Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK mit einem Langkiel gebaut, dessen Eisenballast einen Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 31 Prozent liefert, was das Boot nach Verdrängungslänge zu den schweren Fahrtenyachten zählt. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,60 ist der Rumpf schlanker als bei 79 Prozent vergleichbarer Segelboote, und die benetzte Fläche beträgt etwa 344 Quadratfuß. Die Werft beschrieb überall makellose Teak-Innenausbauten, von den Jalousie-Kajütaufgangstüren bis zur handgeschnitzten Tür der Vorschiffskabine, wobei ein Teak-Parkettboden die klassische Ästhetik unterstreicht. Die Form verläuft vom Bugkorb bis zu einem eleganten Weinglasheck, und der Steuerstand trägt einen massiven Teakrahmen um das Edelstahlrad.
Rigg und Segelplan
Die Magellan 36 ist mit einem Ketsch-Rigg und einem überarbeiteten Segelplan im Vergleich zum ursprünglichen Angelman-Entwurf gebaut, wobei der Werft ein Edelstahl-Rigg und zuverlässige Winschen von verlässlicher Qualität zugesagt wurden. Die Schotgrößen basieren auf Schätzungen aus dieser Zeit und reichen von einer 42-Fuß-Genua-Schot mit 14 mm Durchmesser, einer 105-Fuß-Großschot und einer 92-Fuß-Spinnakerschote mit demselben Durchmesser. Unter Motor beträgt die theoretische Verdrängerrumpfgeschwindigkeit 7,1 Knoten, während die berechnete Höchstgeschwindigkeit unter Motor etwa 5,1 Knoten liegt. Das Kenterungsverhältnis liegt bei 1,84, und das Komfort-Ratio von 29,5 stuft sie laut yachtdatabase.com als komfortabler als 46 Prozent ähnlicher Konstruktionen ein. (1)
Unterbringung
Unter Deck bevorzugt die Aufteilung geschlossene Wärme und Stauraum gegenüber offener Modernität. Die Pantry befindet sich an Backbord mit einem Edelstahl-Dreiflammkocher und Backofen mit Glastüren, Geschirrschränken, Topf- und Pfannenständer, Gewürzschrank und einer tiefen Edelstahlspüle, die sowohl über manuelle als auch über Druckbrause verfügt. An Steuerbord runden ein geräumiger Schrank und eine breite Achterkoje das Heck ab. Die Salonsofakombüse umschließt einen sechs Personen Platz bietenden Teaktisch mit furnierten Fidibusse und Schubladen mit Gittertüren; die Steuerbordbank bietet zusätzliche Sitzplätze und lässt sich neben der Sofakojen zu einer Gästekoje umbauen. Ein zweiter Kleiderschrank befindet sich vor der Banksofakojen, mit Schubladen und langen Schubladen unter der Sofakojen. Die Vorschiffskabine ist die Eignerkabine mit reichlich Kleiderschrank, Schubladen, Schränken, zwei besonders großen V-Kojen, die sich mit einer Füllpolster zu einer Doppelkoje umbauen lassen, und Leselichtern mit Fidibusregalen pro Koje. Die Nasszelle verfügt über einen Bettbezugsschrank, eine Medizinschatulle, einen großen Spiegel und eine Dusche, die auch im Hafen warmes Wasser liefert. Die Wasserkapazität beträgt laut Herstellerangaben 33 US-Gallonen und die Kraftstoffkapazität ebenfalls 33 US-Gallonen. Der Tiefgang liegt je nach Beladung bei etwa 4,99 bis 5,29 Fuß. (2)
Motor und Systeme
Ein 36 PS starker Volvo 17C Diesel befindet sich hinter einer Pantrytheke und einem vorderen Panel, die für volle Zugänglichkeit zum Anker entfernt werden können, sodass Motor und Wellenlager für Wartungsarbeiten vollständig freigelegt sind, ohne dass man sich verrenken muss. Schalldämmung im Motorraum sorgt für einen ruhigen Betrieb, und eine Handkurbel ermöglicht das manuelle Starten, falls die Batterien leer sind. Alle Borddurchlässe sind mit Bronzeschotten ausgestattet, und der Bilgenprotektor kombiniert eine manuelle Fäkalientankpumpe mit einer automatischen elektrischen Einheit. An der Navigationsecke steht ein Kartentisch. (2)
Das Fazit
Die Chung Hwa 36 ist eine robust gebaute, schmale Langkiel-Ketsch, deren traditioneller Teak-Innenausbau und der praktische Motorzugang Fahrtensegler belohnen, die Stauraum und Autarkie über Geschwindigkeit stellen. Ihr Komfort und ihre Ballastwerte liegen im Mittelfeld ähnlicher Fahrtenyachten, sind jedoch nicht herausragend. Die Umsetzung des Wohnraums und der manuell zu startende Diesel sind dauerhafte Stärken.
Vorteile
- Vollständige Motorfreilegung und manuelle Startfähigkeit über eine Handkurbel
- Traditionelle Teak-Innenausbau und reichlich Stauraum von der Vorschiffskabine bis zum Salon
- Bronzeschotten an allen Borddurchlässen mit redundanter Bilgenpumpen-Konfiguration
Nachteile
- Im Vergleich zu vielen Konkurrenzmodellen schlanker und weniger schwer auf Ballast ausgelegt
- Die Komfort-Ratio liegt nur über der von 46 Prozent ähnlicher Konstruktionen






