Design und Konstruktion
Der 35-Fuß-Rumpf von Bern ist im Sandwich-Laminatbau aus GFK gefertigt – eine Bauweise, die laut der Originalbesprechung das Klima unter Deck verbessert, was auf dieselbe thermische Isolationslogik zurückgeht wie bei den späteren Sandwichbooten der Marke. Der Rumpf trägt 4.409 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 12.992 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 34 Prozent entspricht. Zusammen mit dem 5,9 Fuß langen Bulbkiel sorgt dies für einen tiefen Schwerpunkt für ein Boot dieser Länge. Die Breite beträgt 10,83 Fuß bei einer Länge über alles (LOA) von 35,83 Fuß, was zu einem Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,19 führt. Dies hält das Überwasserschiff recht schmal, ohne dass das Boot extrem flach wirkt. Die benetzte Fläche liegt bei etwa 398 Quadratfuß, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 187 ordnet sie eher zu den vom Datenmaterial als moderaten Regattayachten bezeichneten Booten ein als zu schweren Langstrecken-Fahrtenyachten. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das fraktionierte Slup-Rigg ist das Highlight. Mit dem ISO-Referenzsegel liegt das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis bei 16,8, steigt mit einer 135-prozentigen Genua auf 19,4, und die Prüfung zeigt, dass sie mehr Rigg trägt als 76 Prozent ähnlicher Segelboote – nach diesem Maßstab deutlich übertakelt. Der Relative Speed Performance-Index liegt bei 86, und die theoretische Verdrängung-Rumpfgeschwindigkeit beträgt 7,5 Knoten; die berechnete Höchstgeschwindigkeit unter dem Yanmar 3GM liegt bei etwa 6,0 Knoten. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,88 und die Komfort-Ratio bei 24,9, was ein moderates Ergebnis ist, das zusammen mit einem Immergieraten von etwa 1.197 Pfund pro Zoll darauf hindeutet, dass sich das Boot unter Last berechenbar stabilisiert, anstatt nervös zu werden. Der Tiefgang variiert je nach Beladung zwischen 5,91 und 6,21 Fuß, was sie zwar aus flachen Ankerbuchten verbannt, aber auf Krängung stabilisiert. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die CE-Klasse A für Hochseetörns ist die deutlichste Aussage über den vorgesehenen Einsatzzweck dieser schmalen Fahrtenyacht. Die Tankkapazitäten von 47 Gallonen Wasser und 21 Gallonen Diesel positionieren sie allein durch ihre Größe eher als Fahrtenyacht für Küsten- und Offshore-Reviere als für das dauerhafte Wohnen an Bord auf Langstrecke.
Bekannte Schwachstellen
Die Saildrive-Übertragung ist gemäß dem Quellenmaterial verbaut.
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft konzentriert sich auf eine kleine Flotte – weniger als 200 gebaut – von einer einzigen schwedischen Werft, wobei ein Yanmar 3GM Diesel einen Saildrive antreibt. Die für das Leben an Bord wichtigen Kennzahlen – Absorption, Komfort-Ratio, Ballast-Verdrängungs-Verhältnis – sind stabil und durchschnittlich. Dies deutet auf ein Boot hin, das eher regelmäßige Pflege des GFK-Rumpfes und des Riggs erfordert als ständige Aufmerksamkeit im strukturellen Bereich.
Das Fazit
Die Comfortina 35 ist ein Entwurf von Thomas Bern aus einer schwedischen Werft, der Volumen gegen Geschwindigkeit eintauscht: überdimensioniert für ihre Größe, für die Hochsee-Klasse zertifiziert und in geringer Stückzahl mit einem thermisch isolierten Sandwich-Rumpf gebaut. Sie ist ein Boot für Segler und kein Wohnmobil vor Anker – die bescheidene Produktion und das durchdachte Design sprechen für sich.
Vorteile
- 7/8-Rigg mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von bis zu 19,4 unter Genua – übertoget im Vergleich zu Konkurrenzmodellen
- Sandwich-GFK-Rumpf zur Verbesserung des Klimas im Innenraum
- CE-Klasse-A-Hochseesicherheit auf einem Bulb-Flossenkiel-Rumpf mit 34-prozentigem Ballastanteil
- Geringe Stückzahl (unter 200) von einer bekannten schwedischen Werft
Nachteile
- Der Tiefgang von 1,80–1,88 m (5,9–6,2 Fuß) schränkt den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen ein








