Design und Konstruktion
Coles Zeichenbrett der späten 1970er Jahre brachte einen soliden GFK-Rumpf mit Flossenkiel und Spatenruder hervor, wobei sowohl das Deck als auch der Rumpf aus massivem Glasfasergewebe statt aus Sandwich-Laminat bestehen. Der Rumpf selbst ist aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GRP) gebaut, und die Werft spezifizierte Bleiballast. Mit knapp unter 35 Fuß Länge in der Wasserlinie (LWL) von 34,97 Fuß über alles und einer Breite von 10,99 Fuß weist das Design ein Verhältnis von Länge zu Breite von 3,18 und ein Absinkvermögen von etwa 1.339 Pfund pro Zoll auf. Das bedeutet, sie sitzt für ihre Größe sehr tief im Wasser und widersteht dem Druck durch Last oder eine steife Brise. Die benetzte Fläche beträgt etwa 376 Quadratfuß, und das Kenterungsverhältnis von 1,92 ordnete das Boot allein nach dieser Formel in den Bereich ein, der es für Hochseeregatten zugelassen hätte – ein Wert, der zu den vielen Einsätzen bei der Sydney-Hobart-Regatta passt, die diese Klasse hervorgebracht hat. (1)
Rigg und Handhabung
Die Pawtucket 35 ist mit einem Masttopprigg ausgestattet, und die angegebenen Schotmaße sind großzügig bemessen: eine Großschot von 87,4 Fuß bei 14 mm Durchmesser, wobei die Schoten von Fock, Genua und Spinnaker alle um die 35 Fuß und mit demselben 14-mm-Durchmesser liegen. Diese Zahlen zeugen von einer kraftvollen Ausrüstung für raume Kurse und Halbwindkurse. Cole legte großen Wert auf die damaligen Hochseeregatta-Regeln, und die Regatta-Geschichte bestätigt dies – zahlreiche Pawtucket 35s haben im Laufe der Jahre die Sydney-Hobart gesegelt, und das Boot Moon River II war die kleinste Yacht in einer Flotte, die zu den Inseln vor Neuguinea segelte, und kam unbeschadet durch einen heftigen Sturm. Eigner berichten, dass das Design robust und seetüchtig ist und sich hervorragend einhand oder mit kleiner Crew segeln lässt – eine Eigenschaft, die seine Beliebtheit als Regatta- und Fahrtenyacht erklärt. (2)
Unterbringung
Die Pawtucket 35 bietet mehr Platz als 54 Prozent vergleichbarer Segelboot-Konstruktionen, was bei einem 35-Fuß-Rumpf mit einer Breite von 10,99 Fuß eine beachtliche Zahl ist. Eine langjährige Eignerin der Moon River II beschrieb sie als wunderbares Boot für ein Paar, und die Ausrüstung dieses Schiffes – Gasherd mit Backofen, Bordtoilette mit Schredder, elektrischer Kühlschrank aus dem Refit – zeichnet ein praktisches Zwei-Personen-Innenraumkonzept statt eines Layouts für Chartergruppen. Die Refit-Historie dieses Bootes umfasste zudem eine große Batteriebank und große Solarpaneele auf den Heckdavits, was auf eine Plattform hindeutet, die sich für autarkes Fahrtensegeln eignet, ohne dass das Kern-Unterbringungskonzept komplett überarbeitet werden muss. (2)
Eignerschaft und Refits
Die 1979 von Peter Cole entworfene Moon River II veranschaulicht die Arbeiten im mittleren Lebensalter, die diese Boote durchlaufen. Ihr Eigner hatte den Mast ausgebaut und das gesamte stehende und laufende Gut erneuert, große Solarpaneele auf den Heckdavits installiert, einen elektrischen Kühlschrank und eine große Batteriebank eingebaut sowie eine feste Beiboot-Doppelhull-Kajüte mitgeführt. Die Elektronik an diesem Boot umfasste UKW- und UHF-Funkgeräte, ein Echolot, einen Navman GPS-Logger und Kursplotter sowie einen Raymarine Autopiloten mit einem Coursemaster 100 als Backup. Ein 20 PS Bukh-Diesel sorgt für den Antrieb. Die Liste der vom Eigner installierten Ausrüstung zeigt, dass der Rumpf moderne Systeme für das Fahrtensegeln problemlos aufnimmt. (1)
Das Fazit
Die Pawtucket 35 ist eine von Cole entworfene australische Regatta-/Fahrtenyacht mit einer echten Blaupause für das Offshore-Segeln und der Kapazität für zweimännige Langstreckenfahrten. Der solide GFK-Rumpf, der Bleiballast-Flossenkiel und das Masttopp-Rigg machten ein Boot, das von Design her schnell und durch Erfahrung seetüchtig war. Es war in den australischen Gewässern in den 1980er Jahren beliebt und hat sich beim Sydney-Hobart bewährt. Sie ist kein leichtes Spielzeug für die Küste, sondern eine ernsthafte 35-Fuß-Yacht, deren Kenterungsverhältnis und Immersionsrate sie als für das Meer gebaut kennzeichnen.
Vorteile
- Peter Cole-Entwurf aus den späten 1970er Jahren mit expliziter Berücksichtigung der Offshore-Regeln und einem schnellen Lastenheft
- Solider GFK-Rumpf und Deck, Bleiballast, Flossenkiel mit Spatenruder
- Kenterungsverhältnis von 1,92; umfangreiche Teilnahme-Geschichte bei der Sydney-Hobart-Regatta
- Raumig für ihre Größe – geräumiger als 54 % vergleichbarer Konstruktionen
- Eigner berichten von einer starken, seetüchtigen und einhand oder mit kleiner Crew leicht zu segelnden Yacht
Nachteile
- Der Tiefgang von 5,91 bis 6,21 Fuß schränkt den Zugang zu flachen Ankerplätzen und kleineren Marinas ein










