Design und Konstruktion
Der Rumpf der A31 ist eine vakuuminfundierte Sandwichkonstruktion aus Glasfaserharz mit einer strukturellen Infusionsinnenverkleidung und einem Kompositdeck, gebaut nach einem von Canadian Boating als umweltfreundlich beschriebenen Verfahren. Auch die A31 nutzt bei ihrer Konstruktion das Harzinfusionsverfahren, wobei die maximale Breite weit nach achtern getragen wird, um einen extrem breiten Spiegel zu erzeugen und Kimmkanten am Rumpfboden zu vermeiden. Ein relativ weicher Übergang zum Kiel im Achterschiff mit viel Ausladung des Überwasserschiffs sorgt für Volumen im Überwasserschiff ohne harte Kanten. Unter Deck passen die Lukenschaufeln zu den Borddurchlässen, durch die die Bolzen der Genuaschienen gesichert sind, und ein Inspektionsluke im Deck ermöglicht es dem Hubbeschlag beim Kranen, hindurchzugehen. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg ist mit doppelt zurückgepfeilten Salingen ausgestattet, kombiniert mit einem Aluminiummast und -baum sowie Dyform-Ankerbeschlag. Alle Steuerleinen laufen zurück ins Cockpit, und eine 105%-Genua macht das Boot mit den Harken selbstholenden 46.2-Schnellwinschen leicht zu handhaben. Integrierte Barber-Haulers ermöglichen es der Crew, den Schotwinkel der Genua nach außen zu verstellen, ohne die Genuaschiene verschieben zu müssen. Der Großschottrimmer befindet sich hinter dem Steuermann und bedient ein 9:1-Großsegel mit 9:1-Achterstag und einem Ronstan-Traveller. Ein schmaler Kajütaufbau im Vorschiff ermöglicht einen Schotwinkel von 11 Grad zu den Genua-Schienen. Der Spinnaker wird durch die vordere Luke gesetzt und eingeholt; das Boot ist für einen Masttoppspinnaker ausgelegt, wird jedoch für Regatten mit einem asymmetrischen Spinnaker getakelt. Harken 40.2-Kajütwinschen bedienen das Kitesegel, wobei ein Carbon-Pole im Regatta-Paket Standard ist. Das 1,90 m tiefe Spatenruder sorgt laut dem Testanker von Canadian Boating für ein sehr direktes Rudergefühl, und eingelassene Fußstützen helfen beim Aufrechterhalten des Gleichgewichts bei Krängung gemäß dem Testanker der A31-Bewertung. (2)
Unterbringung
Im Innenraum bietet die A31 Platz für sechs Personen mit einer Doppelkoje achtern, einer gut ausgestatteten Pantry, einer separaten Eignersuite im Achterschiff und einer geräumigen Nasszelle, die eine Arbeits- und Stauraumfläche kombiniert. Die Nasszelle befindet sich achtern an Steuerbord, eine Doppelkoje im Achterpiek liegt an Backbord und die kleine Pantry ist an Backbord untergebracht, wobei die Kühlbox auf der Steuerbordseite neben dem Kartentisch steht; es gibt nur einen Kleiderschrank. Der saubere Innenschalen-Konstruktion fehlt ein Innenschaum, und laut Berichten von Eignern gibt es auch kein vorderes Schott zur V-Koje, sodass Segel flach gelagert werden können, ohne sich zu verbiegen. Helle, warme Holztöne, klare weiße Akzente und moderne Mikrofasermöbel schmücken den Raum. Alle Türen sind mit Reißverschlüssen versehen, um Privatsphäre zu gewährleisten, und die Stehhöhe beträgt 1,80 m unter Deck. Eine große Plicht mit einer riesigen achteren Backskiste beherbergt Rettungsinsel, Fender und Rettungswesten, und ein eigener Bereich achtern ist für die Rettungsinsel reserviert. (1)
Systeme und Motor
Der Standard-Hilfsmotor ist ein 14 PS Nanni Diesel mit der Option auf einen Saildrive für 20 PS, und der Motor ist von vier Seiten zugänglich, um das Anker zu warten. Ein opaker Kunststoff-Kraftstofftank macht den Verbrauch auf einen Blick sichtbar, und der Wassertank nutzt eine abnehmbare Membran für einfache Reinigung. Die Elektrik ist so dimensioniert, dass ein Erwachsener ohne Verrenkungen daran arbeiten kann. Es wurden Nexus-Instrumente installiert, die über GPS/USB mit einem Laptop und einem externen Monitor verbunden sind, und die Badeplattform lässt sich in einer Polypropylen-Röhre am Spiegel mit angeformten Kunststoffgriffen zur Rostvermeidung verstauen. (1)
Das Fazit
Die Archambault 31 ist eine reinrassige IRC-Regatta-/Fahrtenyacht, die sich nicht als reiner Fahrtenkreuzer ausgibt: Ihr breites Heck, der Sandwich-Rumpf und das regattaorientierte Decks-Layout setzen auf Geschwindigkeit und präzise Handhabung, während der saubere Innenausbau und das Schlafplatzangebot mit sechs Kojen Wochenendtörns realistisch bleiben lassen. Sie ist ein Vollblüter, kein Kutter für den Ferienurlaub.
Vorteile
- Direktes, feinfühliges Spatenruder mit 1,90 m Steuerbord-Schwert und vielseitigem Motorzugang
- Regatta-taugliche Plicht: alle Leinen nach achtern, Barber-Haulers, asymmetrischer Spinnaker-Setup
- Infundierter Sandwichbauweise mit breitem, knickfreiem Heckspiegel
- Praktische Tankkapazitäten: sichtbarer Kraftstoffstand, entnehmbare Wassertasche
Nachteile
- Kleine Pantry und nur ein Hängeschrank begrenzen den Komfort beim Fahrtensegeln
- Kein Bugspriet vorhanden; schmaler Kajütaufbau im Vorschiff
- Reißverschluss-Türen aus Stoff anstelle von festen, privaten Türen






