Design und Konstruktion
Massives GFK bildet sowohl den Rumpf als auch das Deck, wobei allein das Deck ein Sandwich-Laminat verwendet, das angeblich das Klima unter Deck verbessert. Der Kiel ist aus Eisen, trägt 3.307 Pfund Ballast bei einer Verdrängung von 8.377 Pfund für ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 39 Prozent, und das Flossenkiel-Profil hat je nach Beladung einen Tiefgang zwischen 5,41 und 5,71 Fuß. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,22 bei einer Breite von 9 Fuß 6 Zoll und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis von 278 fällt der Entwurf in die Kategorie der „schweren Fahrtenyachten“, und ihr Komfort-Ratio von 24,8 spricht eher für ein stabiles Seeverhalten in der Welle als für die nervöse Reaktion einer lebhaften Regattayacht. Das Kenterungsverhältnis von 1,87 stellt sie allein nach dieser Formel innerhalb der akzeptierten Grenzen für den Hochseeeinsatz.
Rigg und Handhabung
Das 7,5-Meter-Slup-Rigg trägt einen Segelplan von 38,5 Quadratfuß (412 qm²), der auf dem Referenzsegel nach ISO 8666 ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 15,6 ergibt und mit einer 135-prozentigen Genua auf 18,0 steigt. Die Bewertung von YachtDatabase weist darauf hin, dass sie mehr Rigg trägt als 58 Prozent ähnlicher Segelboote, was sie für ihre Größe als etwas übertakelt kennzeichnet. Unter Motor bringt der 18 PS starke Volvo Penta-Diesel sie auf eine erfasste Geschwindigkeit von 7,0 Knoten, während ihre theoretische Verdrängungs-Rumpf-Geschwindigkeit bei 6,5 Knoten liegt. Die benetzte Fläche beträgt etwa 25,5 Quadratmeter (269 qm²), und ein Verdrängungsverhältnis nahe 355 kg pro Zoll bedeutet, dass das Boot schwer auf dem Wasser liegt und seinen Trimm nur langsam durch Ballast verändert. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum mit Teakholz ausgestattet, was dem skandinavischen Standard für Fahrtenyachten dieser Zeit entspricht. Der Innenausbau folgt der konventionellen Materialwahl der meisten zeitgenössischen Serienboote und verleiht dem Wohnbereich eine warme, wenn auch unauffällige Optik. Die Wasserkapazität von 26 Gallonen (ca. 100 Liter) setzt eher die Reichweite für küstennahe Törns als eine Zahl für autarke Langstreckenfahrten fest.
Bekannte Schwachstellen
Der eiserne Kiel erfordert Wachsamkeit gegenüber galvanischer Korrosion und Strömen bei Kontakt mit unverträglichen Metallen oder feuchter Bilge. Die Sandwichdeck-Konstruktion verbessert zwar den thermischen Komfort, birgt jedoch das Risiko von unsichtbarer Delamination, wenn die Befestigungen oder Decksdurchführungen nach vier Jahrzehnten im Besitz schlecht abgedichtet wurden.
Refits und Unterhalt
Käufer sollten sich auf zeitgemäßes Volvo Penta-Dieselmotorwerk im mittleren bis fortgeschrittenen Alter einstellen, wobei die Leistung von 18 PS eine moderate Budgetgrenze für den Austausch vorgibt. Das stehende und laufende Gut des 7/8-Riggs – überall 10-mm-Fallen und 12-mm-Schoten – bietet einen unkomplizierten Weg zu einer Modernisierung mit geringem Aufwand. Der Teak-Innenausbau erfordert meist nur das Ölen oder Neu-Lackieren, nicht jedoch strukturelle Reparaturen. (1)
Das Fazit
Die Sunwind 31 ist eine bodenständige, gut ballastierte skandinavische Regatta-/Fahrtenyacht-Hybrid-Klasse, die eher auf Komfort und Seetüchtigkeit als auf Geschwindigkeit setzt. Ihr leicht überriggtes 7/8-Slup-Rigg und der schwere Verdrängerrumpf belohnen entspanntes Küstensegeln, und das Sandwichdeck erhöht die Wohnlichkeit. Sie ist keine Leichtgewicht-Ausreißerin, und ihre bescheidene Wasserkapazität schränkt ihre Reichweite ein.
Vorteile
- Hoher Ballastanteil von 39 % und ein Kenterungsverhältnis von 1,87 für hohe Stabilität auf See
- Das Sandwichdeck verbessert den Komfort in der Kabine
- Leicht überdimensioniertes 7/8-Rigg für lebhaftes Segeln unter Genua
Nachteile
- Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 278 begrenzt die reine Geschwindigkeit
- Der Eisenkiel erfordert ständige Aufmerksamkeit bei Korrosion
- Nur 26 Gallonen Wasser begrenzen die Reichweite





