Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus einem Stück massivem Glaslaminat gefertigt, das von Hand mit abwechselnden Schichten aus Matratzenstoff und Gewebevlies laminiert wurde. Von der Gelcoat-Schicht bis ins Laminat hinein wird durchgehend Isophthalsäureharz verwendet. Die Bodenwrangen bestehen aus schwerem Matratzenstoff und Gewebevlies auf hochdichtem geschlossenzelligem Schaumstoff, und die Bilge wird mit bis zu zwei Zoll massivem Glaslaminat ausgeführt. Der Kiel trägt 7.000 Pfund externes Blei, das mit 3M 5200 am Boden der Bilge verklebt und mit mindestens elf 3/4-Zoll-verstärkten Edelstahl-J-Bolzen mit 1/4-Zoll-Gegenplatten gesichert ist. Das Deck nutzt einen Baltek-Balsakern für Steifigkeit und Gewichtseinsparung, mit strukturellem Schaumstoff in hochbelasteten Bereichen, und ist an einer umgekehrten Flanschplatte mit 5200 und Edelstahlbolzen im Abstand von 4 1/2 Zoll am Rumpf befestigt. Unterhalb der Wasserlinie im Vorschiff verleihen tiefe V-Profilsektionen und ein erheblicher Tumblehome unter einem subtilen Deckssprung dem 39 sein charakteristisches Profil, und eine halbe Zoll dicke Schaumschicht von der Wasserlinie nach oben bietet Isolierung und Schalldämmung.
Rigg und Handhabung
Der vergrößerte Segelplan der 39 basiert auf einem maßgeschneiderten, auf Kiel gesteppten Masttopprigg mit zwei Salingen und einem robusten, röhrenförmigen Edelstahl-Bugspriet, das das vordere Ankergeschirr vergrößert. Ein inneres Vorstag, das hinter dem Bugspriet am Vorsteven angeschlagen ist, trägt ein Arbeitsstagsegel in einer echten Kutter-Konfiguration, während Vor- und Achterliekstrecker sowie Püttinge, die an strukturellen Knien befestigt sind, das stehende Gut festmachen. Alle Valiant-Sparglieder sind durchs Deck gesteppt für maximale Festigkeit, und eine vollständige Ausstattung mit extra großen, selbstholenden Winschen ermöglicht es auch einer kleinen Crew, die Segel zu trimmen. Bei den Boot-of-the-Year-Tests bei 10 bis 12 Knoten Wind und leichtem Kabbelwasser erwies sich das Ruder als direkt und das Boot reagierte positiv auf Trimm; Geschwindigkeit und Beschleunigung waren nicht die Stärken, aber Manövrierbarkeit und das Finden eines angenehmen Winkels am Wind schon, und die Jury befand sie einstimmig als komfortabel zu segeln. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet der Salon längs angeordnete Sofakojen, die mit Leesegeln hervorragende Seekojen abgeben, sowie eine klappbare Dinette mittschiffs. Eine vollwertige Navigationsecke mit Kartentisch, Schalttafel und Elektronik ist an Backbord untergebracht, gegenüber auf Steuerbord eine sehr sichere U-förmige Pantry. Eine Nasszelle befindet sich achtern an Backbord, clever direkt neben, aber getrennt von einer einzigen Duschkabine, während kleinere Schlafkojen für zwei Personen die Steuerbord-Bucht und die Vorpiek einnehmen. Die Kabinenhöhe beträgt 1,96 m (6 Fuß 5 Zoll).
Systeme und Antrieb
Ein wassergekühlter Westerbeke 35B Diesel befindet sich im Motorraum hinter den Niedergangsstufen. Er wird von zwei abnehmbaren Kraftstofftanks aus Aluminiumlegierung achtern des Motors mit einer Kapazität von jeweils 47 Gallonen gespeist. Süßwasser wird in Edelstahltanks unter den Sofakojen mit 128 Gallonenkapazität gelagert, und ein Fäkalientank bietet zusätzliche 36 Gallonen. Das elektrische System umfasst eine zweifache 12-Volt-Gleichstrom-Bank sowie eine 110-Volt-Wechselstrom-Anschlussmöglichkeit für Landstrom mit einem 30-Ampere-Ladegerät. Die in Valiant montierte Schalttafel bietet einen Gleichstrom-Schalter mit 28 Leistungsschaltern, einen Wechselstrom-Schalter mit 12 Schaltern und Kontrollinstrumente.
Das Fazit
Die Valiant 39 fasst Robert Perrys Blauwasserphilosophie in eine handliche, robuste Fahrtenyacht zusammen, die eine unverwüstliche Struktur mit einem von einem Paar leicht zu bedienenden Kutterrigg verbindet. Ihre moderate Geschwindigkeit wird durch seegütiges Verhalten, sichere Unterkünfte und eine Bauweise ausgeglichen, die auf Redundanz und Schadensfestigkeit bei Grundberührungen setzt.
Vorteile
- Einteiliger GFK-Rumpf mit durchgehendem Isophthalsäureharz und bis zu zwei Zoll Glasfaser im Bilgenraum
- Externer Bleikiel, der durch elf J-Bolzen an einer strukturellen Kielaufhängung befestigt ist
- Echtes Kutterrigg mit durch das Bugspriet vergrößertem Vorsegeldreieck und extra großen selbstholenden Winschen
- Sichere U-förmige Pantry, separater Duschraum und Salonsofakojen mit Leegeschirr
Nachteile
- Geschwindigkeit und Beschleunigung sind laut Gutachtern bei Probefahrten nicht die Stärken
- Die Doppelkojen in der Achter- und Vorschiffskoje sind eher klein
- Nur eine einzige Nasszelle für das Layout







