Design und Konstruktion
Blomstergrens Entwurf aus dem Jahr 1982 weist eine Länge in der Wasserlinie (LWL) von 24,93 Fuß bei einer Gesamtlänge (LOA) von 31,5 Fuß auf. Mit einem Tiefgang von 5,74 Fuß und einer Breite von 10,33 Fuß verdrängt das Boot 8.598 Pfund. Der Ballast besteht aus 3.968 Pfund Blei, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 46 Prozent führt. Dies sorgt für ein stabiles, aufrichtbares Verhalten, ohne dass das Boot in die Trägheit schwerer Verdränger verfällt. Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, mit einem Flossenkiel und einem am Spiegel aufgehängten Spatenruder unter einem negativen Spiegel. Das Gutachten von Sailguide bezeichnet das Rumpfmaterial lediglich als Kunststoff und den Kiel als Blei, was mit der Spezifikation des Werftenherstellers für GFK und Blei übereinstimmt. Die Rumpfgeschwindigkeit von 6,69 Knoten ist eine berechenbare Funktion dieser LWL von 24,93 Fuß. (1)
Rigg und Segelplan
Die Trio 96 ist mit einem 7/8-Slup-Rigg mit an Deck stehendem Mast ausgestattet. Diese Konfiguration hält die Rigglasten überschaubar und befreit den Innenraum von einem Kielstaurigg-Kasten. Die angegebene Segelfläche von 667 Quadratfuß besteht aus einem 30 Quadratmeter Großsegel, einer 32 Quadratmeter Genua, einer 20 Quadratmeter Selbstwendefock und einem 70 Quadratmeter Spinnaker. Die Rigggeometrie – I von 11,1 Metern, J von 3,6, P von 12,4, E von 3,9 – beschreibt einen Kompromiss zwischen Masttopp-Rigg und 7/8-Rigg, der eine vielseitige Auswahl an Vorsegeln begünstigt. Ihre SRS-Wertung von 0.933 (0.914 ohne Downwind-Segel) positioniert sie als konkurrenzfähige Club-Regatta-/Fahrtenyacht im skandinavischen Handicap-Kontext, ohne dass eine spezielle Regattacrew erforderlich ist. (2)
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum mit Teakholz ausgestattet und für fünf bis sechs Kojen ausgelegt. Der Salon kombiniert eine leicht U-förmige Sitzecke mit einer Längssofa, wodurch der zentrale Bodenbereich frei bleibt. Die Pantry befindet sich an Steuerbord, die Navigationsecke an Backbord; hinter dieser Ecke liegt eine Doppelkoje, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit am Navigationstisch dient – eine wirtschaftliche Nutzung eines sonst ungenutzten Eckbereichs. Eine Nasszelle liegt zwischen dem Salon und dem Vorschiff, wo zwei Kojen über die gesamte Schiffslänge hinweg das Schlafangebot vervollständigen. Die Aufteilung ist kompakt, aber logisch und priorisiert die Wohnlichkeit einer kleinen Crew gegenüber großem, leeren Raum. (2)
Eigentums- und Produktionskontext
Die Produktion begann 1982, und das Boot wurde 1983 sowohl als fertig ausgebauter Neubau als auch als halbfertiger Bausatz angeboten – eine übliche skandinavische Praxis, die es einigen überlebenden Booten ermöglicht, Spuren von vom Eigner selbst eingebautem Innenausbau oder Systemvarianten zu zeigen. Der Yanmar 2GM mit 15 PS auf einer festen Welle ist ein unkomplizierter Antrieb mit langer Unterstützungshistorie. Die dokumentierten Tankkapazitäten weisen Null-Liter-Werte für Kraftstoff und Wasser auf, was eher den veröffentlichten Spezifikationen entspricht als der tatsächlichen installierten Kapazität. Daher hängt jede Reichweite beim Fahrtensegeln vollständig von vom Eigner installierten Tanks ab.
Das Fazit
Die Trio 96 ist eine gut proportionierte skandinavische Regatta-/Fahrtenyacht, deren 7/8-Rigg, bleiballastierter Flossenrumpf und Teak-Innenausbau ein stimmiges Paket für kleine Boote bieten. Sie belohnt Käufer, die ein dokumentiertes Blomstergren-Design und ein praktisches Layout mit fünf bis sechs Kojen mehr schätzen als reines Volumen oder moderne Systeme.
Vorteile
- Bleiballastierter Flossenkiel mit Spatenruder und negativem Spiegel – effiziente, berechenbare Rumpfform
- 7/8-Slup-Rigg an Deck mit Selbstwendefock und Optionen für Spinnaker
- Logischer Teak-Innenraum: Navigationsplatz an Backbord mit Doppelkoje, Pantry an Steuerbord, Doppelkoje im Vorschiff
- SRS-Rating von 0,933 für Clubregatten ohne vollbesetzte Crew
Nachteile
- Die angegebenen Fassungsvermögen für Kraftstoff und Wasser betragen Null Liter – die Autonomie auf Törns hängt vom Eigner ab
- Der 15 PS starke Diesel ist ausreichend, aber für eine Verdrängung von 8.600 Pfund unauffällig





