Design und Konstruktion
Rumpf und Sandwichdeck sind aus handaufgelegtem E-Glasfasergewebe gefertigt, wobei eine Reihe von Spanten und Längsträgern zusätzliche Steifigkeit im Rumpfbodenbereich bietet. Das Boot verfügt über einen tiefen, gusseisernen Schwenkkiel, der über eine clever konstruierte Hydraulik eingeholt und ausgefahren wird. Für Segler, die maximale Leistung vor Anker suchen, wird zudem ein fester Kiel mit Ballastbombe (5 Fuß 6 Zoll) angeboten. Ein elektrisches Kielsteuerungssystem ist optional erhältlich. Im Überwasserschiff sind das großzügige, selbstlenzende Cockpit und das Vordeck komplett mit Teakholz ausgestattet, ergänzt durch Mahagoni-Seitenwände und -Sülls auf der Kajüte; das Mahagoni lässt sich für Wartungsarbeiten leicht demontieren. Das klappbare Kajütdach nutzt zwei Gasdruckdämpfer, um den Niedergang in eine kleine, aber gemütliche Kabine zu öffnen. Die Verarbeitung überall ist absolut spektakulär. (1)
Rigg und Segelhandling
Das 7/8-Rigg ist serienmäßig mit einem Aluminiummast und -baum ausgestattet, wobei ein Carbon-Bausprit und ein Carbon-Mast als Option erhältlich sind. Eine separate Steuerstation achtern führt die Segelkontrollen zu einer Winsch und einer Reihe von Fallstoppern auf einer angeformten Trennwand. Die Großschot verläuft vom Baumende zu einem Traveller, der über die Pinne gelegt ist, was das Cockpit von einem kleinen Achterdeck mit Stauraum darunter trennt. Dieser Bogen hält die Arbeitsleinen des Rudergängers frei von den Gästesitzen und macht das Segeln mit kleiner Crew übersichtlich. (1)
Unter Segeln
Segler im Test fanden die Tofinou 8 angesichts des etwas kurz geratenen Ruders, das durch den schwenkbaren Kielanker erforderlich ist, überraschend agil. Bei kurzen Am-Wind-Wendemanövern auf flachem Wasser und etwa 10 Knoten wahrem Wind loggte der Tester über 5 Knoten bei einem scheinbaren Windwinkel von 40 Grad und musste sich während der Wendungen vor dem Übersteuern in Acht nehmen. Das Setzen des Bugspriets und das Aufholen des Kites erhöhten die Geschwindigkeit sofort auf 7–8 Knoten, und selbst in Böen blieben Ruderlage und Krängung komfortabel berechenbar. Das Verhalten des Bootes war zu jeder Zeit so feinfühlig und befriedigend wie sein Aussehen. (1)
Unterbringung
Unter der Kajüte bietet das Boot eine kompakte V-Koje im Vorschiff, zwei Sofakojen und Platz für eine chemische Ankerbombe. Der Zugang zur kleinen Maschine erfolgt über den Bodenbretter – hervorragend für ein Boot dieser Größe. Mit 7 Gallonen Diesel und 12 Gallonen Wasser ist der 9-PS-Yanmar eher ein bescheidener Helfer als ein echter Fahrtenmotor, und die 110-AH-Batteriebank deckt die grundlegenden Bedürfnisse ab. (1)
Das Fazit
Die Tofinou 8 ist ein gelungenes Designstatement, das sich auch unter Segeln mit echter Eleganz präsentiert. Der Schwenkkiel und der abnehmbare Mahagoni-Rumpf machen den Unterhalt praktisch, während der geschwungene Traveller und die verlegten Leinen für Ruhe in der Plicht sorgen. Sie ist bei leichtem Wind schnell und lebendig auf raumen Kursen, obwohl das kurze Ruder eine ruhige Hand erfordert.
Vorteile
- Handaufgelegter E-Glas-Rumpf mit internen Spanten und Längsträgern für hohe Steifigkeit
- Schwerer, schlanker Schwenkkiel mit präziser Hydraulik; Festkiel-Option für maximale Leistung
- Teak-Plicht und Vordeck mit leicht zu demontierenden Mahagoni-Umfüllungen
- Agiles, berechenbares Handling und hohe Geschwindigkeit bei Leichtwind und vor dem Wind
Nachteile
- Das kurze Ruder des Schwenkkiels erfordert sorgfältiges Steuern
- Die kompakte Kabine schränkt das Wohnen an Bord oder längere Törns ein
- Geringe Kraftstoff- und Wasserkapazität eignet sich eher für Tagestouren als für Langstreckenfahrten






