Design und Konstruktion
Die Chrysler 26 ist überwiegend aus GFK gebaut, mit einem geneigten Vorsteven und einem fast senkrechten Spiegel. Sie ist mit einem Masttoppslup-Rigg und einem intern montierten Spatenruder ausgestattet, das über eine Pinne gesteuert wird. Es wurden zwei Decksaufteilungen angeboten: das Flushdeck-Modell „Cruiser“ und die „Courser“ mit einer konventionelleren Kajüte. Die Schwenkkiel-Version hat einen Tiefgang von 2 Fuß 3 Zoll bis zu 6 Fuß 2 Zoll, während der feste Flossenkiel die Alternative darstellte; das Boot verdrängt 5.000 Pfund bei 2.000 Pfund Ballast. Mit einer Länge über alles (LOA) von 26 Fuß, einer Länge in der Wasserlinie (LWL) von 22 Fuß und einer Breite von 8 Fuß ist der Rumpf kompakt, aber für den Trailerbetrieb optimiert. Ein Ring um den Ruderschaft kann angezogen werden, wenn die Ruderwirkung nachlässt – eine einfache Einstellungsebene für den Eigner, keine strukturelle Reparatur.
Rigg und Handhabung
Die Trailerbarkeit prägt die Details des Riggs. Ein klappbarer Mastfuß ermöglicht das Aufstellen und Absenken des Mastes, und das System lässt sich einhand bedienen, indem man eine zusätzliche Leine am Vorstag befestigt, sie durch ein Blöck führt und zum achteren Winsch zurückführt. Das Schwert wird über eine Kurbel gesteuert, die Tester als einfach zu bedienen empfanden – ideal für flache Gewässer mit aufgeholtem Schwert und für das Segeln am Wind mit abgesenktem Schwert. Auf dem Wasser erwies sich die 26 als gutmütig und lebendig: Tester der damaligen Zeit stellten fest, dass sie bei leichtem Wind nur mit einer Arbeitsfock gut segelte und bei fast 20 Knoten Wind mit fast eingeholtem Schwert am Dollbord dahinschoss und sich präzise auf die Pinne reagierte. Die #16 Barlow-Winschen waren für die Crew gut platziert, und ein Traveller für die Großschot gehörte zu den verfügbaren Optionen zur Feinabstimmung des Trims. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Kabine eine Stehhöhe von 1,83 m und Schlafplätze für sechs Personen auf vorn liegenden V-Kojen mit Schaumstoffpolstern, zwei einzelnen Seitenschlaufen und einer Doppelkoje achtern unter der Plicht. Die Standardpantry kombiniert einen zweiflammigen Spiritusbrenner mit Edelstahldeckel, einen 38-Liter-Wassertank und eine Edelstahlspüle, während der Proviantplatz Platz für eine 23-kg- und eine 45-kg-Eiskiste bietet. Licht kommt durch sechs Seitenscheiben und ein durchsichtiges Vorsteckschott. Die Nasszelle ist vollständig geschlossen. Tester fanden, dass der Platz der Doppelkoje achtern besser als Stauraum genutzt werden könnte, und die kleinere Eiskiste steht unter dem Niedergang, wo sie selbst für einen schnellen Durst schwer zugänglich ist.
Bekannte Schwachstellen
Die Plicht ist für ein 26-Fuß-Boot klein – ein Kompromiss, der in der damaligen Fachpresse im Vergleich zum ansonsten familienorientierten Layout kritisiert wurde. Die unhandliche Platzierung der kleineren Kühlbox unter dem Niedergang ist eher eine lästige Unannehmlichkeit als ein Mangel. Die Rudereffizienz hängt davon ab, ob die Ruderwelle richtig eingestellt ist; wenn das Ruder schlaff wird, bringt das Nachziehen dieser Welle wieder Kontrolle zurück.
Refits und Eignerschaft
Die Motorisierungsoptionen reichen von einem Chrysler Sailor 6 oder 10 PS Außenborder, der an einer speziell angefertigten Heckhalterung montiert ist, bis hin zu einem Yanmar 8 PS Diesel-Innenborder, wobei Steuerungselemente und Kraftstofftanks in der Backskiste verborgen sind und eine Gashebelstange wie bei kleinen Ausflugbooten vorhanden ist. Chrysler bot „Custom Mated Sailboat Trailers“ an, und die Optionen umfassten Bugkorb, Heckreling, Seereling, Fallwinschen, Spinnaker mit Baum, Baumniederholer, Mastlegebrücke, schnelles Reffen sowie Bimini oder Sprayhood. Der aktive Chrysler Sailors Club und die ältere Chrysler Sailing Association bieten den Eignern ein gut vernetztes Unterstützungssystem.
Das Fazit
Die Chrysler 26 ist eine gut durchdachte, trailerbare Fahrtenyacht, die im Vergleich zu ihrer Länge viel Komfort für Familien bietet. Sie verfügt über ein Rigg, das für einhandiges Masthandling konzipiert ist, und einen Rumpf, der auch bei leichtem Wind agil bleibt. Die kleine Plicht und die unpraktische Positionierung der Kühlbox sind die größten ergonomischen Kompromisse, aber das modulare Antriebskonzept und die einfache Trailerbarkeit machen den Bootsbesitz sehr praktisch.
Vorteile
- Halsey Herreshoff-Fahrtenyacht mit aktiver Unterstützung durch den Klassenverein
- Einhand-Maststellen über klappbaren Mastfuß und System mit Achterwinsch
- Leichtgängiges Schwertkränzchen und direktes Ruderfeedback bei starkem Wind
- Sechs Kojen, separate Nasszelle, 1,80 m Stehhöhe, viel natürliches Licht
Nachteile
- Die Plicht ist für die Bootsgröße klein
- Die kleinere Eiskiste ist unter dem Niedergang schwer zugänglich
- Der Platz der Achterkoje eignet sich eher zum Stauen als zum Schlafen







