LM 23 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Palle Mortensen·1969 – 1975·~670 hulls·LM Glasfiber A/S
LM 23 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · langkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
23.29' · 7.1 m
Verdr.
4.409 lbs · 2.000 kg
Erstes Baujahr
1969

Die LM 23, auch als LM 23 MS geführt, ist ein dänischer Motorsailer, der Ende der sechziger Jahre von Palle Mortensen entworfen und von LM Glasfiber A/S gebaut wurde. Mit einigen hundert gebauten Exemplaren besetzt sie eine kompakte Nische zwischen reinem Segelboot und kleiner Motorsegelyacht. Ein 23 Fuß langer GFKRumpf mit Langkiel und Masttopprigg spiegelt den pragmatischen skandinavischen Ansatz beim Fahrtensegeln auf geschützten Gewässern wider.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
23,29 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
20,51 ft
Breite
7,87 ft
Tiefgang
2,95 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Langkiel
Ruder
1× Befestigt
Ballast
1.764 lbs (Eisen)
Verdrängung
4.409 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
247 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,7
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
40,01
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
228,14
Komfort-Ratio
20,44
Kenterungsverhältnis
1,92
Rumpfgeschwindigkeit
6,07 kn

Design und Konstruktion

LM Glasfiber A/S baute die LM 23 aus GFK mit Langkiel-Konfiguration und einem festen Rumpf. Das Boot hat je nach Beladung einen Tiefgang von 2,30 bis 2,60 Fuß, und sein Tiefgangsverhältnis liegt bei etwa 572 Pfund pro Zoll. Das bedeutet, dass das Boot schwer auf dem Wasser liegt und seinen Trimm nur langsam verändert, wenn Vorräte und Kraftstoff hinzugefügt werden. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,92 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 280 beschreiben einen kurzen, breiten Rumpf mit moderater Masse für seine Größe; das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 36 Prozent und 1.764 Pfund Eisenballast bei einer Verdrängung von 4.409 Pfund verleihen ihm ein stabiles, solides Gefühl anstatt der Agilität eines Leichtgewichts-Renners. Die benetzte Fläche von rund 161 Quadratfuß und eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von fast 6,1 Knoten zeichnen ein Boot, das für wirtschaftliche Langstreckenfahrten gebaut wurde, nicht für Sprintrennen. (1)

Rigg und Handhabung

Das Masttoppslup-Rigg weist ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 13,02 auf – ein moderater Wert, der die LM 23 fest im Lager der Motorsailer positioniert, wo der Motor und nicht das Segel den Hauptanteil des Arbeitsaufwands übernimmt. Das empfohlene laufende Gut ist einheitlich mit einer Dicke von 3/8 Zoll ausgeführt: Fock- und Genuaschoten mit 23,4 Fuß Länge, eine Großschot mit 58,4 Fuß Länge und Spinnakerschoten mit 51,4 Fuß Länge. Unter Dieselmotor erreicht das Boot eine Höchstgeschwindigkeit von 6,0 Knoten, was im Wesentlichen der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit entspricht. Es wird über einen Wellenantrieb und einen optionalen 20-PS-Bukh-Innenborder verfügt. Das Kenterungsverhältnis von 1,84 und ein Komfort-Ratio im Bereich von 23,8 bis 24,8 deuten auf eine stabile Plattform hin, bei der sichere Bewegungen im Seegang über sportliche Leistung gehen. (1)

Unterbringung

Unter Deck ist die LM 23 mit einer einzigen Kabine und zwei Kojen, einer Pantry, einer Nasszelle und einer bescheidenen Wassertankkapazität von 15 Litern aufgeteilt. Der Innenraum ist im Mahagoni-Stil gehalten, was der damaligen dänischen Bauweise entspricht. Die geringe Wasserkapazität und das Ein-Kabinen-Layout zeigen deutlich, dass es sich um ein Boot für ein Paar oder den Einsatz mit kleiner Crew an der Küste handelt, bei dem das Motorsailer-Konzept viel Wohnraum zugunsten von Einfachheit und Autarkie in einem kompakten Format opfert.

Das Fazit

Die LM 23 ist ein gelungenes Beispiel für den skandinavischen Motorsailer der späten sechziger Jahre: ein Langkiel-Rumpf aus GFK von Palle Mortensen, mit moderater Segelfläche, aber solidem Ballast, optional mit Wellenantrieb und einem ehrlichen Innenraum für ein kleines Boot. Sie wird keine Leichtwindregatten gewinnen, aber ihre Stabilitätswerte und ihr Verhalten bei Flut beschreiben eine berechenbare, gutmütige Fahrtenyacht für die Küste.

Vorteile

  • Langer Kiel und ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 36 Prozent sorgen für hohe Kursstabilität
  • Solider GFK-Rumpf eines etablierten dänischen Werften
  • Mahagoni-Innenausbau mit separater Nasszelle und Pantry auf einer Länge von nur 23 Fuß

Nachteile

  • Nur 15 Liter Wasser und zwei Kojen begrenzen längere Törns
  • Das niedrige Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis macht sie bei leichtem Wind stark abhängig vom Motor
  • Der geringe, lastabhängige Tiefgang schränkt die Tiefwasserfahrt ein

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