Voyager 20 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Herb Stewart/International Marine·2013·International Marine
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · schwert
Rigg
7/8-Slup
LOA
20.5' · 6.25 m
Verdr.
2.150 lbs · 975 kg
Erstes Baujahr
2013

Die Voyager 20 ist eine 20 Fuß 5 Zoll lange Schwertsloop, die als anspruchsvollere Cousine der Potter 19 auf den Markt kam. Sie wurde von der Werft International Marine in Kalifornien gebaut und direkt an Kunden verkauft, bevor das Unternehmen schloss. Herb Stewart und der damalige Eigner von International Marine, Ken Lange, entwickelten den Entwurf um eine übernommene FlossenkielIdee und ein aufholbares Schwert herum. Das Ergebnis ist eine kleine Fahrtenyacht, deren bescheidene Verdrängung von 1.750 Pfund und Wasserlinienlänge von 17,5 Fuß eine wirklich durchdachte Herangehensweise an das trailerbare PocketCruising verbergen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
20,5 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
17,5 ft
Breite
7,5 ft
Tiefgang
5 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Schwert
Ruder
1× —
Ballast
605 lbs
Verdrängung
2.150 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
175 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
16,81
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
28,14
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
179,09
Komfort-Ratio
12,33
Kenterungsverhältnis
2,32
Rumpfgeschwindigkeit
5,61 kn

Design und Konstruktion

Die prägende Konstruktionsmerkmale der Voyager 20 sind ihr Kiel. Stewart und Lange übernahmen das Profilkiel-Design der Montgomery 17 und fügten eine Schwertkupplung hinzu, um die Leistung am Wind zu verbessern. Dadurch ist der einlaminierte Bleikiel die größte Verbesserung gegenüber dem Potter 19. Über der Wasserlinie verfügt das Boot über robuste Lewmar Luken und Bullaugen, und der Rumpf ist ein solider GFK-Einrumpfer mit Kielschwert. Das konservative Ballast-Verdrängungs-Verhältnis und der Knickspant hielten sie auch in den Tests aufrecht – ein struktureller und geometrischer Fakt, kein Marketingversprechen. Das hohe Freibord und die Sülls sorgten zudem dafür, dass die Plicht vor Anker trocken blieb. (1)

Rigg und Seeverhalten

In der Zeitschrift Practical Sailor fanden Tester die Voyager 20 bei einer Brise von 8 bis 11 Knoten in Sarasota Bay mit vier Erwachsenen und einem Hund an Bord überraschend stabil und gut ausgewogen – eine Last, die viele Boote dieser Größe bereits aus dem Gleichgewicht bringen würde. Am Wind lief das Boot mit aufgeholtem Schwert hervorragend Höhe am Wind, doch beim Testsegeln zeigte sich deutlich mehr Auftrieb mit abgesenktem Schwert. Zudem ging das Boot auf einer GPS-on-Track-Kurslinie mit berücksichtigter Abdrift absolut pünktlich durch 90 Grad Wende. Diese Werte beschreiben eine Schwertsloop, die sowohl gutmütig als auch recht effizient ist, obwohl der relativ flache Boden beim Kreuzen gegenan dazu neigte, im Kabbelwasser zu stampfen. (1)

Unterbringung

Im Inneren behält die Voyager 20 das fast identische Layout der Potter 19 bei und bietet eine kompakte Spüle, eine tragbare Toilette sowie eine V-Koje im Vorschiff. Zudem verfügt sie für ein Boot dieser Länge über reichlich Stauraum. Die Kabine ist eher funktional als geräumig und stammt eindeutig von einem bewährten Pocket-Cruiser-Entwurf ab. Das Direktvertriebsmodell bedeutete, dass Käufer dieses Layout ohne den Verkaufspreisaufschlag eines Händlers erhielten, bevor International Marine schloss.

Bekannte Schwachstellen

Das einzige bekannte Manko unter Segeln ist die Tendenz, beim Aufkreuzen gegen den Wind in Kabbelwasser zu stampfen – eine direkte Folge des relativ flachen Bodens und kein struktureller Defekt. In den Prüfungen wurde keine weitere betriebliche oder strukturelle Schwachstelle festgestellt, und die robusten Luken und Bullaugen deuten darauf hin, dass die Decksbeschläge für den regelmäßigen Gebrauch ausgelegt sind.

Das Fazit

Die Voyager 20 ist eine kleine, intelligente Fahrtenyacht, die ein bewährtes Layout eines Pocket-Bootes übernommen und mit einer wirklich besseren Kiel-und-Schwert-Kombination ausgestattet hat. Sie segelt stabil, trocken und gutmütig, bietet praktische Unterkünfte und eine ehrliche Bauweise. Ihr einziger echter Schwachpunkt beim Segeln ist das Stampfen im Kabbelwasser am Wind, was jedes flachbödige Schwertboot teilt.

Vorteile

  • Einlaminiierter Bleikiel mit zusätzlichem Schwert für hervorragende Leistung am Wind
  • Stabil und gut ausgewogen unter Last bei mäßigem Wind
  • Trockene Plicht dank hohem Freibord und Süllranden
  • Praktische Aufteilung mit reichlich Stauraum

Nachteile

  • Stampft im Kabbelwasser durch die Wellen beim Aufkreuzen
  • Kompakte Kabine mit nur dem absoluten Minimum

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