Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus GFK gefertigt und verfügt über einen Flossenkiel mit Bulbkiel, der die 33 Cruiser komfortabel innerhalb der Tiefgangsgrenzen von Marinas hält und gleichzeitig ein seetüchtiges Profil bewahrt. Quellen geben eine Länge über alles von rund 10,3 Metern und eine Breite von fast 3,48 Metern an, obwohl sich die Werte für Verdrängung und Tiefgang je nach Referenz unterscheiden und als einzelner exakter Wert am besten ungenannt bleiben. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,95 und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 206 ordnen sie in das, was eine Konstruktionsübersicht als „gemäßigte Regattayachten“ bezeichnet, anstatt als reine Fahrtenyachten oder reinrassige Regattaboote. Ihr Komfort-Ratio von 23,2 deutet auf ein stabiles Seeverhalten in moderater See hin, anstatt auf einen weich schwebenden Küstenrumpf. Ein Kenterungsverhältnis von 2,00 bedeutet, dass sie unter dieser Regelung nicht für Hochseeregatten zugelassen wäre, aber für Küsten- und Binnensegeln bestätigt es einfach eine moderne Rumpfform mit moderatem Volumen. Die benetzte Fläche von etwa 35 Quadratmetern und ein Immersionsgrad von fast 209 kg pro Zentimeter vermitteln ein greifbares Gefühl dafür, wie sie Lasten trägt und sich mit Crew und Tankkapazitäten verhält. (1)
Rigg und Handhabung
Einfache Handhabung war von Anfang an ein Designkonzept, wobei Fallen und Schoten zum Steuerstand geführt sind, sodass ein einzelner Segler die Trimmklappen am Rad bedienen kann. In ihren Rezensionen beschrieben Kritiker eine ergonomische Plicht mit am Steuerstand konzentrierten Leinen für das Manövrieren. Das 7/8-Slup-Rigg ist mit einem Rollgroßsegel ausgestattet, und der Decksaufbau gilt als gut durchdacht, was für mehr Vielfalt beim Segeln unter den neuen Segeln sorgt, die das Boot ausstattet. Die Längen der laufenden Leinen sind praktisch und nicht minimalistisch gehalten: Die Schoten von Fock und Genua sind etwa 10,2 Meter lang und haben einen Durchmesser von 12 mm, die Großschot misst 25,6 Meter und die Spinnakerschot 22,6 Meter – alle Größen sind für sicheren Halt ausgelegt und nicht für Gewichtseinsparung optimiert. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei einer Verdrängerrüste dieser Länge bei rund 7,3 Knoten, und die allgemeine Wahrnehmung in damaligen Tests war die eines kraftvollen Einrumpfboots mit echten Seetugenden, ganz im Gegensatz zu einem reinen Charter-Softie. (2)
Unterbringung
Unter Deck zeigt die 33 Cruiser eine hervorragende Verarbeitung und einen modernen Stil, der längere Aufenthalte ermöglicht. Sie verfügt über zwei Kabinen mit insgesamt vier Kojen (in einer Spezifikation sind zwei Einzelkojen aufgeführt), eine Nasszelle mit WC und eine voll ausgestattete Pantry. Große Sitzbänke im Salon und das ergonomische Cockpit oben sorgen dafür, dass sich das Boot für seine Länge sehr geräumig anfühlt. Die Aufteilung bietet Platz für maximal sechs Passagiere, ohne den Schlafplan mit den beiden Kabinen zu beeinträchtigen. Die 150-Liter-GFK-Kraftstofftank und der 150-Liter-Wassertank aus GFK (in einer anderen Quelle werden 210 Liter Wasser angegeben) befinden sich im CE-zertifizierten Rumpf. Die Saildrive-Anlage mit einem Volvo Penta D1-30 Motor von 18 bis 30 PS bietet ein berechenbares Hilfsantriebsprofil.
Das Fazit
Die Bavaria 33 Cruiser ist ein gelungenes mittelgroßes Entwurf aus der J&J-Ära bei Bavaria: modern in Form des Rumpfes, gutmütig im Handling und in einer Qualität verarbeitet, die sowohl im Charterbetrieb als auch im privaten Besitz bestens hält. Sie ist zwar keine reine Hochseeregattayacht, aber eine seetüchtige Fahrtenyacht für Küstenfahrten und Blauwasserreisen mit praktischem Deck und hellem Innenraum.
Vorteile
- Auf die Pinne geführte Fallen und Schoten machen das Segeln im Einhand- oder Crewbetrieb absolut handhabbar
- Flossenkiel mit Bulbkiel und moderatem Tiefgang erleichtert den Hafenzugang ohne Abstriche bei der Balance
- Zwei-Kabinen-Layout mit vier Kojen, voll ausgestatteter Pantry und moderner Ausstattung
- CE-zertifizierter GFK-Rumpf mit praktischer Tankkapazität und Volvo Penta Saildrive
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis schließt eine Zulassung für Hochseeregatten aus
- Die Werte für Verdrängung und Tiefgang variieren je nach Quelle, sodass genaue Gewichte durch ein Gutachten bestätigt werden müssen
- Unterscheidet sich vom späteren Cruiser 33 — Käufer müssen die exakte Modellbezeichnung prüfen




