Design und Konstruktion
Was die Heavenly Twins auf den ersten Blick auszeichnet, ist das Meisterstück, zwei Kajütaufbauten, die durch ein zentrales Cockpit getrennt sind, auf Rümpfen unter 27 Fuß Länge unterzubringen. Das Gesamtdesign stützt sich auf klassische Codes – Kanuhecke kombiniert mit diesem zentralen Cockpit –, was dem kleinen Mehrrumpf eine traditionelle Silhouette verleiht, die bei seinen Zeitgenossen ungewöhnlich ist. Unter der Wasserlinie lässt sich der Einfluss von James Wharram im Design der Heavenly Twins kaum übersehen; diese Abstammung ist in den Rumpfformen spürbar, obwohl sich das Boot klar von reinen Performance-Katamaranen abgrenzte. Im Jahr 1971 hatte die Heavenly Twins 26 in ihrem Heimatland einige Konkurrenten, am bekanntesten war der Iroquois; doch während der Iroquois deutlich nach Leistung strebte, wurde die Twins als minimalistischer Entdecker positioniert. Am Ende erwiesen sich die wahren Konkurrenten eher als Einrumpfboote denn als andere Katamarane. (1)
Unterbringung
Britische Skipper, die nach viel Wohnraum suchen, werden von diesem kleinen Mehrrumpfboot angezogen – und das Layout erklärt den Grund: Die beiden Kajütaufbauten schaffen zwei separate Kabinenvolumina, die das zentrale Cockpit flankieren. Diese Konfiguration maximiert den nutzbaren Innenraum auf einem 27-Fuß-Rumpf. Die Breite des Bootes von 13,75 Fuß und die Verdrängung von 6.285 Pfund sorgen für eine geräumige, stabile Plattform, während ein Wassertankkapazität von 62 Gallonen und ein Dieseltank von 24 Gallonen die Ausrichtung als Pocket-Cruiser widerspiegeln. Ein Kenterungsverhältnis von 2,98 und eine Komfort-Ratio von 12,79 ordnen das Boot fest in die Kategorie für Küsten- und moderate Langstreckenfahrten ein, anstatt es in die Klasse der Hochseeregattaboote zu stellen.
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup mit 380 Quadratfuß Segelfläche bei einer Wasserlinie von 21,5 Fuß erzeugt die Heavenly Twins ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,85 – bescheiden, was dem minimalistischen Abenteuerkonzept entspricht und eher dem eher langsam ausgerichteten Charakter der Iroquois entspricht als deren Geschwindigkeitsfokus. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,21 Knoten und ein maximaler Tiefgang von nur 2,25 Fuß machen den Katamaran zu einem idealen Fahrtenboot für geschützte Gewässer und Ankerplätze. Er lässt sich problemlos in flachen Buchten anlanden, die tiefere Einrumpf-Konkurrenten nicht erreichen können. Das zentrale Cockpit zwischen den Kajütaufbauten hält den Steuermann in direktem Kontakt mit den Wohnbereichen beider Rümpfe – eine Aufteilung, die das Segeln mit kleiner Crew erleichtert.
Refits und Eignerschaft
Der kleine Katamaran entwickelte sich im Laufe seiner Produktionszeit weiter, obwohl die einzelnen Generationen nicht aufgelistet sind. Was klar ist: Ein gut restaurierter und ausgestatteter Heavenly Twins macht einen hervorragenden Pocket-Cruiser – ein Urteil, das unterstreicht, wie sehr die Vorzüge des Bootes von einer fachgerechten Modernisierung der Systeme und Struktur nach jahrzehntelangem Einsatz abhängen. (1)
Das Fazit
Die Heavenly Twins ist ein einzigartiger Pocket-Catamaran: Ein Rekordhalter mit 27 Jahren Produktionszeit, der reine Geschwindigkeit gegen Wohnraum und Einfachheit eintauschte. Sie vereint zwei Kabinen und eine zentrale Plicht in einem Flachkiel-Rumpf, den britische Einrumpf-Fans als unverzichtbar geräumig empfanden. Sie ist weniger eine Leistungsmaschine als vielmehr ein minimalistischer Abenteurer mit klassischen Linien und einer von der Marke Wharram geprägten Herkunft.
Vorteile
- Siebenundzwanzigjährige Produktionszeit, ein Rekord für Fahrten-Mehrrumpfboote
- Zwei Kajütaufbauten und eine zentrale Plicht bieten für 27 Fuß eine große Wohnfläche
- Geringer Tiefgang von nur 2,25 Fuß erweitert die Ankeroptionen
- Hervorragende kleine Fahrtenyacht, wenn sie gut restauriert und ausgestattet ist
Nachteile
- Das minimalistische Konzept für Abenteurer führt zu begrenzten Leistungswerten im Vergleich zu zeitgenössischen Modellen wie der Iroquois
- Die Entwicklung über die lange Produktionszeit ist in Details nicht dokumentiert








