Design und Konstruktion
Rumpf und Schotten bestehen aus leichten GFK/Schaumkern-Verbundstoffen, und der Rumpf selbst ist eine handaufgelegte GFK-Hülle, die durch ein Gitterwerk aus Spanten und Längsträgern verstärkt wird. Sie wird von einem 8 mm starken Teakdeck abgeschlossen, das vakuuminjiziert auf einem Sandwich-GFK-Deckslayout aufgebracht ist. Optisch trägt das Boot eine mit Mahagoni überzogene Kimmverkleidung und Seitendecks im Kajütaufbau, hinter denen sich die Leinenkanäle erstrecken; diese Paneele können demontiert und bei Nichtbenutzung unter Deck gelagert werden. Mit einer Länge über alles von 39 Fuß 4 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 35 Fuß 6 Zoll, einer Breite von 10 Fuß 6 Zoll und einem Tiefgang von 7 Fuß 9 Zoll ist sie ein Einrumpfboot mit Bulbkiel und Spatenruder, das 3.086 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 10.582 Pfund aufweist – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 29 Prozent, das zusammen mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 29,27 auf eine lebendige, aber stabile Plattform hindeutet. (1)
Rigg und Handhabung
Ein Carbonmast dominiert das fraktionierte Slup-Rigg, und eine Selbstwendefock vereinfacht das Segeln mit kleiner Crew am Wind. Die Segelverstellung ist nach achtern zu einem Quartett von Harken-Winschen in der Plicht geführt, was die Kontrolle über den Trimm an der Radsteuerung konzentriert. Zwei Carbon-Ruderwheels – mit Lederbesatz für besseren Halt – ermöglichen es dem Steuermann, hinter jedem beliebigen Rad zu stehen und den Segelplan frei von der Kajütaufbaubrücke zu überblicken. Diese Aufteilung eignet sich hervorragend für ein Boot, das gleichermaßen für Gäste wie für die Crew konzipiert ist.
Unterbringung
Unter Deck ist die Aufteilung minimalistisch, aber ausreichend und wird in zwei Grundlayouts angeboten. Eine Option ist ein offener Innenraum im Entwurf von Philippe Starck – eine interpretative Gestaltung des kompakten Wohnraums für das Leben an Bord statt eines konventionellen Kabinenplans. An Deck ermöglichen lange, mit Teakholz belegte Sitzbänke und bequeme gepolsterte Rückenlehnen es den Gästen, sich zurückzulehnen, während das Boot an den Steuerrädern bedient wird, was die Grenze zwischen Plicht und Salon verwischt.
Ausrüstung und Decksbeschlag
Der Arbeitsbereich konzentriert sich um die beiden Steuerräder, wobei die Harken-Winschen und die nach achtern geführten Leinen die Ergonomie der Plicht prägen. Ein 29 PS starker Yanmar-Diesel liefert den Hilfsantrieb, unterstützt durch eine Batteriebank mit 3 x 110 Ah. Mitgeführt werden 13 Gallonen Diesel und 26 Gallonen Wasser – Werte, die zu einem Boot passen, das eher auf Segeln als auf Motoren oder langen Törns ausgelegt ist.
Das Fazit
Die Tofinou 12 ist ein markanter großer Daysailer: ein leichter, flacher Rumpf von Joubert/Nivelt mit Carbon-Rigg und einer wirklich geselligen Plicht, angeboten mit einem vom Künstler gestalteten Innenraum für Eigner, die Form ebenso schätzen wie Funktion. Sie ist keine volumenstarke Fahrtenyacht, aber sie ist ein durchdachtes Objekt.
Vorteile
- Erhebliche Gewichtseinsparung gegenüber typischen 40-Fuß-Serienbooten
- Kohlefasermast und nach achtern geführte Leinen für eine aufgeräumte Plicht
- Abnehmbare Süllplatten für den Winterlagerplatz
- Doppelradsteuerung mit Teaksitzen und gepolsterten Rückenlehnen
Nachteile
- Die minimalistische Ausstattung begrenzt die Reichweite auf Törns
- Geringe Kraftstoff- und Wasserkapazität für längere Passagen
- Der fast acht Fuß tiefe Tiefgang schränkt die Auswahl der Ankerplätze ein




