Design und Konstruktion
Fora Marine baute die RM 1050 als robustes Boot um einen Knickspant-Rumpf aus epoxidharzimprägniertem Okoumé-Sperrholz, während das Deck und der kurze Decksaufbau aus Polyester-Glasfaser-Konstruktionen bestehen. Der sehr breite Rumpf, entworfen von Marc Lombard, schafft ein riesiges Vordeck, da der Decksaufbau bewusst kurz gehalten wurde – eine Layout-Entscheidung, die auch zur großzügigen Rundumsicht beiträgt, die die Werft vermarktet. Zwillingskiele sind auf einem internen Metallrahmen montiert, um die Belastungen bei Grundberührungen zu verteilen. Diese Lösung verglich der Hersteller mit dem bekannten dänischen Ansatz von X-Yachts, und diese Kiele wurden explizit so konstruiert, dass sie täglichen Grundberührungen standhalten. Die Epoxidsperrholzschale ist nicht sehr stoßfest, was jedoch der Gewichtseinsparung und Steifigkeit geschuldet ist, die dieses Material ermöglicht. (1)
Rigg und Handhabung
Das durchgelassene Rigg der RM 1050 ermöglicht die Verwendung einer Genua mit Überlappung und erleichtert gleichzeitig die Bewegung auf den Seitendecks – ein praktischer Vorteil bei der Segelwechsel mit kleiner Crew. Unterwegs ist der sehr breite Rumpf hervorragend für raume Kurse und bei Wind geeignet; sie kann ohne Überlastung über 10 Knoten laufen. Dasselbe Breitenmaß, das ihr auf raumen Kursen viel Geschwindigkeit verleiht, lässt sie bei leichtem Wind etwas träge im Wasser stehen. Bei leichtem Kabbelwasser am Wind wird die Leistung Segler, die an lebendige Regattayachten gewöhnt sind, enttäuschen. Ein Rezensent bemerkte, dass ihr ein Rumpf mit etwas weniger benetzter Fläche und zwei Rudern fehle – eine Beobachtung über die Grenzen des Kimmkiels als Konstruktionsform und nicht als Mangel bei der Ausführung.
Unterbringung
Unter Deck nutzt die RM 1050 ihre Breite ohne Einschränkungen. Eine U-förmige Pantry und ein Kartentisch gegenüber dem Niedergang bilden den Mittelpunkt des Salons, der Platz für sechs Personen bietet und an den Seiten neben den Sofakojen zwei Seekojen aufweist. Im Vorschiff befindet sich eine Bretagne-Koje, und unter der Plicht erstreckt sich eine Doppelkoje als separate Schlafgelegenheit. Die Stauraummöglichkeiten sind großzügig dank eines großen Backbord- und Steuerbordschachts hinter der Nasszelle sowie zahlreicher Schränke. Die besonders breite Plicht im Oberdeck bietet vier Backskisten für Decksausrüstung. Das panoramische Deckshaus verleiht dem Innenraum einen hellen, offenen Charakter, der bei einer 34-Fuß-Yacht dieser Ära selten ist.
Bekannte Schwachstellen
Einige operative Vorsichtsmaßnahmen sind beim Betrieb zu beachten. Die niedrige Decksaufbaustruktur erzeugt eine Barrotage – einen Querträger, gegen den man sich den Kopf stoßen kann –, die bei unachtsamen Crewmitgliedern zu Gehirnerschütterungen führen kann. Das Vorbeigehen an vorn erfordert daher Aufmerksamkeit. Eigner sollten eine sorgfältige Überwachung von Wassereinbrüchen betreiben, und Bullaugen benötigen im heißen Wetter Schutz, um thermische Schäden zu vermeiden. Da der Epoxid-Rumpf von CP nur begrenzte Stoßfestigkeit aufweist, erfordert regelmäßiger Kontakt mit Stegen und Treibgut eine Inspektion.
Das Fazit
Die RM 1050 ist eine speziell für das Fahrtensegeln gebaute Yacht, die den Regenwettkampfcharakter bei leichtem Wind gegen hervorragende Leistung vor dem Wind, Toleranz gegenüber Grundberührungen und ein bemerkenswertes Innenraumvolumen eintauscht. Lombards breiter Knickspant-Rumpf mit drei Knickspanten und Fora Marines Sperrholz-Epoxid-Verfahren haben ein robustes, hochseetaugliches Boot mit einer praktischen Decksplanung und einer Kabine hervorgebracht, die weit über ihre Länge hinausragt. Die Einschränkungen sind geringfügig und betreffen meist die Aufmerksamkeit der Crew und die übliche Wachsamkeit bei Feuchtigkeit im Deck.
Vorteile
- Hervorragende Leistung vor dem Wind und bei viel Wind, läuft auch ohne Last schnell über 10 Knoten
- Zwillingskiele auf einem Metallrahmen, gebaut für tägliche Grundberührungen
- Außergewöhnliches, durch die Breite getriebenes Innenraumvolumen mit sechs Kabinen, bretonischem Bett und Doppelkabine achtern
- Kurzes Deckshaus ermöglicht ein riesiges Vordeck und eine panoramische Sicht
Nachteile
- Träge und enttäuschend am Wind bei leichtem Wind und Kabbelwasser
- Epoxid-Sperrholz-Rumpf anfällig für kleine Schläge
- Durchschlaggefahr durch das Vorsteven (Barrotage) ist eine echte Gefahr für die Crew
- Erfordert Wachsamkeit bei Wassereinbruch und Wärmeisolierung der Bullaugen


