Design und Konstruktion
Die 9M ist ein solider GFK-Katamaran mit dicken Rümpfen und Glasfenstern, der nach damaligen Maßstäben sehr robust gebaut wurde. Ein Teil des Überwasserschiffs, einschließlich des festen Vordecks, besteht aus Sandwich-GFK, während das Vordeck selbst kein Trampolin trägt. Eine versetzte Deckslinie hebt die 9M von ihren Schwestergattungen ab und ermöglicht einen einfachen Zugang von einem Ponton aus nach achtern. Das Modell verfügt zudem über eine Plattform hinter der Plicht und am Spiegel – eine Eigenschaft, die der kleinere 8M fehlt. Unter Wasser sorgen weit ausgestellte Kimmkanten und überhängende Bugsektionen in Kombination mit einem ausgeprägten Rocker-Profil für Manövrierfähigkeit und ermöglichen es dem Boot, bei starkem Wind unter den Wind zu gleiten. Anstelle des modernen Sugar-Scoops mit Spiegelstufen werden vertikale Spiegel verwendet, und die Breite von 0,466 × LOA ist im Vergleich zu zeitgenössischen Entwürfen schmal.
Rigg und Handhabung
Der Segelplan ist ein mittelschwerer Masttopp-Bermuda-Slup mit einem Großsegel mit geradem Achterliek, kurzen Salingen und ohne Achterlieksprung. Zwei Achterstagreiter reichen bis zum Spiegel, um das Vorstag straff zu halten, während ein Babystag eine leichte Krümmung des Mastes bewirkt, sodass das Großsegel voller gefahren werden kann. Ein Rollfocksystem am Vorstag vereinfacht die Handhabung der Vorsegel. Frühe Boote nutzten Hubruder vom Beiboottyp; der Übergang zu festen Rudern, die durch ein Skeg geschützt sind, ermöglichte es, etwas höher am Wind zu segeln. Kein Catalac hat jemals einen Sonnenschuss erlitten oder gekentert und auf dem Kiel gelegen – eine Stabilität, die für die inhärente Sicherheit der Plattform spricht. (1)
Unterbringung
Unter Deck folgt die 9M einer konventionellen Aufteilung mit zwei Hauptkojen auf dem Brückendeck vor dem Salon und gelegentlichen Einzelkojen weiter achtern in den Rümpfen. Die Pantry befindet sich unter Deck im Backbord- oder Steuerbordrumpf, und es gibt eine einzige Nasszelle mit Dusche. Eine achtere Plicht mit geschützter Radsteuerung rundet das Layout ab – ein praktischer Aufbau für Fahrtensegler bei diesem Bootsgewicht.
Antrieb und Refit-Historie
Als Antrieb wurden entweder zwei Innenborder-Diesel im Heck oder ein einzelner, zentral platziertes und gesteuertes Außenborder angeboten. Der Wechsel vom Hubruder zu Skeg-geschützten Festrudern ist das bedeutendste Werft-Refit in der Geschichte des Modells und verbesserte die Leistung am Wind. Die Wiederbelebung in den USA in den 1990er Jahren als Catalac 900 brachte eine aktualisierte Version desselben grundlegenden Designs.
Das Fazit
In der Zeitschrift Practical Boat Owner fassten die Rezensenten den 9M als kompetente, vielseitige und langlebige Katamaran-Klasse zusammen, und Eigner Jim Andrews lobte die Innenraumaufteilung und die Seetüchtigkeit. Die Kombination aus einem robust gebauten Rumpf, einer stabilen Mehrrumpfplattform ohne Kenterungsberichte und einem praktischen Aufbauplan mit Brückendeck macht den 9M zu einem vernünftigen kleinen Fahrtenkatamaran. Seine geringe Breite und die vertikalen Spiegel wirken neben modernen Fahrtenkatamaranen etwas veraltet, aber die Substanz und das Renommee des Bootes sind unbestritten.
Vorteile
- Sehr robust gebaute Rümpfe aus dickem GFK
- Keine Kenterung oder Pitchpole-Ereignisse bekannt
- Praktische Kojen auf dem Brückendeck und geschützte Steuerung im achteren Cockpit
- Skeg-geschützte, feste Ruder verbessern die Leistung am Wind
Nachteile
- Geringe Breite und vertikaler Spiegel im Vergleich zu modernen Konstruktionen
- Bescheidenes Segelfläche und nicht überlappendes Großsegel ohne Achterlieksrundung







