Design und Konstruktion
Die Laguna 26 ist überwiegend aus GFK gebaut, mit einem festen Rumpf und Deck sowie einer dezenten Holzverkleidung. Ihre Einrumpfform kombiniert einen geneigten Vorsteven mit einem senkrechten Spiegel, und der in den Flossenkiel eingegossene Bleiballast von 1.500 Pfund sorgt für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 38 Prozent bei einer Verdrängung von 3.900 Pfund. Diese Kombination, gepaart mit einem Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,09 und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 175, ordnet das Boot in die Kategorie der von Rezensenten als „leichte Regattayachten“ bezeichneten Boote ein – also solche, deren Gewichtprofil auf Agilität statt auf Trägheit bei schwerem Wetter setzt. Die benetzte Fläche von etwa 182 Quadratfuß und ein Tiefgangsverhältnis von fast 624 Pfund pro Zoll beschreiben einen Rumpf, der berechenbar belastet wird und sich problemlos in flachen Marinas positionieren lässt, wobei der Tiefgang je nach Ankerlast zwischen 3,08 und 3,38 Fuß variiert. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als Masttoppslup mit Bermuda-Rigg getakelt, und der Segelplan ist für ihre Größe bemerkenswert leistungsstark. Die Laguna 26 trägt mehr Rigg als 100 Prozent aller vergleichbaren Segelboote – ein Maß, das sie als deutlich übertakeltes Ankertau kennzeichnet. Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 17,8 unter dem Referenzsegel und steigt auf 21,1 mit einer 135-prozentigen Genua. Dieses großzügige Segel, gesetzt auf einer Referenzfläche von 275 Quadratfuß, erklärt viel von ihrem lebendigen Charakter. Das Kenterungsverhältnis von 2,12 zeigt, dass sie nicht die Grenzwerte für Hochseeregatten erfüllen würde. Ein Komfort-Ratio von 15,6 und eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 6,2 Knoten zeichnen ein Boot, das eher für das Fahrtensegeln in geschützten Gewässern und Tagestörns als für ausgedehnte Langstrecken konzipiert ist. Die Abmessungen von Fallen und Schoten sind im gesamten Rigg standardisiert – Groß-, Fock- und Spinnakerfall sind alle etwa 66,8 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 5/16 Zoll, wobei die Schotgrößen auf ihre Lasten abgestimmt sind – was den Ersatzteil-Einkauf für Eigner unkompliziert macht. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Turner entwarf die Laguna 26 ausdrücklich als Fahrtenyacht, und die Logik der Aufteilung ergibt sich daraus, dass eine Wasserlinie von 21,5 Fuß in eine Länge über alles von 25,75 Fuß gepresst wird. Sie ist in erster Linie ein Freizeit-Kielboot mit dem Volumen, das eine kleine Fahrtenyacht mit Flossenkiel dieser Ära typischerweise bietet, auch wenn die bekannten Daten keine Angaben zu Kojen oder spezifischen Kabineneigenschaften machen. Das am Spiegel gesteuerte Ruder und das einfache Slup-Rigg halten die Handhabung für eine kleine Crew einfach machbar, und der geringe Tiefgang lädt zum Heranfahren an flache Reviere ein, was längere Kielyachten gleicher Länge nicht bieten können.
Refits und Unterhalt
Der Unterhalt einer Laguna 26 konzentriert sich meist auf die Wartung des Riggs und die Wahl des Segelplans. Das stark überhöhte Masttopp-Rigg bedeutet, dass eine 135-prozentige Genua einen spürbaren Einfluss auf die Leistung hat, und die standardisierten Dimensionen von Fallen und Schoten vereinfachen den Austausch. Mit einigen hundert gebauten Booten und einer Produktion von 1982 bis zu einem nicht näher datierten Ende bietet die Klasse ein einfaches Beispiel für den Unterhalt eines kleinen Bootes.
Das Fazit
Die Laguna 26 ist eine leichte, agile kleine Fahrtenyacht mit einem kraftvollen Masttopprigg und einem flachgehenden Flossenkiel. Sie eignet sich am besten als Boot für Tagestouren und geschützte Gewässer und weniger als Blauwasser-Kandidat. Ihr Reiz liegt in der Einfachheit, der berechenbaren Lastverteilung und dem einfachen Ruderpinnensteuerung.
Vorteile
- Großzügiges Masttopp-Rigg mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von bis zu 21,1 unter einer 135 % Genua
- Geringer Tiefgang von 3,08–3,38 Fuß erleichtert den Zugang zu Marinas und flachen Buchten
- Unkomplizierte GFK-Konstruktion mit Standard-Ersatzteilen für kleine Boote
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,12 schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Das leichte Regattaprofil begrenzt den Komfort bei schwerem Wetter
- Überladen im Vergleich zu Konkurrenzmodellen, erfordert aufmerksamen Segeltrim







