Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, und das Boot verfügt über 3.400 Pfund Ballast bei einer Verdrängung von 10.250 Pfund, was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 33 Prozent entspricht. Ihre Wasserlinie von 25,58 Fuß und die Breite von 11 Fuß ergeben ein Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,69, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) nach den Angaben der Werft bei 273 liegt – und nach einer Analyse aus demselben Zeitraum bei 320 liegt, was sie eindeutig in die Kategorie der schweren Fahrtenyachten einordnet. Die Langkiel-Konfiguration mit Ruder auf Skeg bietet ein konservatives Unterwasserschiff, das Kursstabilität vor schnellen Wendemanövern stellt. Ein Kenterungsverhältnis von 2,00 bis 2,03 und eine Komfort-Ratio im mittleren zweistelligen Bereich beschreiben eine stabile, gutmütige Plattform. (1)
Rigg und Handhabung
Als Masttoppslup verfügt sie über ein angegebenes Segelfläche von 419 Quadratfuß, und ihr Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt laut Herstellerangaben bei 14,21. Eine Fachrezension in der yachtdatabase kam zu dem Ergebnis, dass das Boot deutlich übertakelt ist und mehr Rigg trägt als 96 Prozent vergleichbarer Segelboote. Eine 135-prozentige Genua erhöht das SA/D-Verhältnis auf 13,3. Die benetzte Fläche beträgt etwa 290 Quadratfuß. Der geringe Tiefgang von 3,5 Fuß ermöglicht es ihr, in Marinas anzulegen, die für Boote mit tieferem Kiel unerreichbar sind. Die Spezifikationen für Fallen und Schoten sind großzügig bemessen: Die Großsegel- und Genuawanten laufen auf 82,5 Fuß langen Leinen mit einem Durchmesser von 3/8 Zoll, während die Großschot aus 77,5 Fuß langer 1/2-Zoll-Leine besteht. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,78 Knoten. (2)
Unterbringung
Die Aufteilung mit der Steuerhaus-Überbauung gibt dem Boot seinen Namen und seine Anziehungskraft, mit einer Stehhöhe von 6,5 Fuß unter Deck. Die Tankkapazitäten sind bescheiden, aber für Wochenendtörns und Küstensegeln ausreichend: 30 Gallonen Diesel und 60 Gallonen Wasser. Ein einzelner 15-PS-Yanmar-Diesel sorgt für den Hilfsantrieb. Die Proportionen deuten auf einen kompakten, aber wohnlichen Innenraum hin, der sich um das geschützte Steuerhaus und den Niedergang im Unterdeck konzentriert.
Das Fazit
Die Pilothouse 31 ist eine bescheidene, robust gebaute Fahrtenyacht für küstennahe Reviere mit geringem Tiefgang und überraschend viel Segelfläche im Verhältnis zu ihrer Verdrängung. Sie eignet sich für Käufer, die einen geschützten Steuerstand und einfache Systeme einer hohen Leistung oder einem riesigen Volumen vorziehen.
Vorteile
- Der geringe Tiefgang von nur 3,5 Fuß erleichtert den Zugang zu Marinas und flachen Buchten
- Die schwere Fahrtenyacht-Verdrängung und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33 Prozent sorgen für hohe Stabilität
- Großzügiger Segelplan für ein 31-Fuß-Boot
- Die Pilothouse-Konfiguration schützt die Ruderpinne
Nachteile
- Bescheidene 15 PS Hilfsmotor und 30-Gallonen-Kraftstoffkapazität begrenzen die Reichweite unter Motor
- Das Langkiel-Format opfert Manövrierbarkeit zugunsten von Kursstabilität
- Die extrem hohe Rigg-Stärke kann eine kleine Crew überfordern








