Sydney 32 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Murray Burns Dovell·2003·Sydney Yachts/Bashford Int.
Sydney 32 drawingWerftzeichnung
Rumpfart
Einrumpf · bulbkiel
Rigg
7/8-Slup
LOA
31.67' · 9.65 m
Verdr.
6.834 lbs · 3.100 kg
Erstes Baujahr
2003

Die Sydney 32 ist eine 31 Fuß 8 Zoll lange EinheitsklasseRegatta/Fahrtenyacht, die von Murray Burns & Dovell als jüngeres Schwestermodell der bewährten Sydney 38 entworfen wurde und 2003 unter der Flagge von Sydney Yachts in Produktion ging. Konzipiert als Einstiegssegelboot, das schnell, komfortabel und gutmütig bleibt, kombiniert der Entwurf ein nicht überlappendes 7/8Rigg mit einem knapp geschnittenen Rumpf, der so geformt ist, dass die Segellänge erhalten bleibt. Sie hat sich bereits eine eigene Klassenvereinigung aufgebaut, um Regatten zu koordinieren, und erweist sich zudem als konkurrenzfähig unter dem IRCHandicap.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
31,67 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
28 ft
Breite
10,5 ft
Tiefgang
6,67 ft
Maximale Stehhöhe
6,17 ft
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Sonstige
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Bulbkiel
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
2.380 lbs (Blei)
Verdrängung
6.834 lbs
Wasserkapazität
40 gal
Kraftstoffkapazität
18 gal

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
7/8-Slup
Vorliek Großsegel
39,7 ft
Unterliek Großsegel
14,76 ft
Vorsegeldreieck Höhe
40,62 ft
Vorsegeldreieck Basis
12,17 ft
Vorstaglänge (geschätzt)
42,4 ft
Segelfläche
541 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
24,03
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
34,83
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
138,98
Komfort-Ratio
15,84
Kenterungsverhältnis
2,21
Rumpfgeschwindigkeit
7,09 kn

Design und Konstruktion

Die Rumpfform folgt zeitgemäßen Proportionen mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,02 und einer breiten Breite von 10 Fuß 6 Zoll, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis bei 134,5 liegt. Die Querschnittsform zeigt flache Überwasserschiffe, eine moderate Breite an der Wasserlinie, feste Kimmprofile und einen flacheren Rumpfboden, der nie völlig flach ist; die Sprunglinie ist so nahe am Horizontalen, wie es ein Rumpf sein kann, ohne wirklich flach zu sein. Die Sydney 32 ist die „kleine Schwester“ der extrem erfolgreichen Sydney 38 aus derselben Konstruktionsabteilung – eine Abstammung, die sowohl ihr feinfühliges Verhalten als auch ihren regatta-tauglichen Vortrieb erklärt. Der fast flache Deckssprung und die sehr kurzen Überhänge sind bewusst gewählt: Durch die eingezogenen Enden behält das Boot seine Segellänge bei Krängung und präsentiert ein modernes, flaches Profil anstelle eines traditionellen, erhöhten Sprunges. (1)

Rigg und Handhabung

Das Rigg ist als 7/8-Slup mit unüberlappenden Vorsegeln und ohne Backstagen ausgelegt. Die Salingen sind um 20 Grad zurückgepfeilt, um den Mast zu stützen, ohne dass ein temporäres Achterstaggerät erforderlich ist. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) liegt bei 24,84 – ein Wert, der laut Werftprospekt bewusst niedrig gehalten wurde, um dem Einsteiger-Charakter des Bootes gerecht zu werden. Ebenso sind Masttoppspinnaker und 7/8-Spinnaker möglich, was das Boot für Einheitsklassen-Regatten und nach Handicap ausgetragene Events gleichermaßen tauglich macht. Die optimale Kombination aus Verdrängung und Segelfläche sorgt für viel Stabilität bei geringem Crewaufwand, und die unüberlappende Fock macht das Wenden und Segeln mit kleiner Crew deutlich weniger athletisch als bei einer Regattayacht mit überlappendem Vorsegel. Der Hersteller beschreibt die Yacht als schnell, aufregend, leicht zu handhaben und seetüchtig. Die bedienerfreundlichen Systeme machen das Segeln für alle Altersgruppen und Könnensstufen einfach.

Unterbringung

Unter Deck bietet die Sydney 32 für ihre Größe viel Raum: Die Werft weist auf einen geräumigen und komfortablen Innenraum hin, der für eine Yacht dieser Länge beispiellos ist und das verfügbare Volumen durch den breiten Rumpf maximiert. Die Aufteilung umfasst eine voll funktionsfähige Pantry, einen großen Salon und zwei Doppelkojen für Wochenendtörns. Eine andere Quelle nennt drei Doppelkojen mit sechs Schlafplätzen, eine Nasszelle im vorderen Kabinenbereich und eine Doppel-V-Koje, die in den Zeichnungen optional dargestellt wird. Ein Navigationseck und ein eigener Segelschrank sprechen den Regatta-Eigner an und halten die Ausrüstung außerhalb des Wohnbereichs organisiert. Oben sorgt die große, offene Plicht für Kinder und Gäste für einen sicheren Platz unterwegs und einen gemütlichen Bereich zum Entspannen. Sie zeichnet sich durch sehr niedrige Sülls, keine Sitzbänke, einen offenen Spiegel und eine mittschiffs angeordnete Fußstütze auf dem Bodenbrett aus, die das Gleichgewicht beim Krängen erleichtert.

Einheitsklassen- und Regatta-Kontext

Einheitsklassen-Regeln waren bereits bei der Einführung vorhanden, und die Klassenvereinigung fördert den Betrieb und koordiniert Regatten unabhängig von Handicap-Serien. Das Boot hat sich bei IRC-Veranstaltungen bewährt, sodass ein Eigner entweder rein im Einheitsklassen-Regattabetrieb segeln oder ohne ein neues Boot in den gemischten Feldern starten kann. Dieser doppelte Weg, gepaart mit einfachen Systemen und einer stabilen Plattform, macht das Design für Familien und Einsteiger attraktiv und erfüllt gleichzeitig die Ansprüche anspruchsvollerer Segler.

Das Fazit

Die Sydney 32 ist eine durchdacht proportionierte kleine Einheitsklasse, die sich das Verhalten der größeren Sydney 38 zu Nutze macht, ohne deren Komplexität zu erben. Ihr kurz geschnittener, breiter Rumpf mit nahezu flachem Deckssprung und das Rigg mit zurückgepfeilten Salingen machen sie für Einsteiger zugänglich, während sie gleichzeitig schnell genug ist, um ernsthaft zu regatten. Zudem nutzt der Innenraum sein Volumen besser als bei den meisten 32-Fuß-Booten. Die offene Plicht mit niedrigem Süll ist ein echter Familienstärke, auch wenn sie auf Sitzkomfort verzichtet, und die optionale V-Koje zeigt, dass das Layout flexibel gehalten wurde.

Vorteile

  • Das nicht überlappende 7/8-Rigg mit 20-Grad-gekrümmten Salingen vereinfacht das Handling und das Segeln mit kleiner Crew
  • Der weit vorn liegende Rumpf mit fast flachem Deckssprung bewahrt die Segellänge und bietet für 32 Fuß ein ungewöhnlich geräumiges Innenraumvolumen
  • Die aktive Einheitsklasse gepaart mit bewährtem Erfolg im IRC erweitert die Regatta-Optionen
  • Eine stabile, leicht zu bedienende Plattform, die für alle Altersgruppen und Könnensstufen geeignet ist

Nachteile

  • Das Cockpit hat sehr niedrige Sülls und keine Sitze, was den Sitzkomfort unter Segeln einschränkt
  • Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis wurde durch konstruktive Einschränkungen bewusst niedrig gehalten, was die Beschleunigung bei leichtem Wind im Vergleich zu sportlicheren Regattabooten einschränkt
  • Die vordere V-Koje ist optional und nicht serienmäßig, sodass einige Boote weniger als sechs Schlafplätze bieten

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