fußreling durchgebolzt, wobei zwischen den Flanschen eine Butyl-Dichtungsschicht sitzt – eine effektive Abdichtung, die dennoch ständig austreten kann und jährlich gereinigt werden muss. Vor dem Kiel verfügt der Rumpf über einen tiefen Vorschiffsteil, der bis zum Bug reicht, und der flache Vorstevenwinkel ermöglicht es ihr, durch die Wellen zu schneiden, ohne dass Wasser in die Plicht spritzt. Der Kiel selbst ist ein hochgezogenes Blei-Anhangstück, das fast zwei Zoll massives Glasfaserlaminat im Bilgenbereich durchbolzt, und eine flache Bilgenwanne verteilt die Kräfte bei Grundberührung gleichmäßig auf den Rumpf. Das Ruder hängt an einem Teil-Skeg mit Buchsenbeschlag, ist hohl und weist unten am Schaft zwei Edelstahlstäbe auf. Es ist so konstruiert, dass sich das untere Drittel abbrechen kann, während die Steuerbarkeit erhalten bleibt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg verwendet ein Viertel-Zoll-1x19-Edelstahltauwerk, und anstelle von schräg angeordneten Unterwanten dient ein einzelnes Babystag als Pütting, um das Pumpen des Mastes im Kabbelwasser zu verhindern. Der Traveller sitzt auf dem Kajütdach, was Platz für vollständige Sprayhoods und Relingverglasungen lässt. Das Baumniederliek wird über eine lange Großschot zum Haus angeschlagen, die nach vorn zum Lümmelbeschlag führt und zurück zu einer Winsch auf dem Kajütdach verläuft. Zur Ausstattung gehören drei Reffleinen und ein 4:1 interner Unterliekstraffer. Mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 43 Prozent steht das Boot steif und findet mit zunehmendem Wind seine Spur. Ein 20 PS starker Bukh-Diesel aus Dänemark treibt einen bescheidenen Kraftstofftank mit etwas mehr als 20 Gallonen Fassungsvermögen an. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die V-Koje mit einer großzügigen Breite von 6 Fuß 6 Zoll ausgelegt, und die Steuerbordsitzbank lässt sich zu einer Doppelkoje mit 6 Fuß 4 Zoll Breite ausklappen; an Backbord verfügt eine Einzelkoje über einen Fußraum im Kleiderschrank, dessen Tür gleichzeitig als Niedergang zur Vorschiffskabine dient. Dieser Schrank ist vollständig ausgestattet und mit Zeder ausgekleidet. Wall hat die Struktur so angeordnet, dass der Bug das gesamte Ankergeschirr auf Kette tragen kann, ohne den Trimm zu verändern. Die U-förmige Pantry bietet einen zweiflammigen Propangasherd mit Backofen, eine tiefe Spüle, Druckwasser und eine 6,3 Kubikfuß große Kühlbox, die für eine Umrüstung zum Gefrierschrank bereit ist. Ein vollwertiger Kartentisch und eine Navigationsecke befinden sich neben einem feuchten Stauraum. Teakholz und Wicker veredeln jeden Schrank innen wie außen, wobei Teak im Nasszellenbereich bewusst weggelassen wurde, um den Pflegeaufwand zu minimieren. Die Standardbeleuchtung bestand aus großen festen Fenstern, einer Lexan-Schiebeluke und einer Decksluke in der Mittelkabine, wobei sich öffnende Sichtluken 1982 ergänzten. Die Tankkapazitäten waren großzügig bemessen: 35 Gallonen Wasser als Standard, meist auf 70 Gallonen mit den Tanks unter den Sitzbänken erweitert, plus ein 32-Gallonen-Fäkalientank.
Bekannte Schwachstellen
Die Butyl-Dichtung der durchgebolzten Verbindung ist undicht und muss jährlich abgewischt werden. Noch problematischer ist das Hohlruderruder: Da Glasfaser, die mit Edelstahl laminiert ist, nicht wasserdicht ist, füllen sich die Ruderblätter mit Wasser. Im nördlichen Winterlager gefriert dieses eingeschlossene Wasser und kann das Blatt beschädigen – ein kleiner Entlüftungsloch im Herbst mindert dies jedoch. Ein harten Grundberührung bei hoher Geschwindigkeit kann das Bodenwrack beschädigen, was nach Schätzungen von Gutachtern zu Reparaturkosten im vierstelligen Bereich führen kann. Zudem verdecken die fein gearbeiteten Schränke die Decksbalken, sodass eine routinemäßige Inspektion der Befestigungen von Rumpf und Deck ohne Demontage nahezu unmöglich ist.
Refits und Eignerschaft
Das im Jahr 1982 durchgeführte Upgrade der Belüftung ist die am besten dokumentierte Werftmodifikation, bei der verglaste, öffnende Luken hinzugefügt wurden. Der Bukh-Motor ist seewassergekühlt und muss bei Salzwasserbetrieb regelmäßig mit Frischwasser gespült werden. Eine Kojen-Layout mit Achterkoje wurde angeboten, aber nur etwa 15 Exemplare davon gebaut, sodass das Standard-Innenraum-Layout mit Achterkabine auf dem Gebrauchtbootmarkt dominiert.
Das Fazit
Die CS 33 ist eine durchdacht konstruierte kleine Fahrtenyacht, deren Konstruktionsdetails – offene Schotten, tiefer Vorfuß, loses Ruder – zeigen, dass ein Designer echte Probleme beim Fahrtensegeln gelöst hat. Sie belohnt einen Eigner, der bereit ist, frühzeitig auf undichte Nähte und die Wasserlinie des Ruders zu achten.
Vorteile
- Steifer, seegütiger Rumpf mit tiefen Vorschiffsbereichen und niedrigem Vorsteven für trockenen Lauf im Wasser
- Durchgangsschotten und massive Bodenwrangen im gesamten Innenraum
- Großzügige Tankkapazitäten und praktische, wartungsarme Innenraumkonstruktionen
Nachteile
- Das Ruder füllt sich mit Wasser und friert bei Lagerung im Kofferraum ein
- Die Befestigungselemente zwischen Rumpf und Deck sind hinter den verkleideten Schränken verborgen
- Risiko von Rissen im Bodenwrangelement bei harten Aufprall, teure Reparatur








