Design und Konstruktion
Die 23 PH kombiniert einen neuen Aufbau mit dem Standard-Rumpf der Com-Pac 23, einem serienmäßigen 23-Fuß-FestgFK-Rumpf, den Com-Pac mit einem neuen, hohen Ankerpilothouse ausstattete. Der Kiel ist ein langer Flossenkiel mit niedrigem Streckungsverhältnis und einer geschwungenen Hinterkante; das Boot hat einen Tiefgang von knapp über zwei Fuß – genauer gesagt 2 Fuß 3 Zoll –, was es ideal für flache Reviere zum Ankern macht. Ein Aluminium-Ruderblatt lässt sich im Falle eines Grundberührers hochklappen, eine vernünftige Zugeständnis an die flachen Gewässer, zu denen der Flachkiel einlädt. Der Mast ist als Maststütze (Tabernakel) gesteppt und lässt sich zusammenklappen, um unter niedrigen Brücken hindurchzufahren oder für den Transport auf dem Trailer zu passen. Unter Deck ist er an Deck gesteppt und wird durch Eckpfosten der Schotten gestützt, wodurch ein Längsträger entfällt und der Durchgang nach vorn frei bleibt. (1)
Rigg und Handhabung
Über dem Deck trägt die 23 PH ein einfaches Masttoppslup-Rigg mit einer einzigen Saling, Vor- und Achterwanten – identisch mit dem Standard-Rigg der 23, abgesehen von einem höheren Baum, um das Steuerhaus freizuhalten. Das Masttoppslup-Rigg ragt 30 Fuß über die Wasserlinie des Ankers auf. Ein kleiner Bugspriet im Vorschiff bietet eine Beschlagstelle für das Rollfock und einen integrierten Ankerroller. Die Großschot ist als Pferdegeschirr-Typ am Spiegel geführt, sodass sie die kleine Plicht nicht stört. Diese ist selbst mit einer beachtlichen Breite von sechs Fuß an Deck und einer Pinne ausgestattet. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,05, einer Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 190 und einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 16,65 beschreiben die Zahlen eher einen kurzen, schweren Pocket-Cruiser mit moderater Segelfläche als einen Leichtwindflieger. (2)
Unterbringung
Die Pilothouse bietet zusätzlichen Komfort und Schutz für längere Törns, wobei große Schiebefenster und vier Luken eine einladende Kabine erhellen. Sie ist im weißen Laminat mit Teakholz-Akzenten ausgestattet und bietet eine Stehhöhe von 1,80 m. Vorne und an Steuerbord befindet sich eine innenliegende Steuerstation mit Radsteuerung, Motorbedienung und Platz zum Montieren grundlegender Elektronik wie eines UKW-Funkgeräts. Ein Schott zwischen der Steuerung und der Nasszelle lässt sich absenken, um die Sicht durch das achtere Badezimmerfenster zu gewährleisten. Der Steuersessel lässt sich in einen Herdunterschrank umbauen. An Backbord gibt es eine zweisitzige Dinette mit einem überhängenden Tisch, der abgesenkt werden kann, um eine dritte Koje zu schaffen. Die Backbord-Dinette lässt sich zudem im Standardlayout zusammenklappen, um eine Schlafkoje zu bilden. Eine kleine Kühlbox mit Arbeitsplatte und Spüle liegt direkt voraus. Eine V-Koje im Vorschiff bietet reichlich Platz als Kojenlager für zwei Personen, und an Steuerbord befindet sich ein geschlossener Bereich mit einer Jabsco-Bordtoilette mit herausgleitendem Waschbecken. Zwei Kleiderschränke und viele Nischen bieten Stauraum, wenngleich der Preis für dieses enorme Innenraumvolumen eine kleine Plicht und sehr minimalistische Seitendecks sind. (1)
Eignerschaft und Refits
Die 23 PH ist trailerbar und kann mit dem optionalen Custom-Trailer problemlos für Urlaub oder Winterlager auf den Straßen transportiert werden. Der Motor sitzt unter den klappbaren Niedergangsstufen für einfachen Zugang, und die Tankkapazitäten umfassen sieben Gallonen Diesel, 25 Gallonen Frischwasser und einen Fäkalientank von fünf Gallonen, was das Boot in Bereichen mit absolutem Schadstoffverbot (Zero-Discharge-Zones) sehr attraktiv macht. Der Eigner von Rumpf Nr. 2 kehrte nach zwei Monaten auf den Bahamas auf seiner 23 Pilothouse zurück – ein Hersteller-zertifizierter Beweis für die Reichweite des Konzepts. (3)
Das Fazit
Die Com-Pac 23 PH ist ein ernsthafter Versuch, Allwetter-Wohnlichkeit auf einen bewährten Rumpf einer kleinen Fahrtenyacht zu bringen. Sie opfert Decksfläche für eine geschützte Plicht und überraschend viel Wohnraum unter Deck, und der Flachkiel mit klappbarem Ruder vergrößert die Reviergrenzen in Gewässer, die größere Boote meiden. Die Kompromisse sind vorhanden, aber für diese Bootslänge absolut berechenbar.
Vorteile
- Innensteuerstand mit Sicht nach achtern durch ein klappbares Schott
- Geringer Tiefgang von 2 Fuß 3 Zoll mit aufholbarem Aluminiumruder für Schutz bei Grundberührungen
- Preisträchtige Unterkünfte mit drei Kojen und einer Stehhöhe von sechs Fuß
- Klappmast (Tabernakel) und maßgeschneiderter Trailer für echtes Straßentransportieren
Nachteile
- Kleine Plicht und minimale Seitendecks aufgrund der Platzierung des Steuerhauses
- Bescheidener Segelplan (SA/D 16,65) bei einem schweren, kurzen Rumpf
- Die V-Koje im Vorschiff schränkt die Sitzhöhe ein










