Design und Konstruktion
Robert Harris setzte die Vancouver 32 auf einen Langkiel mit Kuttertakelung – eine Konfiguration, die Kursstabilität und Seetüchtigkeit über Agilität stellt. Das Boot verdrängt 14.000 Pfund bei einer Wasserlinienlänge von 27,5 Fuß, wobei 6.000 Pfund Eisenballast zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 42,9 führen – ein Wert, der erklärt, warum sie sich bei starkem Wind steif aufrichtet. Ihr Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 301 stuft sie als schwer ein: Sie beschleunigt nicht schnell, kann aber viel Zuladung für Törns tragen und unruhiges Wasser gut dämpfen. Eigner, die das Boot regelmäßig segeln, schätzen die solide Bauweise sehr, was auch von anderen Booten dieser Klasse berichtet wird. (1)
Rigg und Handhabung
Als Kutter verteilt die Vancouver 32 ihre Segelfläche von 576 Quadratfuß auf ein überschaubares Rigg, und Eigner berichten von einer einfachen Handhabung als einer ihrer Stärken. Diese Leichtigkeit wird jedoch durch die Zahlen ausgeglichen: Ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,9 ist niedrig, was bedeutet, dass sie untertakelt ist und eine gute Brise benötigt, um in Fahrt zu kommen. Derselbe Tiefgang, der sie stabil macht, sorgt bei leichtem Wind für Trägheit. Wo sie der Crew besonders viel Freude bereitet, ist auf See – eine Komfort-Ratio von 32,4 sorgt für ein angenehmes Verhalten im Seegang, und ein Kenterungsverhältnis von 1,8 ordnet sie zu den Booten ein, die sich am wenigsten kentern lassen. Harris’ Langkielrumpf ist nicht für Regatten gebaut, sondern dafür, Menschen und Proviant sicher durch das Wetter zu bringen. (1)
Unterbringung
Die Standard-Vancouver 32 bietet bis zu sechs Schlafplätze in drei Kabinen: eine Doppelkoje im Vorschiff, zwei Einzelkojen im Salon und zwei Einzelkojen in der Achterkabine. Eigner schätzen den geräumigen Innenraum und die reichlich vorhandenen Stauräume, die sich hervorragend für längere Törns eignen. Die alternative Pilothouse-Version erhöhte das Deckshaus, um Stehhöhe und Sicht im Salon zu gewinnen, und bot unterschiedliche Motorisierungsvarianten sowie ein leicht abweichendes Layout. Einige Pilothouse-Modelle wurden in Taiwan für den US-Markt gebaut, während andere aus Großbritannien für Europa kamen – diese Aufteilung bedeutet, dass ein Käufer beim Ankauf eines bestimmten Deckshauses Herkunft und Ausstattung genau prüfen sollte.
Refits und Eignerschaft
Da die Produktion 1991 endete und nur 63 Boote gebaut wurden, existiert die Vancouver 32 als kleine Flotte reifer Boote. Die originalen Rümpfe von Pheon und Northshore sowie die importierten Pilothouse-Modelle von Ta Yang zeigen mittlerweile die Refit-Historie ihrer Eigner. Aufgrund der unterschiedlichen Motoroptionen der Pilothouse-Varianten sind die Antriebskonzepte in der Klasse nicht einheitlich; daher muss jedes einzelne Boot anhand seiner installierten Maschine bewertet werden, anstatt nach einem einzigen Klassensatz.
Das Fazit
Die Vancouver 32 ist eine ernsthafte kleine Fahrtenyacht aus der Harris–Vancouver-Linie: schwer, steif und beruhigend stabil, wenn auch träge im Segelverhalten bei einer Brise. Sie belohnt Fahrtensegler, die Stauraum, Schlafplätze und ein berechenbares Seeverhalten über Geschwindigkeit stellen. Die Pilothouse-Version verleiht diesen Vorzügen zusätzlichen Schutz und bessere Sicht unter Deck.
Vorteile
- Steif und stabil mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 42,9
- Geringes Kenterungsrisiko (Kenterungsverhältnis 1,8)
- Schlafplätze für sechs Personen mit großzügigem Stauraum
- Solide Bauweise, die bei Eignern geschätzt wird
Nachteile
- Unterpowered bei leichtem Wind (SA/D 15,9)
- Schwer und unagil (D/L 301)
- Nur 63 Exemplare gebaut, was die Auswahl auf dem Markt einschränkt










