Design und Konstruktion
Kelt Marine baute die 9m als GFK-Einrumpfboot mit Flossenkiel und Spatenruder. Sie verfügt über einen Eisenballast von 1.765 Pfund bei einer Verdrängung von 7.576 Pfund und einer Breite von 10,17 Fuß. Diese Werte führen zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 23 Prozent und einer Verdrängungs-Längen-Verhältnis-Wert im komfortablen Bereich der Skala, was die damalige Reputation als stabile, wohnliche Küsten-Fahrtenyacht erklärt. Das Modell mit Hubkiel teilt sich dieselbe Struktur, verliert jedoch etwas Innenraumvolumen aufgrund des Kielschachts. Die Quellenangabe warnt zudem, dass das klappbare Schwert der anfälligste Punkt des Konstruktionserbes ist. (1)
Rigg und Seeverhalten
Unter Segeln besticht die Kelt 9m durch ihre Seetüchtigkeit und nicht durch Glanzlichter. Sie ist stabil, sicher und leistungsstark auf allen Kursen zum Wind. Eigner berichten von respektablen Geschwindigkeiten sowohl am Wind als auch vor dem Wind, gepaart mit gutem Kursverhalten und beruhigendem Verhalten bei rauer See vor Anker. Dieselben Eigner bezeichnen sie als sehr seetüchtig, da sie konstante Passagengeschwindigkeiten halten kann, ohne die Crew zu überfordern. Der Rumpf mit Festkiel wird im Allgemeinen wegen seiner Stabilität und Robustheit bevorzugt, während die Version mit Hubkiel Vielseitigkeit gegen den Preis der oben erwähnten Anfälligkeit des Kiels bietet. Ein weicherer Charakter zeigt sich in leichtem Krängungsbewegung und kurzem Kabbelwasser, das das Boot besonders vor dem Anker im Mittelmeer zum Aufspringen bringt. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet das Layout mit Festkiel einen klaren Aufbau mit drei Kabinen: eine achtere Doppelkoje, eine U-förmige Sofakoje, die sich zur Schlafplattform umbauen lässt, eine amerikanische Pantry und eine vordere Kabine mit einer bretonischen Bettsofa-Koje. Das Boot mit Hubkiel behält dieselbe Aufteilung bei, lediglich durch den Kielbeschlag kommt es zu geringfügigen Volumenverlusten. Für ein Design mit einer LOA von 29,6 Fuß ist das Volumen als gut durchdacht und nicht eng empfunden, und der Plan mit zwei Kabinen plus Salonsofa-Koje eignet sich hervorragend für ein Paar mit Gästen, ohne dass man auf eine Essgruppe verzichten muss.
Bekannte Schwachstellen
Zwei Details an der Handlingspur sorgen bei Eignern eher für Beschwerden als für strukturelle Sorgen: Die Genuaschiene ist etwas zu kurz und der Traveller der Großschot lässt sich unter Last am Anker schwer einstellen. Die Version mit Hubkiel erfordert die größte Vorsicht, da das klappbare Kielschwert anfällig ist und eine Inspektion des Bolzens sowie des Kielschachts erforderlich macht. Die Innenausbauten aus dieser Ära können blass sein, und das Verhalten beim Kreuzen auf kurzer Welle ist eher eine Frage des Temperaments als ein Mangel. (1)
Das Fazit
Die Kelt 9m ist eine Briand-Fahrtenyacht, die durch ihre echte Seetüchtigkeit und ein vernünftiges Drei-Kabinen-Interieur über ihre Produktionszahl von rund 100 Booten hinausragt. Das Modell mit Festkiel ist die robustere Wahl; der Hubkiel bietet Flexibilität beim Tiefgang auf Kosten eines bekannten, empfindlichen Kiels. Sie ist keine Rakete im Kabbelwasser, aber sie sorgt für beruhigende Sicherheit, wenn es rau wird.
Vorteile
- Stabil, sicher und leistungsstark auf allen Kursen zum Wind
- Gut durchdachte Drei-Kabinen-Aufteilung in einem 29,6-Fuß-Rumpf
- Beruhigendes Verhalten im Seegang nach Berichten der Eigner
- Die Version mit Festkiel ist robust und beliebter
Nachteile
- Die Version mit Hubkiel hat ein empfindliches, klappbares Kielschwert
- Kurze Genua-Schiene und schwer einstellbarer Traveller der Großschot
- Leichtes Krängen und von einigen Eignern bemerkte Sensibilität auf kurzem Wasser
- Einfache Innenausbauten bei einigen Exemplaren











