Design und Konstruktion
Der Rumpf der Warrior 40 ist aus GFK mit einem Glattdeck, einer Konfiguration, die strukturelle Einfachheit und Wetterschutz dem luftigen Volumen eines erhöhten Salonprofils vorzieht. Mit einer Länge über alles von 39'4", einer Wasserlinie von 31'3", einer Breite von 13'0" und einem Tiefgang von 5'0" verfügt sie für ihre Größe über einen relativ flachen Kiel, was ihren Revierbereich in flacheren Gewässern erweitert, während das Schwerpunktverhältnis durch ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 44,1 % niedrig gehalten wird. Dieser Eisenballast sitzt in einem Flossenkiel in Kombination mit einem Skeg-aufgehängten Ruder, eine Aufteilung, bei der sich die Ruderblattspitze im geschützten Strömungswirbel hinter dem Kiel befindet. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 411 klassifiziert sie eindeutig als schwere Fahrtenyacht, und die registrierte Tonnage von 14,83 Tonnen – die im Fahrtmodus auf 16 Tonnen ansteigt – bestätigt die Substanz unter den Glattdecks. (1)
Rigg und Handhabung
Ihr Kutterrigg basiert auf einem Rollgroßsegel im Mast, einem selbstwendenden Stagsegel ohne Baum und einer großen, 135 % überlappenden Genua. Der an Deck stehende Mast trägt zwei Querträger und ein Paar nach vorn gerichteter Hilfstraversen, die durch ein verstellbares Achterstag gespannt werden. Diese Konfiguration unterstützt das innere Vorstag des Kutters, ohne dass ein störendes, dauerhaftes Babystag nötig wäre. Die Schotführung erfolgt über Lewmar 44 Winschen, wobei jeweils 40-mm-Leinen für die Fallen reserviert sind. Das moderate Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von etwa 15,0 sorgt für solide Leistung bei normaler Windstärke, ohne das Boot in den Bereich von Performance-Cruisern zu drängen. In Kombination mit einem Ballastanteil von über 40 % ist das Boot so gebaut, dass es steif steht und unter Segeln sehr stabil bleibt. Die Komfort-Ratio von 41,6 deutet auf einen Rumpf hin, der darauf ausgelegt ist, das Einsetzen und Rollen zu reduzieren, obwohl ein Eigner gelegentlich unangenehmes Rollen vor Anker bemerkte – eine völlig andere Situation als das Verhalten auf See. (1)
Unterbringung und Ausrüstung
Unter Deck bietet die Warrior 40 eine mit sechs Kojen ausgestattete Kabine, die als vernünftig, geräumig und praktisch statt luxuriös beschrieben wird. Die Wasserkapazität von 156 Gallonen gegenüber einem Kraftstofftank von nur 50 Gallonen signalisiert ein Design, das eher auf langfristige Autarkie unter Segeln ausgelegt ist. Die kleinere Dieselreserve entspricht einem Boot, von dem erwartet wird, dass es Törns unter Segeln absolviert. Ein tragbarer 4-kW-Generator lässt sich in einer GFK-Pod unter der Skipper-Koje verstauen und liefert über einen Wechselrichter 440 Ampere-Stunden – eine flexible Stromquelle, die eine dauerhafte Installation eines motorbetriebenen Generators überflüssig macht. An Deck trägt eine Doppel-Bow-Rolle ein 45 Pfund schweres CQR-Anker mit 40 Metern Kette und gleichem Vorleger, welches von einer elektrischen 1.000-Watt-Ankerwinde bedient wird. Viele Boote wurden ohne feste Bugsprietklappe ausgeliefert, sodass diese Schutzmaßnahme vom Eigner nachgerüstet werden muss.
Bekannte Schwachstellen
Das Hauptaugenmerk der Struktur liegt auf dem Vordeck. Ein Eigner stellte fest, dass das Deck unter der Last des Ankerschwebers nachgab, und löste das Problem durch ein Refit mit massiven Edelstahl-Bergeringen über und unter dem Deck, was das Problem endgültig beseitigte. Ein Käufer oder Gutachter sollte die Montage des Ankerschwebers und die umgebende Decksstruktur als Schwerpunkt der Inspektion betrachten, da sich die ursprüngliche Konstruktion unter Last als unzureichend erwiesen hat. (2)
Refits und Eignerschaft
Eigner, die mit diesen Booten ernsthaft Fahrtensegeln, kümmern sich meist routinemäßig um die fehlende feste Sprayhood und verstärken die Montage der Ankergeschirr-Klemmen. Das Rollgroßsegel im Mast und das Selbstwendestagsegel reduzieren bereits die Arbeitsbelastung der Crew, und der an Deck stehende Mast mit Hilfsschäften ist eine bewährte, wartungsarme Konstruktion, keine versteckte Komplikation. Die großzügigen Tankkapazitäten und der einbaubare Generator deuten auf ein Boot hin, das für Eigner konzipiert wurde, die ihre Ausrüstung ganz nach ihren Reiseplänen zusammenstellen.
Das Fazit
Die Warrior 40 ist eine durchdacht proportionierte Blauwasser-Fahrtenyacht, deren schwerer Verdrängerrumpf, hoher Ballastanteil und praktisches Kutterrigg sie zu einer zuverlässigen Begleiterin auf See machen. Sie ist keine Leichtwind-Rakete, aber sie ist stabil, geräumig und für Langstrecken ausgerüstet. Die Verstärkung des Vordecks ist ein bekanntes und behebbares Problem und kein systemischer Mangel.
Vorteile
- Steifer, stabiler Rumpf mit 44,1 % Ballastanteil und hoher Seetüchtigkeit durch schwere Verdrängung
- Praktisches Kutterrigg mit Mastfurlung und selbstwendendem Stagsegel
- Großzügige Wasserkapazität von 156 Gallonen für lange Passagen
- Vernünftiges, geräumiges Layout mit sechs Kojen
Nachteile
- Vorschiff wurde bei mindestens einem Eignerboot unter der Last des Ankers unter Spannung gesetzt
- Gelegentliches, unangenehmes Rollen vor Anker gemeldet
- Viele Boote wurden ohne feste Sprayhood ausgeliefert






