Design und Konstruktion
Winner Yachts beschreibt die Winner 8 als hochwertigen GFK-Serienbau und die Designlinie geht auf Cees van Tongeren von Van de Stadt Design zurück – dieselbe Partnerschaft, die das Modellprogramm der Werft ab Mitte der 1980er Jahre prägte. Der Rumpf besteht aus massivem GFK mit einem von innen laminierten Deck für eine steife, wasserdichte Verbindung. Zur Vorbeugung von Osmose setzte die Werft Isophthalsäureharze ein. Über der Wasserlinie wird das im Jahr 2013 entwickelte Sandwich-Rigg mit Schaumkern im Vakuuminfusionsverfahren übernommen. Jedes Exemplar ist mit Doppelruder und einem Bulbkiel erhältlich, der in zwei Tiefen angeboten wird: einer Standardversion mit 1,00 m Tiefgang und einer Version mit 1,50 m Tiefgang für tiefere Gewässer. Der leichtere Standardkiel macht sie für fast alle Binnenseen geeignet, während die tiefere Option den Revierbereich vergrößert. Bei der Konstruktion wurde das Gesamtgewicht im Blick behalten: Das Boot inklusive Trailer wiegt nur 3.500 kg, was es zu einer echten, trailerbaren Regatta-/Fahrtenyacht macht. (1)
Rigg und Handhabung
Die Winner 8 ist eine 7/8-Slup mit Aluminiumspieren und einer Salingstellung von 24 Grad. Ein bemerkenswertes Detail ist das auf einem Peitschenstag gefahrene Achterstag, sodass es beim Wenden und Halsen das Square-Top-Großsegel nicht behindert. Der Traveller sitzt weit vorn, und die Pinne positioniert die Motorsteuerung achtern für bessere Kontrolle im engen Raum. Ein ausziehbarer Bugspriet unter Deck unterstützt den Segelplan für raume Kurse, und das Deck selbst ist für das sportliche Segeln ausgelegt. Die Fahrtenversion verfügt über eine Segelfläche von 431 Quadratfuß bei einem SA/D-Verhältnis von 23,92; das Performance-Modell bietet zusätzliche 83 Quadratfuß für ein SA/D von 26,24 und verliert durch den kürzeren Bulbkiel 137 Pfund, um die Agilität zu erhöhen. Der leichtere Kielschwein-Bulbkiel des Performance-Modells markiert den deutlichsten Unterschied zwischen den beiden Versionen. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist die Aufteilung für ein Boot von 26 Fuß 3 Zoll beeindruckend: Es herrscht fast Stehhöhe und es gibt Schlafplätze für fünf Personen. Eine Doppelkoje achtern verläuft bis zum nahezu vertikalen Spiegel und nutzt die Breite des Rumpfes optimal aus. An Steuerbord der Niedergangstreppe befindet sich eine separate Nasszelle mit einer Außenschranktür, und weiter vorn liegt eine kleine, aber ausreichende Pantry. Der Motor, ein Yanmar 1GM10 mit Saildrive und einer Leistung von 9,1 PS, ist unter den Niedergangsstufen platziert und dominiert so nicht den Salon. Die Kraftstoff- und Wasserkapazität beträgt jeweils 18 Gallonen. (2)
Refits und Unterhalt
Die meisten Beschläge in der Kabine und an Deck lassen sich modernisieren – von Herd und Kühlschrank bis hin zu Stauräumen –, und das Boot kann im Laufe der Zeit an die wechselnden Anforderungen des Eigners angepasst werden. Die Option mit zwei Kielen bedeutet, dass ein Käufer je nach geplantem Revier zwischen dem Standard-Flachkiel oder dem tieferen 1,50 m-Kiel wählen kann. Die Trailerbarkeit und die einfachen Systeme halten den Unterhalt überschaubar.
Das Fazit
Die Winner 8 ist eine durchdacht aufgebaute kleine Regatta-/Fahrtenyacht, die in Bezug auf Wohnkomfort und Vielseitigkeit an Leistung zulegt. Die Van de Stadt-Pedigree und die Disziplin von Winner bei der Rumpfkonstruktion und dem Laminat geben ihr eine solide Basis, während das Cruiser/Performance-Splitting denselben Rumpf sowohl für eine Familie als auch für eine Regattaflotte ermöglicht.
Vorteile
- Beeindruckende Aufteilung unter Deck für 26 Fuß, inklusive einer über die gesamte Breite reichenden Achterkoje und separater Nasszelle
- Doppelruder und zwei Tiefgangsvarianten erweitern die Einsatzmöglichkeiten von Seen bis zum offenen Wasser
- Das Performance-Modell bietet spürbare Gewinne bei Segelfläche und Kielgewicht ohne einen anderen Rumpf
Nachteile
- Die Pantry wird als klein beschrieben, was die Vorbereitung auf längere Törns einschränkt
- Der Standardtiefgang und der bescheidene Ballast machen sie eher zu einem Leichtwindboot für Seen als zu einer Hochseeyacht






