Design und Konstruktion
Der Decksplan der 650 zeichnet sich durch flache Seitendecks, eine erhöhte Handreling und ein völlig freies Vordeck aus – Details, die sowohl den von der Werft versprochenen sicheren Bewegungsfreiraum als auch die fließenden, sicheren Bewegungen auf langen Offshore-Passagen ermöglichen. Die Plicht wurde tiefergelegt, um eine nahtlose Verbindung mit dem Masttopp zu gewährleisten. Das Ergebnis ist ein geschützter und edler Wohnbereich, der eine nahtlose Verbindung zum Meer behält. Die Flybridge wurde im Vergleich zur 640 deutlich vergrößert und bietet einen großen U-förmigen Salon mit Tisch sowie eine voll ausgestattete Steuerstation an Steuerbord. Im Masttopp wurde die gesamte verglaste Fläche vergrößert und die vorderen Fenster weiter nach vorn und näher an der Vertikalen positioniert – eine Änderung, die die Stehhöhe in den Eignersuiten auf fast 1,99 Meter erhöht und mehr Licht einlässt, ohne die schlimmsten Effekte einer Kabinen-Erhitzung zu verursachen. Der Rumpf besitzt die CE-Zertifizierung A, was seine Eignung für unbeschränkte Hochseetörns bestätigt. (1)
Rigg und Handhabung
Unter Segeln liefert die Signature 650 souveräne Leistung durch ein optimiertes Rigg, das Balance, Vortrieb und mühelose Handhabung über lange Strecken vom Anker aus bietet. Multihulls World weist darauf hin, dass das Rigg um zusätzliche 97 Quadratfuß leistungsstärker ist als das der 640. Dies wird durch einen 7/8-Slup-Riggplan mit einem Großsegel von 1.505 Quadratfuß, einer Genua von 990 Quadratfuß, einem Stagsegel von 345 Quadratfuß und Reacher-Segeln bis zu einem Code Zero-Anker von 2.585 Quadratfuß erreicht. Der Steuerstand verbindet hervorragende Sicht mit einem hohen Schutzgrad, bleibt aber dennoch vollständig mit dem Leben an Bord verbunden. Die beiden 82-kW-Motoren ermöglichen präzise Manöver im Hafen. Die Passagen sind weich, leise und selbst unter anspruchsvollen Bedingungen bemerkenswert beruhigend – eine Eigenschaft, die die Werft eher der gesamten Plattform als einem einzelnen Bauteil zuschreibt. (2)
Unterbringung
Konzipiert als privater Rückzugsort verbindet die 650 Komfort, Ruhe und Intimität für längere Aufenthalte auf See. Sorgfältig ausgewählte Materialien und weiches Licht schaffen eine ruhige, edle Atmosphäre. Die zentrale Eignersuite im Inneren der Gondel bietet hervorragendes Volumen und natürliches Licht, das durch die panoramareichen, nach vorn gerichteten Ausblicke noch verstärkt wird – ein seltener Luxus bei einem Katamaran dieser Größe. Das Boot wird mit vier oder fünf Kabinen angeboten, und die vergrößerte verglaste Gondelfläche hält den Salon hell, ohne die geschützte Verbindung zur Plicht zu opfern. Die breite, geschützte Plicht und der Flybridge-Lounge erweitern den Wohnraum nach draußen, während die Bewegungsfreiheit von Bug bis Heck fließend und sicher bleibt. (2)
Das Fazit
Die Privilège 650 ist eine durchdachte Hochsee-Fahrtenyacht, die den reinen Minimalismus früherer Blauwasser-Katamarane gegen ein edles, lichtdurchflutetes Refugium eintauscht, ohne dabei die Seetüchtigkeit einzubüßen. Die Vergrößerung von Rigg und Flybridge durch das Designteam Lombard/Darnet, zusammen mit den vertikalen vorderen Fenstern und der tiefergelegten Plicht, verleiht dem Boot ein Gefühl von mehr Leistung und Lebensqualität als der 640, den sie ersetzt. Für ein Paar oder eine Familie, die ernsthafte Langstrecken planen, sind die zentrale Nacelle-Suite und die CE A-Zertifizierung von großer Bedeutung; für diejenigen, die einen geschützten Steuerstand und ein ruhiges Seeverhalten schätzen, erfüllt die 650 ihren Auftrag voll und ganz.
Vorteile
- Echter Hochsee-Katamaran mit CE-Zertifizierung A für uneingeschränkte Nutzung
- Zentrale Eignersuite in der Nase mit Panoramablick nach vorn – selten bei dieser Größe
- Leistungsstärkeres Rigg als beim Vorgänger 640 mit mühelosem Handling auf Langstrecken
- Vergrößerte Flybridge und mehr Glasfläche in der Nase verbessern die Wohnlichkeit
Nachteile
- Die erhebliche Verdrängung von 64.000 Pfund erfordert bei leichtem Wind die volle Nutzung des leistungsstarken Riggs
- Das Angebot der Vorgänger-Modelle 640 auf dem Gebrauchtbootmarkt kann direkte Wertvergleiche erschweren


