Design und Konstruktion
Der Rumpf wurde um eine sehr lange Wasserlinie und einen hohen prismatischen Koeffizienten gezeichnet, wobei beide Aspekte eher auf Geschwindigkeit als auf Volumen ausgerichtet sind. Bei einer Rumpflänge von 7,85 Metern, einer Wasserlinie von 7,10 Metern und einer Breite von 2,49 Metern bleibt die Plattform unter 2,50 Meter Breite, sodass sie leicht transportiert werden kann. Stabilität war ein wichtiges Designkriterium, damit das Boot viel Segelfläche tragen konnte. Die leichte Verdrängung von 1.400 Kilogramm bringt 515 Kilogramm Ballast in einem aufholbaren Kiel, der in einem Schwertkasten verstaut wird. Dieser Kiel wird durch eine Achse, zwei Lager auf jeder Seite und eine Hebevorrichtung (Jack) gehalten, während das Ruder ebenfalls aufholbar ist. Der Rumpf wird vom Rumpf selbst und einer Heckdurchrektion getragen, die ursprünglich aus Aluminium und später im Laminatbau hergestellt wurde. Der Hersteller beschreibt den Ballastfall und die maximale Wasserlinienlänge als prägende Merkmale, und das gesamte Paket war in erster Linie auf Leistung ausgelegt. (1)
Rigg und Handhabung
Die First Class 8 nutzt ein 7/8-Rigg mit zwei Backstagen, kombiniert ein relativ moderates Vorsegel mit einem großen Großsegel und einer hohen Gesamtsegelfläche. Der Segelplan zeigt ein 20,30 Quadratmeter großes Großsegel, eine leichte Genua von 18,50 Quadratmetern und einen 49,00 Quadratmeter großen Spinnaker – passend zur Angabe der Werft über viel Segelfläche und Hubkiel. Alle Cockpit-Bedienungen führen zum Steuerrad, was das Trimmen und die Bedienung des Kiels für die Crew leicht zugänglich macht. Ehemalige Meister, die regelmäßig auf diesem Boot trainierten, nannten es „eine echte kleine Bombe“ – ein Urteil, das perfekt zum Selbstverständnis der Werft passt: ein 8-Meter-Einrumpfboot, gebaut für Geschwindigkeit. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum streng funktional gestaltet: vier Kojen, ein kleiner Tisch und eine kleine Pantry. Die Anzahl der Kojen und die minimale Pantry spiegeln ein Boot wider, das in erster Linie als Einrumpfboot und erst in zweiter Linie als Wochenendboot konzipiert wurde; Volumen wurde zugunsten der langen Wasserlinie und der Segelbeschläge geopfert. Die Kapazität für vier Personen wird unmissverständlich als Ausstattung für den Unterhalt an Bord angegeben. (1)
Das Fazit
Die First Class 8 ist eine reinrassige Geschwindigkeitsmaschine, getarnt als kleines Kielboot. Ihre lange Wasserlinie, der Hubballastkiel und das mit Läufern ausgestattete 7/8-Rigg liefern das Regattaverhalten, das die Werft versprochen hat, während die Breite von unter 2,50 Metern und das aufholbare Ruder eher auf ein Boot für Regatten und Tagestouren als auf eine Fahrtenyacht hindeuten. Der spartanische Innenraum ist ehrlich zu diesem Konzept. Für Segler, die eine leichte Monotypie mit langer Entwicklungsgeschichte und einer starken Einheitsklasse suchen, bleibt sie eine durchdachte Wahl; wer jedoch Komfort oder viel Stauraum erwartet, wird enttäuscht sein.
Vorteile
- Lange Wasserlinie und hoher prismatischer Verformungskoeffizient für maximale Geschwindigkeit
- Hubbarer Kiel und Ruder mit einer Breite von unter 2,50 Metern für den Transport
- 7/8-Rigg mit Bakstagen und großem Großsegel für Performance-Fokus
- Fast 1.000 gebaut mit über zwölf Jahren kontinuierlicher Weiterentwicklung (1)
Nachteile
- Minimaler Wohnraum: nur vier Kojen, kleiner Tisch, kleine Pantry
- Leistungsoorientierte Aufteilung lässt kaum Raum für Komfort oder Fahrtenkomfort (1)











