Design und Konstruktion
Der Rumpf der 38-3 ist ein Produkt ihrer regelgesteuerten Ära. Die allgemeine Form ist sehr eckig und hart ausgeprägt, um das IOR-Anker zu nutzen, mit einem sehr feinen Vorschiffseintritt bei einem Halbwinkel von 21 Grad, der am Deckssprung erst auf 23 Grad anwächst. Die Breite auf der Wasserlinie ist recht schmal, dennoch wurde die Breite weit nach achtern bis zu einem breiten, ausgestellten Spiegel getragen. Unter Wasser verläuft das Unterwasserschiff ab Station 0,5 bis zum Spiegel flach, und ein langer Bauchfinnen vor dem Ruder reicht fast bis zum Hinterkante eines ausgestellten Kielprofils. Ein interessanter, abgeschrägter Vorsteven und ein intern montiertes Spatenruder vervollständigen ein Profil, das Perry als bewusst für die Einhaltung der Ausgleichsformel geformt und nicht für eine freie Ästhetik liest. (1)
Konstruktiv gehört sie zur C&C 38-Serie, die als überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen beschrieben wird. Der Standardkiel hat einen Tiefgang von 2,29 m (7 Fuß 6 Zoll), und Käufer konnten sich für ein Modell mit Schwert oder die damals neue Version mit Flügelkiel entscheiden – wobei letztere beiden den tiefen Flossenkiel gegen geringeren Tiefgang oder einziehbare Eigenschaften eintauschten.
Rigg und Handhabung
Ihr Masttoppslup-Rigg trägt drei Salingen und kein Babystay, was 729 Quadratfuß Segelfläche ermöglicht. Mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 19,44 bei halb beladener Verdrängung und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 223 liegt sie im schweren Bereich für ein Regattaboot und im mittelschweren bis leichten Bereich für eine Fahrtenyacht. Die Schulterlinie auf Mittschiff im „B“-Punkt sollte das Boot sehr schnell steif machen – eine Eigenschaft, die eine aufmerksame Hand am Ruder bei wechselndem Wind belohnt.
Auf der Regattabahn weisen die drei Kielkonfigurationen unterschiedliche Leistungen auf. Das Boot mit Standardkiel hat ein durchschnittliches PHRF-Handicap von 105 (Bereich 102–114), das Flügelkiel liegt bei durchschnittlich 108 (108–111) und die Version mit Schwert liegt bei durchschnittlich 117 (117–126). Der geringere Unterschied beim Flügelkiel deutet auf eine gleichmäßigere Leistung an verschiedenen Revieren hin, während die höheren Werte des Schwerts den Auftrieb und das Gewichtsverhältnis des ausziehbaren Kiels widerspiegeln.
Unterbringung
Unter Deck bietet der Salon eine Wachkoje an Backbord und eine an Steuerbord, wobei die Backbord-Wachkoje weggelassen und durch eine Reihe von Schränken ersetzt werden kann. Diese Option ermöglicht es dem Eigner, eine zusätzliche Seekoje gegen speziellen Stauraum einzutauschen, ohne die Aufteilung an Steuerbord zu verändern – eine kleine, aber aussagekräftige Flexibilität bei einer 38-Fuß-Layout, die eher durch Regeln als durch das Volumen des Chartermarktes geprägt ist.
Das Fazit
Die C&C 38-3 ist ein Boot für Konstrukteure: Ein regelkonformer Rumpf mit schmaler Wasserlinie, flachem Unterwasserschiff und ausgestelltem Flossenkiel sorgt für schnelle Reaktionen am Ruder und respektable Handicap-Werte bei drei verschiedenen Kieltypen. Sie ist kein volumenreiches Raumwunder, aber ihre nach achtern getragene Breite von 12 Fuß 8 Zoll und die Option auf eine umbaubare Wachkoje zeigen einen ausgewogenen Ansatz für den praktischen Einsatz beim Fahrtensegeln in einem aus dem Regattasport stammenden Rumpf.
Vorteile
- Winkeliger IOR-Rumpf mit feinem Vorschiffseintritt und flachem Verlauf für schnelles Abfangen von Wind
- Drei Kieloptionen (Standard-Flossenkiel, Flügelkiel, Schwert) erweitern die Einsatzmöglichkeiten
- In Backbord-Pilotenkooje umbaubares Bett bietet zusätzliche Stauraumflexibilität
- Wettbewerbsfähige PHRF-Bands bei allen Kieltypen, besonders dank des engen Spreads bei den Flügelkielen
Nachteile
- Die geringe Breite in der Wasserlinie begrenzt das Innenraumvolumen im Vergleich zu späteren Fahrtenyachten
- Der Standardtiefgang von 2,30 m (7 Fuß 6 Zoll) schränkt den Zugang zu flachen Gewässern ein
- Die regelbasierte Rumpfform priorisiert die Erfüllung von Ausgleichsformeln vor moderner Wohnlichkeit










